Holzbearbeitung leicht gemacht mit TEMU Doppelhobel
TEMU Doppelhobel für Heimwerker – Holzbearbeitung leicht gemacht
Nein, hobeln kann ich noch nicht richtig.
Einen Einhandhobel habe ich schon länger, aber wenig im Gebrauch.
Trotzdem habe ich diesen Handhobel / Doppelhobel bei TEMU gekauft.
Für sage und schreibe Euro 28,30 !!
Ein vergleichbarer Hobel ist bei DICTUM für Euro 469,00 zu finden.
Natürlich wird das Material des Teuren wesentlich besser sein, doch beide Doppelhobel tun dasselbe: Holz hobeln!
Da ich von Hobeln keine Ahnung hatte, habe ich mich in Youtube informiert. Da gibt es wirklich gute Erklärungen in den Unterschieden und Arten von Hobeln.
Hobeleisen schärfen
Wie bei den Beiteln von Kirschen muss auch dieses Eisen vor dem ersten Gebrauch geschärft werden. Gradzahl war unbekannt und so musste ich improvisieren.
Geschärft habe ich wieder auf den Diamant-Schärfsteinen für Euro 10,00 von Temu.
Schon beim ersten Schliff konnte man den Bogen erkennen. Also richtig geschärft wurde das Eisen nicht.
Nach ca. 15 Minuten hatte ich das Eisen superscharf.
Schärfe testen
Dieses Stück Eichenleimholz lag noch auf der neuen Werkbank für den Gratleisten-Test.
Mit geschärftem Eisen habe ich mehrmals über diese Kante gehobelt. Sicher mit falscher Körperhaltung und mit falschen Bewegungen.
Doch die Spanabnahme ist gut und einfach.
Erwartet hatte ich als Hobel-Laie lange Späne und war zunächst enttäuscht. Doch bei einem Doppelhobel gibt es keine langen Späne. Der Spanbrecher bricht den Span; nur muss man das wissen.
Deshalb heißt dieses Teil auch Doppelhobel.
Einhandhobel schärfen
Das Eisen von diesem Einhandhobel hatte ich vor Jahren einmal geschärft. Auf abgenutzten Steinen. Deshalb sieht man auch deutlich die Rundungen an der Schnittfläche.
Hat einiges an Arbeit gebraucht um die Schneide wieder gerade zu bekommen.
Jetzt ist es rasiermesserscharf.
Bosch PBD 40 im Einsatz – Präzises Bohren leicht gemacht
Bosch PBD 40 im Einsatz – Präzises Bohren leicht gemacht
Dieses Werkzeug habe ich schon einige Jahre.
Immer wieder lese ich schlechte Beurteilungen im Netz und frage mich wirklich warum.
Damals habe ich diese Maschine noch für unter Euro 200,00 gekauft. Heute liegt sie bei Euro 399,00 UVP!
Zuvor hatte ich eine Ständerbohrmaschine mit Keilriemenantrieb. Ich mag mich nicht mehr daran erinnern. Teuer und unpraktisch. Um einen anderen Gang einzulegen, musste ich den Keilriemen manuell umspannen. Auch lief die Maschine bei "schwierigen" Bohrungen immer durch.
Warum diese Tischbohrmaschine?
Zunächst einmal, eine Tischbohrmaschine hat die gleich Funktionalität wie eine Ständerbohrmaschine.
Vor dem Kauf dieser Bosch PBD 40 habe ich versucht wesentliche Unterschiede der angebotenen Tischbohrmaschinen heraus zu finden um die beste für mich zu kaufen.
Keine andere Maschine hat die Vorzüge, die diese Maschine für den Holzwerker bietet. Dies ist keine Maschine für den professionellen Einsatz in einer Tischlerwerkstatt, die außer noch höherer Leistung auch noch eine große Ausladung hat.
Kreuzlaser bei der Bosch
Eine Zentrierhilfe bieten auch andere Tischbohrmaschinen. So wie diese Bosch PBD 40.
Grob kann man schon die Position des Werkstückes für die Bohrung einstellen. Doch wenn man sicher sein will, den richtigen Punkt für die Mitte der Bohrung zu finden, sollte man den Kreuzlaser ausschalten und per Auge selbst justieren.
Ich benutze den Laser überhaupt nicht mehr.
Schön ist allerdings die Beleuchtung des Werkstückes vor dem Bohren.
Tiefenbegrenzung und Anzeige
Zwei Möglichkeiten der Tiefenanzeige bzw, Begrenzung der Bohrtiefe gibt es an dieser Maschine.
