KREG® Frässchablone zur Eckengestaltung – unbrauchbar?

KREG® Frässchablone zur Eckengestaltung - unbrauchbar?
Vor einigen Monaten hatte ich im Sautershop die KREG® Frässchablone zur Eckengestaltung bestellt.
KREG® Frässchablone zur Eckengestaltung
Erst nach einigen Wochen habe ich versucht, mit dem Set Rundungen zu fräsen – und leider war das Produkt eine Enttäuschung.
Die Schablone sollte meine selbstgebaute Lösung ersetzen und mir eine größere Auswahl an Radien bieten. Vielleicht bin ich etwas pingelig, aber die Kreg-Schablone passt überhaupt nicht sauber auf das Werkstück. Die Schenkel schließen nicht im rechten Winkel mit der Holzkante ab, und eine Feineinstellung ist nicht möglich. Damit sind die Radienschablonen für präzises Arbeiten praktisch unbrauchbar.
Für diesen Frässchablonensatz habe ich damals 55,85 Euro inklusive Versand bezahlt. Aus heutiger Sicht war das rausgeworfenes Geld.

nicht Rechtwinklig
Mir erschließt sich nicht der Sinn eine Eckenschablone nicht Rechtwinklig herzustellen.

Hier habe ich die KREG-Frässchablone korrekt an der Buche ausgerichtet und von unten fotografiert. Deutlich ist der Überstand der Schablone zu erkennen – so lässt sich keine saubere, präzise Rundung ins Holz fräsen.
Leider habe ich das erst spät getestet und konnte die Schablone nicht mehr zurückgeben. Ein Totalverlust des Kaufpreises – so etwas kommt mir nicht noch einmal vor.
Kontakt zu Kreg-Tools aufgenommen
Aufgrund der Mängel an den KREG-Schablonen habe ich Kontakt mit Kreg-tools aufgenommen und dort das Problem geschildert.
Die Antwort, weitergeleitet aus den USA, ist:
"Es gibt jedoch auch konstruktive Aspekte, die hier berücksichtigt werden müssen. Die Schablonen werden ohne Werkzeug aufgesetzt. Wenn Sie nun die Oberfräse ansetzen und versehentlich die Kante am Anfang ankratzen, besteht die Gefahr, dass die Kontur sich im Raum verfängt und beschädigt wird. Dieses Risiko des ‚Ankratzens‘ wird durch die von uns verwendete spezielle Form jedoch minimiert. Vielleicht kennen Sie die Aluprofile, die häufig in Videos zu sehen sind – diese weisen oft Macken oder Kratzer auf. Auch wenn der Bündigfräser und das Kugellager parallel laufen, führen leichte, wackelige Bewegungen dennoch dazu, dass Sie ungewollt die Kontur berühren".
Was heißt das? Die Schablonen sind bewusst nicht korrekt!

TEMU Frässchablone für Ecken
Beim Stöbern auf TEMU bin ich auf eine namenlose Frässchablone aus Aluminium gestoßen. Der Preis lag damals bei 9,69 Euro – fast 50 Euro günstiger als die KREG-Schablone im Sautershop.
Heute habe ich die Ware erhalten. Die Lieferzeit betrug 10 Tage. Hat sich das gelohnt? Dieser enorme Preisunterschied hat mich zunächst sprachlos gemacht. Kann das wirklich gute Qualität sein?
Ich habe die Schablone mit diesem geringen Preisrisiko bestellt – Radien 30, 35, 40 und 50 mm. Jetzt liegt sie in meiner Hand: die Qualität ist top. Getestet an den Ecken eines Stückes Buche passt die Schablone absolut genau und lässt sich problemlos fixieren. Einzig die Anschläge müssen gelöst und entfernt werden, damit die Fräse beim Arbeiten nicht behindert wird.
Werkzeugpreise im Wandel – warum wird alles teurer?
