Mobilheim Dach neu decken

Mobilheim Dach neu decken

Mobilheim Dach neu decken

Mobilheim Dach neu decken

Das Mobilheim ist jetzt 50 Jahre alt.
Beim Kauf war es noch im Originalzustand. Also auch noch mit dem alten Dach aus Wellpappe. Sturm und Schnee hat es bis jetzt überstanden. Aber oben schauten schon die Nägel heraus, und so habe ich beschlossen, das Dach neu zu decken. Das hatte ich noch nie gemacht, aber mit Hilfe meines Nachbarn ging ich an die Arbeit. Das ist ja kein Hexenwerk...

Mobilheim Dach

Die Entscheidung für ein neues Dach

Ich habe mich im Internet über Blechdachpfannen informiert und festgestellt, dass es hier große Qualitätsunterschiede gibt. Da die Arbeit ohnehin gleich ist, habe ich mich entschieden, auf die beste Qualität zu setzen.

Bestellen konnte ich damals bei blechdachpfanne.de – der Anbieter existiert leider nicht mehr. Positiv war, dass die Lieferung direkt bis vors Haus erfolgte.

Unter die Blechpfannen sollte gemäß Vorschrift eine PIR-Dämmung gelegt werden. Also habe ich Dachlatten in 40×60 mm und die Dämmung besorgt. Das alte Wellpappdach wurde entsorgt, sodass nur noch die Spanplatten als Untergrund übrig blieben.

 

Mobilheim Dach

Arbeitsschritte: Lattung und Dämmung

Da die Spanplatten noch in gutem Zustand waren, konnten wir sofort mit der Arbeit beginnen. Zuerst haben wir die 40×40 mm-Latten in Längsrichtung angebracht, dazwischen die PIR-Dämmplatten eingelegt und anschließend die Querlattung montiert. Unter den Blechdachziegeln muss schließlich eine Luftschicht bleiben.

Die alubeschichtete Dämmung ist 40 mm dick und schließt bündig mit der ersten Lattung ab. Deshalb haben wir die Lattung verdoppelt, bevor die Querlattung befestigt wurde.

Das Ablängen der Latten war mit der Japansäge sehr einfach. Für die Querlattung haben wir uns zusätzlich einen Lattenknecht gebaut, der die Arbeit deutlich erleichterte und für mehr Präzision sorgte.

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Pionier im Park – unser Blechdach

Wir waren übrigens die ersten im Park, die ein richtiges Blechdach hatten. Die Nachbarn waren neugierig – aber auch ein wenig misstrauisch. Heute hat fast jeder so ein Dach, nur meist deutlich teurer und qualitativ schlechter umgesetzt.

Hier im Park gibt es Handwerker, die einfach die alte Wellpappe abnehmen, eine Folie auf das Dach legen und die Blechdachpfannen einfach darauf schrauben. Billiges Blech, meist keine Regenrinne – und das Ganze kostet mindestens 4.500 Euro. Manche Nachbarn haben sogar 12.000 Euro dafür bezahlt. Naja, jeder wie er will.

Kleiner Tipp am Rande: Der Abstand der Längslattung wird von der Breite der PIR-Dämmung bestimmt – ein Detail, das man bei „Schnelllösungen“ oft übersieht.

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Qualität zahlt sich aus

Bei bester Qualität – inklusive Dämmung, Lattung, First, Traufe und Ortgang – kam ich auf insgesamt 2.500 Euro. Aber dafür ist das Dach wirklich gut gemacht.

Die Platten waren ganz schön schwer, und zum Schneiden habe ich mir extra einen „Knabber“ besorgt, da man die Platten nicht mit einem Winkelschleifer schneiden darf. Und es hat sich definitiv gelohnt: Bei den Nachbarn rosten die Schnittstellen schon.

Dank der sorgfältigen Lattung hören wir weder Regen noch Hagel im Inneren. Apropos Hagel: Beim letzten großen Unwetter haben alle anderen Dächer im Park Schäden erlitten – nur unseres blieb unversehrt.

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Weitere Vorteile und Details

Unter dem Dach halten sich übrigens keine Wespen auf – dafür wird es im Sommer recht warm. Gleichzeitig schützt das Dach effektiv vor Aufheizung des Hauses und verringert den Wärmeverlust im Winter. Nach meinen Berechnungen macht das etwa 10 % der Heizkosten aus.