Die eine Möglichkeit ist eine mechanische Tiefenbegrenzung mittel Stab, mit dem man eine zuvor fest eingestellte Eindringtiefe fixieren kann und die zweite Möglichkeit (die für mich Bessere) das Ablesen der aktuellen Bohrtiefe am Display.
Den Bohrer auf das Werkstück, Nullstellung über den "0" Knopf und bohren bis die gewünschte Tiefe erreicht ist.
stufenlose Drehzahleinstellung
Die Maschine hat 2 Stufen (Gänge) für die Drehzahl, die man nur durch Drehen des seitlichen Knopfes einstellen kann. Nicht durch Umsetzen eines Keilriemens!
Zusätzlich lässt sich die Drehzahl völlig stufenlos über den Drehschalter vorn einstellen. Auch wird die eingestellte Drehzahl exakt am Display angezeigt.
Selbst bei sehr hartem Holz habe ich noch keine Drehzahlschwankungen feststellen können.
Schön ist auch der "Notaus"-Knopf.
Bohrfutter
Ein schlüsselloses Präzisionsbohrfutter spannt den Bohrer automatisch nach. Nach Drehen des roten Rings ist der Bohrer entweder fest oder in die andere Richtung gedreht, wieder frei zur Entnahme.
Das Bohrfutter dreht wirklich rund.
Gut zu erkennen nach Einspannen eines langen Bohrers und Einschalten der Maschine. Die Spitze läuft rund.
Schnellspannklemme
Das Teil funktioniert und hält das Werkstück wirklich gut fest.
Aber es ist tatsächlich etwas Gefummel und Gefühl nötig während der Kennenlernphase...
Bei großen Lockbohrern muss man die Klemme neben der Bohrstelle festsetzen. Es ist aber ok.
Rad für das Bohren
Warum andere Tischbohrmaschinen noch immer mit einem Drehkreuz ausgestattet sind, kann ich nicht nachvollziehen.
Der einzige Grund könnte der Herstellungspreis sein, der sicher bei einem Rad höher liegen wird.
Bohren mit dem Rad ist wesentlich angenehmer.
Mein Fazit
Ich selbst möchte keine andere Tischbohrmaschine. Sie läuft ohne jegliche Problem schon seit Jahren.
Von Null zum eigenen Frästisch – einfach & schnell
Von Null zum eigenen Frästisch
Jeder angehende Holzwerker stellt sich früher oder später diese Frage. Das Bedürfnis nach einem Frästisch (nicht zu verwechseln mit einer Tischfräse) wird oft durch Werbung in Fachzeitschriften oder im Internet geweckt. Doch die entscheidende Frage bleibt: Brauche ich wirklich einen?
Meiner Erfahrung nach lassen sich über 95 % aller Bearbeitungsaufgaben problemlos mit einer normalen Oberfräse erledigen – sei es eine Fase an der Kante eines Holzes oder das Fräsen einer Nut.
Auch ich stand damals vor dieser Entscheidung und war überzeugt, dass ein Frästisch meine handwerklichen Möglichkeiten deutlich erweitern würde. Rückblickend betrachtet war das jedoch ein absoluter Trugschluss.
Mein erster Frästisch – selbst gebaut
Vor fast zehn Jahren war das Angebot an Blogs, Foren und Zeitschriften rund ums Holzwerken noch riesig. Viele Autoren erklärten jedem Neuling Schritt für Schritt, wie man seine Projekte umsetzt. Ich habe all diese Informationen aufgesogen wie ein Schwamm – und das leider ganz zu meinem Nachteil.
Damals habe ich mir erstmals eine Ausgabe der Zeitschrift „Holzwerken“ gekauft, um den dort beschriebenen Frästisch nachzubauen. Und genau das habe ich dann auch getan – mit den empfohlenen Teilen aus den angegebenen Bezugsquellen.
Damals spielten Kosten für mich keine Rolle; es ging mir nur darum, den Frästisch genau so zu bauen, wie es beschrieben war.
Ernüchterung nach dem Bau
Und dann stand er da: mein neuer Frästisch. Zu Anfang noch mit einem Wagenheber als Einstellmöglichkeit für die Oberfräse.
Doch schnell stellte sich heraus: Der Frästisch brachte nicht die erhoffte Verbesserung der Arbeitsqualität. Fast sofort merkte ich, dass diese Konstruktion nicht nur sehr teuer war, sondern für wirklich anspruchsvolle Fräsarbeiten schlichtweg ungeeignet war – kurz gesagt: „Müll“.