Viele Jahre habe ich meine Werkzeuge günstig in Deutschland gekauft. In den letzten zwei Jahren haben sich die Preise jedoch nahezu verdoppelt. Warum eigentlich? Die Mehrwertsteuer wurde (bisher) nicht erhöht, der Bedarf scheint stabil – und trotzdem steigen die Preise kontinuierlich.
Man fragt sich zwangsläufig, welche Faktoren hier tatsächlich eine Rolle spielen. Sind es gestiegene Energie- und Transportkosten? Höhere Produktionspreise? Oder werden wirtschaftliche Unsicherheiten stärker kommuniziert, als sie es objektiv sind?
Sicher kann es nicht an der aus meiner Sicht unsinnigen CO2-Steuer liegen.
Unabhängig von den Ursachen hat sich mein Kaufverhalten verändert. Bei Neuanschaffungen für mein Hobby prüfe ich inzwischen zuerst, ob ein vergleichbares Produkt auch international erhältlich ist – schlicht aus Preis-Leistungs-Gründen.
Gerade im Bereich Holzbearbeitung und Werkzeuge lohnt sich heute ein genauer Vergleich mehr denn je.
Dübelfräsen in der Werkstatt – meine ehrliche Erfahrung
Dübelfräsen in der Werkstatt – meine ehrliche Erfahrung
Meine ersten Holzverbindungen habe ich entweder genagelt, geschraubt oder mittels einfacher Metallwinkel verbunden. Es sah zwar schrecklich aus, aber irgendwie hielt es.
Dann kam die Festool DF 500 in meine Werkstatt – ein Gerät, mit dem ich wirklich gern gearbeitet habe. Auch heute nutze ich sie noch in ausgewählten Anwendungen.
Später kaufte ich die Lamello Zeta P-2 und war mehr als begeistert. Die Verbindungen ließen sich einfach herstellen und das System ist vergleichsweise preiswert.
Einmal „Blut geleckt“, dachte ich: Warum nicht noch die Mafell DDF 40? – Tja… was für ein Reinfall. Mehr als 1.000 Euro in den Sand gesetzt.
Aber die Frage bleibt: Bringen solche Dübelfräsen – ob Lamello, Festool oder Mafell – im Außenbereich wirklich den erhofften Erfolg?
Welche Dübel soll ich wählen?
Grundsätzlich erfüllen alle Dübel denselben Zweck: Sie verbinden zwei Holzteile miteinander und werden verleimt.
Die Dominos der Festool DF 500 oder DF 700 sind breit und in verschiedenen Längen erhältlich. Sie werden in gefräste Schlitze eingesetzt und sorgen für eine sehr stabile Holzverbindung.
Lamellos sind breit, aber flach und in unterschiedlichen Höhen verfügbar. Sie sind weniger für Zugkräfte, sondern eher für Scherkräfte gedacht. Trotz ihres geringen Preises arbeiten sie erstaunlich präzise.
Dann gibt es noch die Mafell DDF 40, die gleichzeitig zwei Bohrungen für Runddübel herstellt. Auch diese Verbindung ist eher auf Scherkräfte ausgelegt. Runddübel lassen sich grundsätzlich auch mit einem Akkuschrauber und passendem Bohrer setzen.
Doch bleibt die entscheidende Frage:
Eignen sich solche Dübelverbindungen überhaupt für den Außenbereich?
Sipo-Dominos im Außenbereich
Eine Domino-Verbindung mit SIPO-Dübeln und D4-Verleimung hält man im Außenbereich zunächst für absolut sicher und dauerhaft.
Genau das dachte ich auch — und habe die Verbindungen entsprechend sorgfältig ausgeführt. Der Lärchenrahmen ist heute knapp vier Jahre alt.
Da ich damals keine optimale Farbe verwendet hatte, wollte ich ihm einen neuen Anstrich gönnen. Die Pflanzkästen selbst sind zwar durch die Sonne ausgeblichen, zeigen aber keinerlei strukturelle Schäden.
Der Rahmen hingegen ist Schrott.
Und das liegt nicht am Material, sondern an mir: Ich war schlicht zu faul und zu nachlässig.
konstruktiver Holzschutz
Es gibt viele Möglichkeiten, Holz zu schützen.