Die Traufe deckt zudem den Unterbau optisch ab. Zusätzlich habe ich HPL-Platten (Trespa) angebracht, um das Herausrutschen der Dämmung zu verhindern.

Die Dachrinne war vorher aus Plastik – ein echter Fehler! Zum einen teurer als Zinkrinnen, zum anderen so spröde, dass sie beim Anfassen schon brechen. Alle neuen Dachrinnen bestehen nun aus Zink – deutlich langlebiger und stabiler.

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Bewährte Qualität über Jahre

Das Haus hat dieses Dach nun seit fast 12 Jahren – und es gab nie Probleme. Andere Häuser im Park zeigen bereits abgeplatzte Farbe oder unschöne Hageldellen. Daher kann ich die gute Qualität des Blechs nur wärmstens empfehlen.

Die Verschraubung ist sehr einfach: Die Schrauben bohren sich selbst ins Blech und werden durch eine sichere Gummidichtung abgedichtet (Spenglerschrauben).

Mein Nachbar hat ein Zeltdach, das undicht war. Ich habe es ebenfalls abgedichtet – etwas aufwendiger, aber auch hier hält es zuverlässig.

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Vom Hobby zum Hightech-Haus

So hat mein Hobby als Holzwerker eigentlich angefangen – ein bisschen hier, ein bisschen da, kleine Projekte zwischendurch…

Heute ist das Haus auf dem neuesten Stand der Technik: Glasfaser-Internet, automatische E-Heizung, astronomisch gesteuerte Außenbeleuchtung, voll vernetzt, einbruchsicher, Videoüberwachung, vollautomatische Bewässerung für Sträucher und Rasen, Rasenroboter – kurz: alles, um einfach gut alt zu werden.

Wenn jemand Fragen zum Dach hat – zum Material, zur Bezugsquelle oder zur Verarbeitung – einfach eine E-Mail schreiben oder einen Kommentar hinterlassen. Ich antworte gerne und teile meine Erfahrungen.

Mobilheim neu verkleiden

Mobilheim neu verkleiden

Mobilheim

Mobilheim neu verkleiden

Ja, so sah es einmal aus: ein Doppelchalet, 60 m² groß, 40 Jahre alt. Schon damals hatte ich das Endergebnis im Kopf – inklusive der vielen Zwischenschritte. Und die waren teuer.

Das Haus war alt, aber vollständig trocken, innen wie außen. Technik praktisch nicht vorhanden – also eigentlich die besten Voraussetzungen für eine Renovierung. Ursprünglich sollte es bei einer Holzfassade bleiben, deshalb habe ich das Haus mit Meranti neu verkleidet. Ein großer Fehler: Holz muss alle zwei Jahre aufgefrischt werden. Das bedeutet ständig neue Arbeit.

Also fasste ich den Entschluss, das Haus mit Kunststoff neu zu verkleiden. Dafür habe ich mich direkt bei einem Mobilheimhersteller informiert. Im Internet findet man unzählige Meinungen zu diesem Thema – leider stimmen die meisten davon nicht. Das beginnt beim Material und reicht bis hin zur Bauweise.

Mobilheim neu verkleiden

Also: an die Arbeit. Zuerst werden die Flächen gründlich gereinigt. Alles, was übersteht und nicht mehr benötigt wird, muss entfernt werden. Anschließend werden die Latten senkrecht im Abstand von 40 cm angebracht. Dabei ist besonders auf Ecken sowie auf Fenster- und Türrahmen zu achten. Die Latten können roh sein, müssen jedoch gleichmäßig dick sein – keine krummen oder gespaltenen Hölzer.

Das Material der Planken muss so beschaffen sein, dass es nach einem Hagelschlag nicht hart und spröde wird und dadurch bricht. Wer hier spart, zahlt am Ende drauf. MILIN.

Die Planken sind in der Regel 6 Meter lang – und das ist auch gut so. Kürzere Längen mit häufigen Fugen sehen schrecklich aus. Einige meiner Nachbarn haben solche Lösungen umgesetzt: Man sieht am Ende fast nur noch die Verbindungsstellen.

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Zunächst möchte ich betonen, dass ich dieses Haus allein verkleidet habe – ohne jegliche Hilfe. Zuvor hatte ich bereits das Haus eines Nachbarn ebenfalls allein verkleidet und dadurch ausreichend Übung. Das Nachbarhaus ist noch nicht ganz fertig, es fehlen lediglich einige unschöne Kleinigkeiten.