Mein Ärger war groß. Nicht gegenüber der Fachzeitschrift, die die Anleitung veröffentlicht hatte – nein, ich ärgerte mich über mich selbst.
Festool CMS 2200
Dieses CMS 2200, wie auch das CMS TS 55, kaufte ich Anfang 2015 bei Festool.
Zum damaligen Zeitpunkt einer der wenigen Anbieter von solchen Frästischen.
Und? Natürlich auch die Festool OF 2200 um diese unterzubauen.
Zum damaligen Zeitpunkt war dieser kleine Frästisch wirklich gut. Trotz einiger fehlender Einstellmöglichkeiten.
Verbesserungen und wertvolle Tipps
Speziell für diesen Frästisch hatte ein Youtube-Beitrag einige wesentliche Verbesserungen gezeigt.
Von einem erweiterten Rahmen zur Befestigung eines anderen Fräsanschlags bis hin zu einem Plan für einen komplett neuen und deutlich besseren Fräsanschlag – all diese Ideen habe ich aufgegriffen und erfolgreich nachgebaut.
Erweiterungen für Festool CMS 2200
Das CMS hatte keine Halterungen an den Seiten und an der Front.
Das war auch mit dem Original-Fräsanschlag auch nicht notwendig, doch war man ohne an diesen Fräsanschlag gebunden.
So habe ich den Tisch mit einem solchen Spannrahmen erweitert und war nun in der Wahl eines anderen Fräsanschlages frei.
Hierzu habe ich Ahorn verarbeitet und bin überzeugt kein anderes Holz kann diese Aufgabe besser erfüllen.
Der Aufwand hält sich wirklich in Grenzen für das, was man anschließend alles machen kann.
Anschlag für den Frästisch bauen
Dieser neue Fräsanschlag hat keinen direkten Zusammenhang mit dem Festool CMS und kann somit auf jeden Frästisch aufgebaut werden.
Die Idee ist sehr einfach und die Komponenten für diesen Anschlag sehr gut gewählt.
Diesen Anschlag kann jeder Holzwerker selbst nachbauen. Einen Plan dafür, wie auch die Baubeschreibung sind hier zu finden.
An den Anschlag können viele Hilfsmittel schnell und einfach montiert werden.
Frästisch selber bauen
Hier habe ich mir mal die Mühe gemacht einen brauchbaren Frästisch zu konstruieren:
Grundlagen sind:
Hinzu kommen noch der Schutzschalter Notaus mit Wiederanlaufschutz, Einlegeplatte und natürlich die Oberfräse selbst.
Solche Art "Grundtisch" OHNE ALLES wird im Netz bei Online-Anbietern mit kleinem Rahmen ohne Rollen für Euro 400,00 angeboten.
Die richtige Tischplatte für den Frästisch
Es ist schon sehr abenteuerlich zu sehen, welche Tischplatten zu welchem Preis angeboten werden. Die billigste HPL-Multiplexplatte in 1200×800 mm kostet online bereits 349 Euro!
Allerdings ist die Öffnung für die Fräse schon vorgefertigt, sodass man gezwungen ist, auch die Einlegeplatte mit Liftfunktion für mindestens 405 Euro zu kaufen. Zum Vergleich: Eine große Siebdruckplatte kostet nur rund 25 Euro und ist völlig ausreichend.
Die C-Profile kosten nur Pfennige, und die Nut dafür zu fräsen sollte jeder beherrschen, der einen Frästisch bauen möchte. Wichtig ist vor allem: Die Platte muss glatt sein, damit das Holz gut darüber rutscht. Die offene Kante der Siebdruckplatte sieht zwar nicht schön aus, hält aber problemlos.
Vorsicht ist bei privaten Anbietern geboten: Viele ihrer Platten sind konstruktiv völliger Müll und bestehen nur aus beschichteter Spanplatte – ein völlig ungeeignetes Material für einen Frästisch oder andere Arbeitsplatten.
Einlegeplatte mit Lift
Eine brauchbare Einlegeplatte mit Ringen, ohne Liftfunktion, für die Befestigung einer Oberfräse im Frästisch wird bei deutschen Online-Händlern oft mit über 100 Euro angeboten – und das ohne Lift.
Beim Stöbern habe ich gerade wieder bei TEMU nachgeschaut: Dort gibt es Einlegeplatten aus Aluminium schon ab 19 Euro! Meiner Ansicht nach ist das eine besonders interessante Option.
Mit Lift kostet dort eine sehr gute Einlegeplatte knapp 105 Euro !!!