Aber wovor eigentlich? Wenn alles sauber verleimt, grundiert und lackiert ist — was soll dann noch passieren?
So habe ich früher auch gedacht. Ich war überzeugt, dass SIPO-Dominos im Außenbereich eine dauerhaft sichere Verbindung darstellen.
Tatsächlich sind die Dominos die einzigen „Überlebenden“ dieser Konstruktion. Der Rest wurde schlicht vom Wetter zerstört. Wasser und Temperaturschwankungen sind der größte Feind jeder Holzverbindung. Holz arbeitet: Es quillt bei Feuchtigkeit auf und zieht sich bei Kälte und Trockenheit wieder zusammen. Diese ständigen Bewegungen erzeugen Spannungen in der Verbindung.
Die Dübel selbst halten lange durch — aber nicht ewig. Mit der Zeit entstehen feine Spalten. Dringt Wasser ein und gefriert, wirken enorme Kräfte. Jeder Frostzyklus vergrößert die Risse weiter, bis die Verbindung schließlich versagt.
zimmermannsmäßige Verbindungen
Früher wurden Hölzer ohne die heutigen Maschinen hergestellt – durch klassische zimmermannsmäßige Verbindungen wie Versätze, Zapfen, Überblattungen oder Holznagelverbindungen. Klingt kompliziert, oder? Ja und nein.
Ich hatte bisher gern auf diese traditionellen Techniken verzichtet und versucht, den Aufwand durch den Einsatz teurer Maschinen zu minimieren. Dabei habe ich mich selbst ein wenig getäuscht – und insgeheim auch gewusst –, dass Dübelverbindungen im Außenbereich nicht dauerhaft halten können.
Nun habe ich in diesen „sauren Apfel“ gebissen: Ich habe zunächst zwei neue Rahmen gebaut, diesmal mit echter Überblattung – ganz ohne Einsatz irgendeiner Dübelfräse.
Überblatten
Im Grunde ist eine Überblattung einfach: An den Enden der jeweiligen Verbindung wird jeweils die halbe Materialstärke entfernt, anschließend werden die Teile verleimt. Die Frage ist nur: Wie stellt man das sauber her?
In vielen Videos wird dafür eine Japansäge verwendet oder es wird senkrecht auf der Tischsäge gearbeitet. Das kam für mich nicht infrage. Wozu habe ich schließlich meine Festool KS 120, wenn ich sie so einstellen kann, dass sie nur einen bestimmten Bereich einsägt?
Ganz exakt ist diese Methode zwar nicht. Deshalb habe ich bewusst etwa 1 mm „zu hoch“ gesägt und mich dann an die endgültige Passung herangearbeitet. Entscheidend ist eine stabile Anschlagvorlage hinter dem Werkstück – nur so lässt sich die Fläche sauber und gerade aussägen.
Oberflächen glätten
Den noch fehlenden Ausgleich auf gleiche Dicke habe ich mit der Oberfräse hergestellt. Das Hauptmaterial war ja bereits mit der Kappsäge entfernt, sodass nur noch sehr wenig nachgefräst werden musste.
Als Hilfsmittel kam die MFS 400 zum Einsatz. Sie diente lediglich dazu, den Fräsbereich sauber zu begrenzen. In der OF 1010 habe ich einen Kopierring montiert und mit einem Fräser mit Kopfschneiden den Boden plan ausgefräst.
Natürlich hätte ich die komplette Ausarbeitung direkt mit der Oberfräse machen können. Dann hätte ich jedoch ständig die Frästiefe neu einstellen müssen, um mich schrittweise an das Zielmaß heranzuarbeiten. Auf diese Weise war es deutlich einfacher.
Die kleinen Materialreste in den Ecken habe ich anschließend sauber mit dem Stemmeisen entfernt.
Überblattung fertig
Damit ist die Überblattung fertig.
Und was war daran eigentlich so schwer?
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Ausschnitte sägen
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Schnittflächen säubern und ausgleichen
Mehr ist es im Grunde nicht.