Mit Kosten von rund 800 Euro für die komplette Arbeit – inklusive Anfertigung und Einbau der Meranti-Rahmen für Türen und Fenster – galt ich als „zu teuer“. Ein professioneller Chaletbauer verlangt für dieselbe Leistung tatsächlich etwa 7.000 Euro, wohlgemerkt ohne Material.

Wichtig ist außerdem, sich im Vorfeld genau zu überlegen, wo sich elektrische Leitungen und Anschlüsse befinden sollen. In dieser Phase lassen sich problemlos zusätzliche Beleuchtung und Steckdosen integrieren, ohne dass später Kabel sichtbar sind. Hier habe ich bereits die Leitungen für die vertikale Hausbeleuchtung verlegt und weitere Kabel sauber verdeckt.

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Ja, die Klimaanlage war ein Problem. Sie muss wegen der Halterung von der Wand weg, aber ohne die Leitungen zu unterbrechen. Also habe ich ein Gestell gebaut, auf dem ich die Klimaanlage vorübergehend abstellen kann. Man muss sich eben etwas einfallen lassen.
Alle hässlichen Leitungen und Anschlüsse sind jetzt unter der neuen Verkleidung.
Die Bretter sind mit 3x12mm Schrauben an den Latten befestigt. Die Latten haben hier einen Abstand von 40cm. Bei dünnen Brettern sind es 30cm. Es ist besser, eine bessere Qualität zu wählen, da die Arbeit die gleiche ist! Die Stöße der Bretter sind immer unter einem Fenster- oder Türrahmen. So sind die Fugen kaum sichtbar. An den Stößen muss ein breiteres Holz verwendet werden, da die Leiste ja befestigt werden muss. Es sollte vorher klar sein, wo die Fugen sein werden. Das ist aber leicht zu berechnen.

Mobilheim

Hier sieht man die Fuge unter dem Fenster. Die Leitungen sind „unter Putz“ und es ist wieder eine schöne Wand. Wichtig ist die Belüftung hinter der Wand. Deshalb darf der untere Teil der Dielen nicht abgedichtet werden. Wer ängstlich ist, kann auch unten hinter der Verkleidung einen Maschendraht anbringen, um Mäusen den Zugang zu versperren. Aber da hält sich sowieso nichts. Die Verkleidung isoliert auch. Im Sommer bleibt es kühler, im Winter wärmer. Allerdings sollte der obere Rand irgendwie abgedichtet werden. Wegen der Wespen! Die bauen gerne ihre Nester hinter so einer Verkleidung.
Die Kosten halten sich wirklich in Grenzen, wenn man es selbst macht. Es ist wirklich keine Kunst, das zu machen.
Geduld ist der große Helfer bei solchen Arbeiten. Keine Eile und Sorgfalt bei der Ausführung.

Mobilheim

Danach kommen die Rahmen. Die einzigen undichten Stellen ist die Verkleidung. Deshalb ist hier besondere Vorsicht geboten.
Den Rahmen habe ich aus Meranti gebaut. Auf Gehrung wegen der Optik. Dann habe ich die Kanten mit Silikon abdichten lassen.

Natürlich sind die Fenster jetzt anthrazit lackiert.

Mobilheim

Was benötigt man für diese Arbeit?

  • Dachlatten 25×45. Die Menge ergibt sich aus der Hausgröße. Kosten aber nicht viel.
  • passende Schrauben für die Dachlatten. 1000 Stück!
  • Schrauben für die Planken. 1000 Stück.
  • Japansäge
  • Schlagschnur für die Starterleiste.
  • Kappsäge
  • Multifunktions-Maschine ist hilfreich
  • Zollstock (Gliedermaßstab)
  • Geduld!!

Vorher

Nachher

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Mobilheim Dach
Friesenzaun selbst bauen

Friesenzaun selbst bauen

Friesenzaun

Friesenzaun weiss selber bauen – fertig

Die letzten Teile sind die Pfostenkappen.
Wie kann ich die flache Schräge auf diese Pfostenkappen bekommen?
Dazu habe ich mir eine Vorrichtung gebaut, mit der ich die Pfostenkappen senkrecht auf der Tischsäge abschrägen kann.
Dazu hatte ich mir 2 Aufschraubzwingen gekauft, die ich auf das Sägegestell aufgeschraubt habe.
Das Sägegestelle ist nur ein Rechtwinkliger Zusammenbau zweier MPX-Platten, der am Anschlag der Tischsäge geschoben werden kann.