Sollten die Befestigungsbohrungen für die bereits vorhandene Oberfräse in der Aluminiumplatte nicht vorhanden sein, kann man diese einfach nachträglich einbohren.
Die Öffnung für die Einlegeplatte muss man selbst fräsen – das ist aber kein Hexenwerk. Man kann zunächst die große Fläche aussägen und anschließend den Rand sauber mit einer Oberfräse nacharbeiten.
Die richtige Oberfräse für den Frästisch
Meine damalige Entscheidung, eine Festool OF 2200 in den Frästisch einzubauen, war völlig überzogen – und der Grund dafür war simpel: Ich hatte einfach keine Ahnung.
Grundsätzlich sollte eine Oberfräse nicht unter 1000 W Leistung liegen – aber auch keine 2200 W wie meine damalige Wahl.
Warum? In der Regel werden Fräser mit 8 mm Schaftdurchmesser eingesetzt. Diese sind gängig, preislich attraktiv und für die meisten Arbeiten völlig ausreichend. Sicher kann man auch mit 12 mm Schaft fräsen – da reicht die Leistung einer normalen Oberfräse ebenfalls problemlos aus.
Oberfräse und Selbstbau: Meine Erfahrungen
Man sollte wirklich überlegen, einen „normalen“ Fräsmotor in den Frästisch einzubauen. Wer baut die Oberfräse schon ständig aus, um sie manuell einzusetzen? Ein Fräsmotor mit Einlegeplatte und Lift ist dagegen wesentlich preiswerter – so würde ich es heute machen. Allerdings muss man im Netz danach suchen.
Aber Achtung: Bitte keine billigen Oberfräsen bei TEMU oder Aliexpress kaufen! Ich habe das getestet: Eine OF für 30 Euro. Die Spannzange war nur 6,35 mm (1/4") groß, alles wirkte labbrig und wenig vertrauenswürdig. Ja, die OF lief – aber ich habe sie zurückgegeben.
Der größte Nachteil bei allen anderen Oberfräsen, die umgedreht in einen Frästisch eingebaut werden, ist die mangelhafte Absaugmöglichkeiten. Anders als bei der Festool OF 2200 in einem CMS von Festool. Dort habe ich 2 sehr gute Möglichkeiten der Absaugung. Das sollte man sich bewusst machen.
Ein Frästisch, wie ich ihn konstruiert habe, würde inklusive einer Bosch 1400 W Oberfräse im Selbstbau rund 550 Euro kosten. Ein vergleichbarer, fertig konfigurierter Frästisch in einem bekannten Online-Shop kostet hingegen 1.352,26 Euro – also ein Preisunterschied von rund 800 Euro!
Wenn Interesse besteht, baue ich euch einen gebrauchten Frästisch mit MDF-Platte für 800 Euro zur Selbstabholung. Einfach über den „Kontakt“ anfragen.
Aus meiner bisherigen Erfahrung: Sicher, eine richtige Tischfräse wäre schön – aber dafür reicht bei mir der Platz nicht. Preislich unterscheiden sich diese beiden Varianten unterm Strich kaum. Ein Holzwerker hat oft die finanziellen Mittel, die ein Tischler vielleicht anders investieren würde.
Als heutiger „Neuling“ würde ich auf jeden Fall wieder einen Frästisch selbst bauen. Das ist einfach, preiswert und flexibel. Wer dazu noch preiswerte und gute Fräser sucht, dem kann ich PRECISIONBITS.COM empfehlen. Dort sind die Preise etwa halb so hoch wie in deutschen Shops – trotz Versandkosten. Einziger Wermutstropfen: Es wird eine andere Spannzange mit 12,7 mm Aufnahme benötigt, die man allerdings für nur 47 Euro als Zubehör kaufen kann.
TEMU Diamant-Schleifsteine – Profi oder nur günstig?
TEMU Diamant-Schleifsteine – Profi oder nur günstig?
Heute sind die Schleifsteine eingetroffen. Nach 5 Tagen.
Natürlich habe ich die Steine sofort ausgepackt und ausprobiert.
Seit Jahren schärfe ich meine Beitel über "Stein"-Schleifsteine, die gewässert werden müssen. Das wäre ja nicht das Problem sondern vielmehr die Abnutzung der Steine und der damit verbundenen Verformung derer. Bei jedem Hub wird ein geringer Teil des Steines abgehobelt.
Dadurch entstehen Mulden im Schleifstein, die natürlich auch die Spitze des Beitels "verschleifen".
