Sägebock selber bauen
Sägeböcke oder Holzböcke werden immer wieder für Holzarbeiten benötigt.
Früher bin ich in den Baumarkt gegangen und habe mir für knapp 5,00 Euro diese Tapezierböcke gekauft. Sie sind aus einfachem Fichtenholz und nicht sehr stabil. Für einen Tapeziertisch und wenig Gebrauch völlig ausreichend. Aber für schwerere Stücke völlig ungeeignet.
Den ersten vernünftigen Sägebock habe ich bei meinem Holzhändler gekauft. Für damals 55,00 Euro!
Viel Geld. Heute weiß ich, dass es für diese Qualität preiswert war.
gute Qualität
Dieser Sägebock ist schon einige Jahre alt und stand immer draußen am Zaun.
Ich habe damals 2 Stück gekauft. Jetzt reichen sie aber nicht mehr aus und ich brauche noch mehr Sägeböcke, um das Holz zu lagern.
Der Holzhändler hatte keine mehr vorrätig und der Preis wäre auch gestiegen.
Was brauche ich, um sie selbst zu bauen? Holz und Beschläge!
Die Beschläge konnte ich beim Holzhändler kaufen. Kleines Geld.
Für den Bock selbst habe ich Lärchenbalkonbretter 27×195 gekauft.
Zuschnitt
Da ich eine Originalvorlage hatte, war der Zuschnitt sehr einfach.
Maße genommen, gesägt, abgelängt, gefast, gefräst, abgeschrägt, geschliffen…
Für die Verbindung der Querbalken habe ich mich für Festool-DOMINOS entschieden. Verleimt habe ich mit PUR-Leim.
PUR-Leim wird wegen seiner Wasser- und Füllfähigkeit in den Himmel gehoben. Das ist natürlich Unsinn.
Dieser Leim durfte bis vor einiger Zeit nicht an Privatpersonen verkauft werden. Bei der Verarbeitung müssen Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Vielleicht war dieser Leim deshalb so begehrt. Vorteile gegenüber einem guten Holzleim 3 hat er nicht.
PUR-Leim
PUR-Leim ist nach dem Aushärten genau so stabil wie anderer Holzleim.
Nur die Nacharbeiten sind schwieriger.
Hier konnte ich noch mit der Japansäge und Stechbeitel die Leimreste entfernen. Wenn das eine gutes Möbelstück werden sollte, wäre die Nacharbeit wesentlich schwieriger.
Zu dem Zeitpunkt des Baues wusste ich ds alles aber noch nicht. Auch glaube ich nicht alles was im Internet erzählt wird.
Allerdings gibt es eine vernünftige Quelle: Heiko Rech, der Tischlermeister.
Holzverbindung
Für Schlitz und Zapfen war ich zu faul und… das habe ich noch nie gemacht, weil es noch nie verlangt wurde. Das werde ich sicher ändern!
Früher gab es eben keine Lamellos und DOMINOS oder andere Dübel. Da musste sich der Schreiner etwas einfallen lassen.
Manchmal sind sichtbare Holzverbindungen nicht nur erwünscht, sondern sehen auch gut aus und werten das Möbel optisch auf.
Nur bei Sägeböcken brauchen wir das nicht.
Beschläge
Es handelt sich um einfache Scharnierbeschläge, die verschraubt werden.
Natürlich könnte man hier auch normale Holzschrauben verwenden, aber die würden den zu erwartenden Druck bei dem zu erwartenden Gewicht nicht aushalten.
Also habe ich diese Verbindung mit Schlossschrauben und Unterlegscheiben gelöst.
Der Sägebock ist fertig. Keine Farbbehandlung. Soll ja nicht ins Wohnzimmer.
Kosten für Holz und Beschläge ca. Euro 18,00.
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