Um die erforderlich Breite für die Kappen zu erhalten brauchte ich wieder Leimholz.
Nach dem Abbinden des Leimes habe ich die Stücke auf das erforderliche Maß geschnitten.

Friesenzaun
Friesenzaun
Friesenzaun
Friesenzaun
Friesenzaun

Die Stufen der Kappenverjüngung kann man bequem auf dem Frästisch gherstellen. Besser als auf der Tischsäge und sauberer.
Hierbei habe ich zuerst die erste Stufe am Rand der Kappen gefräst. Ist zwar recht hoch, doch so erhalte ich mit die noch sichere Auflagefläche der Kappe beim Fräsen.
Der große Fräskopf erleichtert auch die Arbeit ungemein, da er viel ruhiger läuft und Material wegnimmt als ein dünnerer Fräser.

Friesenzaun
Friesenzaun

Aufbau des Zaunes un Abschluss der Arbeiten

Alle Teile waren fertig gebaut und lackiert.
Auch die Pfosten sind aufbereutet und in gleichem Farbton lackiert. Die Beleuchtung ist angeschlossen und die Elektrik durch Aufsatzkästen wor direktem Regen geschützt. Sieht auch besser aus, wenn die Verkabelung abgedekt ist.

Die Elemente selbst liegen in Edelstahl-Einschraubwinkel an den Pfosten. Das Tor ist an den Kloben richtig eingestellt und schliesst perfekt. Das PZ ist mit Schlüsselkarte bestellt worden damit wir weiterhin den "ein-Schlüssel-Zugang" im Haus haben.

Die Pfostenkappen sind aufgebaut. Das wars...fertig!

Friesenzaun
Friesenzaun fertig
Friesenzaun selbst bauen – Teil 2

Friesenzaun selbst bauen – Teil 2

Friesenzaun

Friesenzaun weiss selber bauen – Teil 2

Das Holz war bereits auf Maß zugeschnitten und teilweise gehobelt. Ob Hobeln für eine lackierte Oberfläche ausreicht oder zusätzlich geschliffen werden sollte, darüber gehen die Meinungen auseinander. Ein Schreinermeister versuchte mir das zu erklären, konnte mich aber nicht überzeugen. Nach meiner Erfahrung nimmt geschliffenes Holz die Farbe besser an als nur gehobeltes.

Deshalb habe ich nach dem Abrunden der Kanten alle Teile noch einmal maschinell geschliffen.

Als Holzverbindung kamen Festool-Domino-Dübel zum Einsatz. Eine klassische Überblattung wäre konstruktiv sinnvoller gewesen, aber in diesem Fall haben Einfachheit und Bequemlichkeit gesiegt. Heute würde ich mich vermutlich anders entscheiden.

Friesenzaun

Lackieren und Verleimen

Im Außenbereich sind für mich zwei Schichten Wilckens-Grundierung Pflicht – mit Zwischenschliff nach dem ersten Auftrag. Die Maserung bleibt selbst nach dem letzten Deckanstrich noch sichtbar.

Früher habe ich die zu verleimenden Stellen nicht lackiert, in der Annahme, der Leim würde sich sonst schlechter mit dem Holz verbinden. Diese Sorge hat sich in der Praxis jedoch nie bestätigt. Deshalb lackiere ich heute alle Teile vor dem Zusammenbau. Das ist deutlich einfacher und sauberer, als später am montierten Werkstück zu arbeiten.

Als Außenleim habe ich lange PUR-Leim verwendet. Rückblickend war das Unsinn. Er ist zwar wasserfest, aber in der Verarbeitung eine ziemliche Sauerei: unangenehm an den Fingern und durch das Aufschäumen mit viel Nacharbeit verbunden.

Heute verwende ich P4-Kleber. Den gibt es fertig gemischt oder man mischt einen Härter in einen P3-Leim und erhält so ebenfalls P4-Qualität. So handhabe ich es inzwischen.

Friesenzaun

Gitterelement fertig

Die Gitterelemente waren schnell gefertigt – im Grunde nur Verleimungen aus Rahmenteilen und Streben.