Sicher habe ich mich auch für die Diamant-Schleifsteine interessiert und versucht mich im Netz schlau zu machen. Etliche Videos und Werbung gibt es dazu.
Aber diese Steine sind sehr teuer. Zumal man ja mehrere benötigt.
In einem "Holzwerker"-Onlineshop wird eine "Side by side Diamant-Schärfstation" für sage und schreibe Euro 243,00 angeboten! Das würde ich nie kaufen wollen! Gibt es wirklich so große Unterschiede?
2 verschiedene Sets
Da diese Schleifsteine extrem preiswert sind, habe ich gleich 2 Sets bestellt.
Eines der Sets ist von der Arbeitsfläche wesentlich größer. Auch dachte ich, dass es 2 verschiedene Hersteller seien. Doch offenbar sind beide gleichen Ursprungs.
Wie auch immer...ran an die Arbeit.
Die Schleifsteine fühlen sich alle glatt an; keine wesentlich spürbaren Unterschiede. Bin ich vielleicht reingefallen?
Vor wenigen Tagen habe ich bereits meine Beitel nass geschärft. Mit dem Ergebnis war ich recht zufrieden. Na ja, ich habe auch lange dafür gebraucht...
Für das 5-teilige Set der kleinen Steine habe ich "satte" Euro 11,80 bezahlt. Für die 3 anderen großen Steine insgesamt Euro 24,00. Der Versand war kostenlos.
erster Schliff mit 240
Zuerst nahm ich den Stein mit 240er Körnung für den "alten" Beitel, der für allgemeine Zwecke genutzt wurde. Der war schon geschärft.
Nach wenigen Hüben kontrollierte ich die Fläche und war "von den Socken". Die geschliffene Fläche war blank und das ohne Wasser und mit wenigen Hüben! Keine schmutzigen Finger und schmieriges Wasser.
Breiter Beitel
Irgendwie konnte ich die Schnelligkeit des Schärfens nicht nachvollziehen.
So nahm ich den breitesten Beitel um das langsam nachzuvollziehen.
Breite Beitel und "Nassschärfen" passen nicht gut zusammen. Denn das Aushöhlen des Nass-Schleifsteines schrägt die Oberfläche und es kommen schiefe Ergebnisse heraus.
Dies kann man nun deutlich an der bereits angeschliffenen Fläche sehen. Ein Teil wurde vom Schleifstein noch nicht erreicht.
So habe ich den Beitel im Groben an dieser Fläche winklig bekommen und mit den weiteren feineren Steinen weiter geschliffen.
hervorragendes Ergebnis
Den bereits vorher auf Nasssteinen geschärften Beitel habe ich einfach mal auf MPX gehalten und wenig gedrückt. Schon hob sich ein Span ab. Dieses Ergebnis habe ich beim Nassschleifen nicht gehabt.
Dabei habe ich die großen Steine nicht einmal benutzt.
Mein Fazit zu Diamant-Schleifsteinen von TEMU
Jahrelang habe ich mich mit diesen Nass-Schleifverfahren herumgeschlagen.
Mit dem Kauf von Schleifsteinen bei Temu war ich schon mehr als zufrieden wegen des geringen Preises. Doch die Diamant-Schleifsteine übertreffen alle Erwartungen.
Auch wenn dieses Set nur für eine Schärfung aller Beitel halten würde, hätte sich der Kauf des Sets für weniger als Euro 12,00 schon gelohnt.
Hier zeige ich meine Schärfvorrichtung von Veritas. Damit bin ich zufrieden, doch der Preis ist für diese Teil einfach zu hoch.
Gerade habe ich ein Teil gefunden, welches einem des Preises wegen wohl die Schuhe auszieht: WOODPECKERS Schärfsystem für Schleifsteine.
Ganz ehrlich...wer kauft sowas?
Also...immer mal einen Blich auf TEMU werfen. (ich mache damit keine Werbung)
Vom stumpfen zum scharfen Stecheisen – so geht’s
Vom stumpfen zum scharfen Stecheisen – so geht’s
Heute Vormittag habe ich mir die Zeit genommen zum Stecheisen schärfen.
Der Schärfdienst macht das nicht, weil es sehr zeitaufwändig und darum sehr teuer ist.
Vor langer Zeit hatte ich mir die Vorrichtung von VERITAS in einem heute sehr teuren Online-Shop gekauft. Es gab noch kein TEMU. Für dieses Teil hatte ich EURO 80,00 bezahlen müssen.