Wer allerdings keine vernünftige Absaugung hat, wird anschließend die komplette Werkstatt voller Sägespäne vorfinden. Eine Verbindung mit Dübeln würde diesen Aufwand vollständig vermeiden.
Ein weiterer Nachteil der Überblattung ist der höhere Materialverbrauch. Die Hölzer müssen um die Breite der Verbindung länger eingeplant werden, was sich bei größeren Projekten durchaus bemerkbar macht.
Trotzdem: Die Stabilität einer sauber gearbeiteten Überblattung ist überzeugend — und mit Maschinen wie denen von Festool lässt sich diese Arbeit kontrolliert und reproduzierbar ausführen.
mit Runddübeln sichern
Zum Schluss habe ich die Überblattungen jeweils noch mit zwei 8-mm-Runddübeln gesichert.
Dafür braucht man keinen Bohrständer – die Löcher lassen sich problemlos mit einem Akkuschrauber bohren. Selbst wenn die Bohrung nicht exakt senkrecht ist, hält der Runddübel zuverlässig.
Die überstehenden Enden werden anschließend mit der Japansäge bündig abgeschnitten und bei Bedarf mit dem Beitel sauber nachgearbeitet.
Nach der Endlackierung sollten diese Stellen praktisch unsichtbar sein.
Fazit
Bei der Entscheidung, Dübelverbindungen im Außenbereich einzusetzen, spielt die Holzart letztlich keine entscheidende Rolle. Sobald eine Verbindung dauerhaft Wasser ausgesetzt ist, wird sie auf lange Sicht nicht zuverlässig halten.
Zukünftig werde ich im Außenbereich ausschließlich zimmermannsmäßige Holzverbindungen einsetzen. Alles andere ist für mich ein Kompromiss mit begrenzter Lebensdauer. Die angeblich „wetter- und wasserfesten“ SIPO-Dominos sind daher aus meiner Sicht eher Augenwischerei. Ohne direkten Wasserkontakt hingegen kann man problemlos auch Buche-Dominos verwenden.
Für den Innenausbau – und ganz besonders im Möbelbau – sind die Dübelfräsen von Festool und Lamello dagegen schlicht hervorragend. Dort spielen sie ihre Stärken voll aus: präzise, schnell und absolut praxisgerecht.
Der horizontale Frästisch im Realitätscheck
Der horizontale Frästisch im Realitätscheck
Im Jahr 2014 war ich sehr daran interessiert, im handwerklichen Bereich besser zu werden. Ich kaufte nicht nur die vermeintlich besten Werkzeuge, sondern sog auch jede Information rund ums Holzwerken auf wie ein Schwamm – ohne zu ahnen, dass ich dabei oft einfach nur auf Werbung hereingefallen war.
So habe ich auch diesen horizontalen Frästisch nachgebaut, der damals als „sehr gut“ angepriesen wurde. Natürlich verbessert ein solcher Frästisch nicht automatisch die eigenen handwerklichen Fähigkeiten. Doch zu dieser Zeit glaubte ich noch daran.
Die Pläne dazu sind noch immer im Netz zu finden, und ich bin mir sicher, dass es heute vielen Holzwerkern ähnlich geht wie mir damals.
Ich beschreibe hier lediglich meine persönlichen Erfahrungen und möchte damit niemanden kritisieren.
Bau des horizontalen Frästisches
Diesen horizontalen Frästisch habe ich nach den Bauplänen einer „Fachzeitschrift“ nachgebaut – mit allen beschriebenen Teilen, die ich auch bei den genannten Anbietern gekauft habe. Vermutlich war genau das der Sinn des Ganzen.
Der einzige Unterschied bei meiner Version ist die eingebaute Oberfräse mit Lift, die ein bequemeres Einstellen der Frästiefe ermöglicht.
Der Bau selbst ist auch für Anfänger recht einfach. Die entscheidende Frage ist jedoch: Was kann man mit einem solchen horizontalen Frästisch eigentlich besser machen?