Kritisch sind im Außenbereich vor allem die Verleimungen, weil dort Wasser eindringen kann. Deshalb ist es wichtig, den Leim bis an die äußeren Kanten der Leimflächen zu bringen. Fugen anschließend mit Silikon oder ähnlichem Material abzudichten ist nicht nur unschön, sondern bei der Vielzahl an Streben auch extrem aufwändig.

Früher hatte ich überlegt, hierfür PUR-Leim zu verwenden, um das Eindringen von Wasser zu verhindern. Das funktioniert jedoch nicht wie erhofft: PUR-Leim schäumt auf und bildet keine wirklich dichte Barriere.

Wasser allein ist für Holz nicht das größte Problem. Kritisch wird es erst im Winter. Dringt Wasser in die Verbindungen ein und friert, hält auf Dauer keine Holzverbindung stand.

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volle Seitenteile

Zwei Elemente werden aus Vollholz gefertigt. Kambala ist zwar sehr schwer, dennoch baue ich die Teile in der vollen Stärke von 45 mm.

Zunächst musste Leimholz hergestellt werden. Die Einzelteile waren bereits abgelängt, die Kanten gerundet und die Verbindungen für die Domino-Dübel vorbereitet. Wenn die Fugen sauber gefügt sind, ist die Herstellung von Leimholz recht unkompliziert.

Ich habe die Teile über die gesamte Länge verleimt und anschließend unter Zwingen gepresst.

Friesenzaun
Friesenzaun
Friesenzaun
Friesenzaun

Beleuchtung

In diese Seitenschilde wird später noch die Parkplatzbeleuchtung integriert.

Wie bereits bei der alten Anlage wird die Beleuchtung über einen Dämmerungsschalter gesteuert. Die vorhandene Verkabelung konnte ich weiterverwenden, die Schutzkästen habe ich jedoch neu gebaut.

zum letzten Teil: Friesenzaun weiss selber bauen – fertig...

Bad renovieren

Bad renovieren

Bad renovieren

Bad renovieren

Als wir das Haus kauften, waren Einrichtung und Ausstattung bereits rund 40 Jahre alt. Das stellte eine echte Herausforderung dar. Die Fläche des Bades betrug etwas mehr als vier Quadratmeter und war in zwei Räume aufgeteilt: eine Toilette und ein Dusch-Waschraum.

Die erste „Renovierung“ war sehr einfach: Wände raus und alles neu gefliest. Das Ergebnis war jedoch ein Reinfall, denn der Fliesenleger erwies sich als Dilettant – die Bodenfliesen lösten sich schon nach kurzer Zeit wieder.

Nach einiger Zeit beschloss ich, die Renovierung selbst in die Hand zu nehmen.

Diesmal sollte Qualität ins Bad einziehen – bei Wänden, Boden, Decke sowie bei den Sanitäranlagen und Armaturen. Ich plante das Bad mit SketchUp und erstellte eine Einkaufsliste. Es dauerte eine Weile, bis wir alle Teile zusammenhatten.

 

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Abbau

Der Anfang war ganz unspektakulär: Rein ins Bad, bewegliche Teile raus und einfach angefangen, die Fliesen abzuschlagen. Das ging sogar bequem mit einem flachen Schraubenzieher, denn der Fliesenkleber hatte überhaupt nicht gehalten. Die Fliesen waren im Grunde nur durch das Fugenmaterial fixiert.

Genauso einfach ließ sich auch der Boden entfernen. Die Deckenplatten habe ich entsorgt, und die noch vorhandene Zwischenwand nahm ich ebenfalls heraus. Unter Berücksichtigung der weiteren Nutzung der Toilette habe ich anschließend im Bad alles vollständig entfernt.

 

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Fast alle bestellten Teile waren bereits eingetroffen. Das bei Insani bestellte Toilettenmodul Geberit Monolith Plus musste ich schließlich teuer beim Installateur nachkaufen, da Insani (aus meiner Sicht in fast betrügerischer Absicht) nicht liefern wollte.
Die Wände habe ich nicht gefliest, sondern mit RESPATEX verkleidet. RESPATEX ist wasserfestes Multiplex mit einer harten Beschichtung in Fliesenoptik. Es ist zwar teuer, aber einfach super in der Verarbeitung und im späteren Aussehen.