Was macht das Teil? Es hält den Beitel in einem festgelegten Winkel zum Schärfen mithilfe einer Rolle.
Die meisten Beitel haben einen einheitlichen Winkel zu Schärfen und so muss man nicht unbedingt eine Universalgerät haben. Manche Profis können das sogar "freihändig".
Also habe ich den schlimmsten Beitel als erstes in Arbeit genommen. Damit habe ich meist die Farbdosen geöffnet oder als Hebel für andere Dinge eingesetzt.
Eine "Reoovierung" war also nötig.
Vorher - Nachher
Diesen alten Beitel habe ich zunächst durch Schleifen entrostet.
Zuerst auf einem groben Stein wieder in Form gebracht und anschliessend die Kette der Körnung 400, 1000, 3000, 10000 durchlaufen.
Und das auf Schleifsteinen von TEMU für Euro 12,00 alle zusammen!!!
Die "deutschen" Steine, die ich im teuren Online-Shop damals kaufte, kosteten Eruo 60,00 das Stück!
Trocken oder nass?
Früher gab es nur NASS. Mit nass meine ich Schleifsteine, die vorher gewässert werden müssen und beim Schärfen auch immer wieder mit Wasser benetzt werden sollen.
Das Ergebnis war immer gut solange es neue Steine waren. Bei Steinen, die mehrmals benutzt worden sind, "biegt" sich die Oberfläche wegen des Abriebes.
Hierzu gibt es zwar Abziehsteine, doch richtig plan wird die Oberfläche doch nicht.
Diamantscheiben
Ja, das Schärfen auf den "Nass-Steinen" nervt.
Und auch die erklärbaren Unebenheiten in den Schleifsteinen. Das erschwert das Schleifen sehr.
Deshalb habe ich nun Diamant-Schleifsteine bei TEMU bestellt. Bei dem kleinen Preis gleich mehrere.
Sobald diese eintreffen, werde ich diesen Beitrag mit den Erfahrungen erweitern. Dabei bin ich aber überzeugt, dass die Diamantblätter besser sein werden.
Ist die Festool KS 120 jeden Euro wert? Test & Ergebnis!
Ist die Festool KS 120 jeden Euro wert? Test & Ergebnis!
Früher war ich tatsächlich ein leidenschaftlicher "Festool-Junkie".
Alle anderen Marken erschienen mir "minderwertig" und nicht zufriedenstellend. Diese Einstellung hat sich jedoch drastisch gewandelt. Warum? Nun, die damalige Preispolitik von Festool, die einen Preisabsprache mit den Händlern zur Folge hatte, wurde gerichtlich bestraft. Infolgedessen kam es zu einem spürbaren Preisverfall.
Doch auch ich wurde durch diese Absprachen betroffen; mit hohen Preisen. Wiedergutmachung habe ich hingegen keinen Cent erhalten.
Trotz allem stellt Festool nach wie vor exzellente Elektrowerkzeuge her. So entschloss ich mich, die Kappsäge ein zweites Mal zu erwerben. Denn damals war die Konkurrenz, wie BOSCH oder MAKITA, in puncto Qualität noch meilenweit entfernt. Heute hat sich das jedoch grundlegend gewandelt, und ich würde wohl nicht mehr sofort auf Festool zurückgreifen.
Zunächst einmal gibt es jedoch die bestimmten Merkmale, mit denen man als "Bediener" klarkommen muss.
Erwartungen an eine Kappsäge
Meine erste Kappsäge war eine von Metabo aus dem Jahr 2011. Mit ihr konnte man nicht nur Holz ablängen, sondern auch Schrägen schneiden. Über Gehrungen möchte ich an dieser Stelle nicht sprechen. Die Absaugung bestand aus einem Säckchen, das in der Praxis nie voll wurde, da der Großteil der Späne überhaupt nicht aufgefangen wurde. Nach dem Gebrauch habe ich das Teil schnell wieder verkauft. So fand ich den Weg zu Festool und zu dieser Kappsäge.
Bei meinem Holzhändler, der früher Fachhändler für FESTOOL war, sah ich diese Kappsäge und bat um eine Vorführung. Für mich war die Effizienz der Absaugung von großer Bedeutung. Zum damaligen Zeitpunkt war diese Kappsäge in dieser Hinsicht klar die Beste. Und ja, man kann sie hervorragend für Gehrungen nutzen, und die Absaugung ist im Vergleich zu den meisten anderen Kappsägen noch gut. Nur die exakten Einstellungen erfordern leider viel Aufwand.
Ich wünsche mir eine Kappsäge, die präzise arbeitet, in allen Winkeln stabil ist und eine gute An- und Auflage bietet. Dabei ist der Laser zwar ein nettes Feature, aber nicht unbedingt erforderlich.
Einstellmöglichkeiten KS 120
Bei Lieferung oder erstem Gebrauch dieser Kappsäge sollte man die Einstellungen überprüfen.
Natürlich bin ich auch davon ausgegangen, dass die Maschine vom Werk optimal eingestellt worden ist. Das ist meine zweite gleiche Kappsäge. Und ich kann bestätigen: die Werkseinstellung ist nicht korrekt gewesen.
Sei es der Rechtwinklige Schnitt oder auch die Schränkung des Sägeblattes.
Das wird vielleicht auch bei anderen Marken-Kappsägen so sein. Aber nicht der schwere Weg für die jeweiligen Justierungen.
Grundsätzlich macht die Festool Kappsäge nun die richtigen Schnitte. Doch zu welchem Preis? Zurzeit wird diese Kappsäge bei Festool mit Euro 2.005,90 angeboten !!!
Bei einem Sägeblattwechsel von einem dünneren zu einem dickeren Sägeblatt, passt der Laser nicht mehr. Natürlich auch umgekehrt.
Versucht mal den Laser dann richtig einzustellen. Irgendwie witzig, wie man die Schrauben in welcher Reihenfolge in welche Richtung drehen muss. Heute verlasse ich mich nicht mehr auf den Laser und setze manuell am Riss an.
Gehrungsschnitte vertikal
Schön ist die Möglichkeit der "Schifterschnitte" mit der Festool Kappsäge. Nur ein einziges mal habe ich diese Möglichkeit nutzen müssen. Aber das kann fast jede andere Kappsäge auch.
ABER! Wenn ich eine 45 Grad vertikalen Schnitt machen möchte, muss ich tatsächlich Werkzeug benutzen.
Zunächst muss nämlich eine Backe, die auf der Seite an der die Kappsäge gedreht werden muss, abgenommen werden. Um diese Backe abnehmen zu können, muss zunächst die Sicherungsschraube ausgedreht werden. Wenn das auf einer Baustelle und nicht in einer Werkstatt gemacht werden muss, wäre ich mir sicher, dass diese Sicherungsschraube weg ist. Außerdem muss ein passender Inbusschlüssel zur Hand sein.
Die Skala für diese Schnitte ist sehr deutlich und klar. Aber OHNE Raster! Eine korrekte Einstellung wird deshalb schwierig. Wer sich auf genaue Schnitte nach Skala verlässt, muss schon Glück haben. Machmessen bei sehr genauen Winkeln ist obligatorisch.
Gehrungsschnitte vertikal
Schön ist die Möglichkeit der "Schifterschnitte" mit der Festool Kappsäge. Nur ein einziges mal habe ich diese Möglichkeit nutzen müssen. Aber das kann fast jede andere Kappsäge auch.
ABER! Wenn ich eine 45 Grad vertikalen Schnitt machen möchte, muss ich tatsächlich Werkzeug benutzen.
Zunächst muss nämlich eine Backe, die auf der Seite an der die Kappsäge gedreht werden muss, abgenommen werden. Um diese Backe abnehmen zu können, muss zunächst die Sicherungsschraube ausgedreht werden. Wenn das auf einer Baustelle und nicht in einer Werkstatt gemacht werden muss, wäre ich mir sicher, dass diese Sicherungsschraube weg ist. Außerdem muss ein passender Inbusschlüssel zur Hand sein.
Die Skala für diese Schnitte ist sehr deutlich und klar. Aber OHNE Raster! Eine korrekte Einstellung wird deshalb schwierig. Wer sich auf genaue Schnitte nach Skala verlässt, muss schon Glück haben. Machmessen bei sehr genauen Winkeln ist obligatorisch.
Absaugung
Das war für mich damals das wichtigste Argument des Verkäufers. Die Absaugung.
Und ja, es stimmte. Die Absaugung war im Vergleich zu anderen Kappsägen die Beste.
Doch die Zeiten haben sich geändert und andere Hersteller schlafen auch nicht an der Wand.
Bei einem Sägevorgang hat sich die hintere Absaugkappe gelöst und wurde vom Sägeblatt so unglücklich in das Gehäuse gezogen, dass ich es selbst nicht mehr entfernen konnte.
Die Säge wurde zu Festool eingeschickt. Die Reparatur wurde sehr schnell durchgeführt und war sehr preiswert. Also muss auch vor jedem Vorgang der Sitz der Absaugkappe kontrolliert werden.