Hier mal ein Video einer Renovierung in Youtube.

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Installateur-Arbeiten

Nein, das konnte ich nicht selbst erledigen. Allerdings hatten wir professionelle Unterstützung durch einen Installateur, der sein Handwerk wirklich versteht. Er verlegte nicht nur alle neuen Leitungen individuell, sondern installierte auch die Kanalisation unter dem Chalet komplett neu.

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Wege und Platz der Wasserleitungen

Alle Kabel und Wasserleitungen sollten „unter Putz“ verlegt werden. Deshalb baute ich auf der Waschtischseite eine Hohlwand, was ganz einfach mit gehobelten Latten im Format 40 × 70 mm möglich war.

An den Stellen, an denen keine Hohlwand errichtet werden konnte, fräste ich mit der Oberfräse OF 1400 und der Führungsschiene Nuten für die Wasserleitungen – auch das ging leichter als gedacht.

Das Sanitärmodul benötigt zudem einen Stromanschluss für den Sensorbetrieb und die integrierte Geruchsabsaugung. Außerdem ist es beleuchtet und wird über einen Näherungssensor gesteuert.

 

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Toilette

Das Sanitärmodul GEBERIT MONOLITH PLUS ist wirklich toll. Es verfügt über ein Orientierungslicht, eine Sensorsteuerung und eine Geruchsabsaugung. Zudem verfügt es über ein erhöhtes Hänge-WC mit Softclose-Garnitur. Das wollte ich unbedingt haben.
Ich habe mich sehr für japanische Toiletten interessiert, aber die waren mit 6.000 Euro letztendlich einfach zu teuer. Das Modul sieht nicht nur gut aus, sondern nimmt auch nicht viel Platz weg.

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Duschwanne

Die Duschwanne sollte bodengleich sein. Aber nicht aus Kunststoff! Da kam nur die Kaldewei Superplan in Frage. Wir haben sie bei BADKONTOR online gekauft. Diesen Shop kann ich nur empfehlen. So viel Hilfe und Service habe ich noch nie erlebt! Toll! Die Duschwanne ließ sich gut einbauen. Es gibt keine Hohlgeräusche durch das Wasser beim Duschen. Wir haben die Versiegelung von der Fachfirma Lemke – Minor Versiegelungstechnik durchführen lassen. „Rumschmieren” bringt nur Ärger und doppelte Arbeit. Die Fugen sehen aus wie gestrichen und sind absolut dicht!

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Elektroinstallation

Die Elektroinstallation habe ich selbst gemacht. Ganz ehrlich: Baumarktschrott baue ich nicht mehr ein. Es ist erstaunlich, wie groß die Unterschiede in Qualität und Montage zwischen Markendosen und Baumarktdosen sind. Kabel sind natürlich Feuchtraumkabel. Hier musste ich nicht nur für Steckdosen sorgen, sondern auch für die Deckeneinbauleuchten. Ohne Federringe! Geht nicht! Auch habe ich die vorher installierte 12V-Anlage gegen 220V-LED-Leuchten getauscht.

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Bodenbelag

Der Boden besteht aus wasserfesten PVC-Fliesen. Alle Kanten sind fachgerecht abgedichtet.
Die Decke ist schnell montiert. Da habe ich viel Erfahrung. Die Beleuchtung ist verlegt und angeschlossen. Die Sockelleisten habe ich aus Meranti geschnitten und anthrazitfarben lackiert.
Die Armaturen in der Dusche sind von GROHE, die Waschtischarmatur von Hansgrohe. Billige Armaturen sind schnell „sauer“ und die Chrombeschichtung ist schnell abgewischt.

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Duschkabine

Die größte Überraschung gab es beim Kauf der Duschkabine. Wir haben uns viele angesehen. Sowohl im Fachhandel als auch im Baumarkt. Doch alles, was wir fanden, war wackliges Gedöns aus dünnem Glas und kostete mindestens 1.000 Euro – und das ohne Einbau. Nichts auf Maß!
Also wandte ich mich an meinen Glashändler Neumann und fragte ihn. Unglaublich: Eine Duschkabine aus 8 mm starkem Sicherheitsglas mit Qualitätsscharnieren, inklusive Ausmessen, Lieferung und fachgerechtem Einbau für 1.300,00 Euro!

Heute macht es wirklich Spaß, ins Bad zu gehen!

 

Bad renovieren
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