Aus heutiger Sicht finde ich die Absaugung akzeptabel, aber nicht wirklich gut.
Die erste Kappsäge unterschied sich zur Neuen nur wegen der beidseitig ausziehbaren Stützen. Diese können ca. 15cm ausgezogen werden.
Absaugungstutzen oben
Na ja, irgendwo muss ja der Sauger die Späne abziehen. In diesem Fall oben.
Mein Saugschlauch hat einen Bluetooth-Schalter. Übrigens eine wirkliche Innovation von Festool, die ich nicht missen möchte. Doch dieser Schalter wird je nach Winkel des Absaugstutzens beim Sägen "betätigt". Entweder AUS beim Sägen oder EIN beim Abschluss. Damit kann man aber gut leben.
Höhensperre
Diese "Höhensperre" verhindert ein Eintauchen des Sägeblattes ganz nach unten.
Damit kann man sehr gut Holz ausklinken. Einfach viele Schnitte nebeneinander und schon hat man ein gutes Ergebnis.
Nur ist dieser Bereich sehr begrenzt. Bei meinem letzten Projekt, in dem ich 100er Balken 50mm ausklinken wollte, war diese Säge nicht brauchbar. Denn so hoch (50mm) kann man diese Vorrichtung nicht einstellen.
Außerdem muss man immer eine Vorlage hinten anlegen, da der Schnitt nicht durchgeht. Eine sehr lästige Arbeit.
Sägeblattwechsel
Der Wechsel des Sägeblattes ist einfach.
Dazu wird die Säge nach oben gestellt und der Grüne Knopf gedreht. Damit sperrt das Sägeblatt.
Die Feststellschraube GEGEN den Uhrzeigersinn öffnen, Sägeblatt wechseln und den grünen Knopf zurück drehen. Fertig!
Doch das können nun alle Kappsägen und sind dabei erheblich preisgünstiger.
Feststellhebel
Der Feststellhebel (links im Bild) ist sehr nützlich. Leider wird nur EINER mitgeliefert. Ein Zweiter ist sehr teuer! In übrigen kann man bei einem Schrägschnitt diesen Feststellhebel auf der liegenden Seite NICHT benutzen. Was für ein Unsinn. Bei anderen Sägen sind die Halter beidseits vorhanden.
Unten im linken Bild ist die im Lieferumfang enthaltene Schmiege zu sehen.
Mein Fazit
Die Kappsäge ist technisch ok. Nicht gut.
Warum habe ich diese Säge ein zweites mal gekauft? Weil damals keine bessere gab und ich auch noch Festool-Junkie war.
Heute würde ich diese Kappsäge nicht mehr kaufen.
Festool hat seit mehr als 15 Jahren keine wesentlichen Features an der Kappsäge eingeführt oder positiv verändert. Wenn man von den seitlichen Stützen absieht. Ist das Arroganz, Unwilligkeit oder hat man bei Festool die Weiterentwicklung verschlafen??
Es gibt ein Video von Jonas Winkler über den "Test" einer Makita-Kappsäge, welche mich beeindruckt hat. Nicht Jonas selbst sondern die Säge. Übrigens sehe ich mir seinen Kanal aufgrund der langen Werbeeinlagen nur hin und wieder an.
Diese Makita kostet WESENTLICH weniger und ist besser als die von Festool. Das wird auch meine nächste Kappsäge werden.
Vielleicht noch ein Wort zu den FESTOOL-Sägeblättern. Die Preise, die FESTOOL dafür aufruft sind einfach nur exorbitant! Ich kann jeden beruhigen, denn alle anderen angebotenen Sägeblätter passen in diese Kappsäge. Natürlich müssen diese die gleiche Größe haben. Ich kann nur aus Erfahrung sagen, dass andere Sägeblätter genau so gut sägen wie die von Festool. Beispiel: Sägeblatt Festool Euro 296,00 und eines von BAUBECk für Euro 57,00 !!!
Da ich kein Fachmann bin, kann ich nur meinen Eindruck als Hobby-Holzwerker wiedergeben. Die aktuelle Kappsäge erfüllt meine Anforderungen, weil ich die Fehler und Nachteile der Kappsäge kenne und mich so auf Probleme vor und nach dem Sägen einstellen kann.
Aber ich würde nie wieder so viel Geld für diese Maschine bezahlen!!!!

















