Im Grunde nichts. Der einzige Unterschied ist die horizontale Lage des Fräsers. Alle Arbeiten – wirklich alle – lassen sich ebenso auf einem normalen Frästisch durchführen.
Sinn oder Unsinn?
Das liegt letztlich im Auge des Betrachters.
Es mag sein, dass jemand in einem horizontalen Frästisch eine bessere Möglichkeit sieht, seine Projekte umzusetzen. Mir fällt jedoch kein konkreter Vorteil ein. Für schräge Fräsungen gibt es passende Halterungen und Vorrichtungen.
Nachdem ich festgestellt hatte, dass mir dieser Frästisch keinen echten Nutzen bringt, habe ich ihn wieder zerlegt. Die Oberfräse war ohnehin fest verbaut, und der teure Festool-Lift lässt sich an anderer Stelle sinnvoller einsetzen.
Der wirkliche Vorteil dieses Projekts lag in der handwerklichen Übung beim Bau des Tisches – also doch nicht nur Nachteile.
wo kann man "Fräsen" lernen?
2010 hatte ich zum ersten Mal eine Oberfräse in der Hand und wusste überhaupt nicht, wie ich damit umgehen sollte. Welche brauche ich? Wie stelle ich sie richtig ein? Welche Fräser sind notwendig? Und wie hält man eine Oberfräse überhaupt? Fragen über Fragen.
Die meisten Antworten ergeben sich jedoch ganz einfach durch die praktische Arbeit.
Im übrigen kann man nur durch praktische Anwendung lernen mit einer Oberfräse umzugehen. Online ist so etwas nicht möglich.
theoretische Ausbildung zum Schreiner / Tischler
Das habe ich tatsächlich versucht.
Da ich meine Zeit frei einteilen kann und entsprechend flexibel bin, hatte ich mich entschlossen, die Berufsschule für Tischler bzw. Schreiner zu besuchen, um als Außenstehender am Unterricht teilzunehmen. Gesagt, getan.
Ich schrieb die Schulleitung der Berufsschule in Kleve an und trug meine Bitte vor. Ich dachte: Was sollte daran problematisch sein? Allzu viele „Freiwillige“, die am Unterricht teilnehmen wollen, wird es wohl nicht geben.
Sowohl der Schulleiter als auch der Direktor der Handwerkskammer antworteten freundlich, aber eindeutig: Ohne Ausbildungsvertrag mit einem Meisterbetrieb sei eine Teilnahme nicht möglich. Zudem gäbe es versicherungsrechtliche Probleme – sollte ich in der Schule stürzen, wäre ich nicht abgesichert.
Ein Bekannter ist selbstständiger Tischler, und über ihn hätte ich eine „Ausbildung auf dem Papier“ bekommen können. Doch sollte ich dafür auch noch sämtliche Sozialabgaben selbst tragen?
Es ist schon erstaunlich, welche bürokratischen Hürden dem Handwerk in Deutschland auferlegt werden.
Beste preiswerte Fräser aus den USA – Tipps & Bezugsquellen
Beste preiswerte Fräser aus den USA – Tipps & Bezugsquellen
Fräser ohne Wechselschneiden sind irgendwann verbraucht und müssen ersetzt werden.
Das Angebot an hochwertigen Fräsern in Deutschland ist groß – allerdings auch entsprechend teuer. Ein „normaler“ Fräser ist in den gängigen Online-Shops kaum unter 40 € zu bekommen. Für spezielle Fräser, etwa Konterprofilfräser, werden nicht selten deutlich über 100 € fällig.
Vor einigen Jahren habe ich im Netz einen Anbieter in den USA mit sehr guten Konditionen gefunden.
Der einzige Nachteil ist der nicht metrische Schaftdurchmesser. Das stellt jedoch kein echtes Problem dar, da es für nahezu alle Marken-Oberfräsen passende Spannzangen gibt.
gibt es bestimmte Qualitätsunterschiede?
Meinen ersten Fräsgang überhaupt habe ich mit einem HSS-Fräser in einer beschichteten Spanplatte versucht – und blieb nach wenigen Zentimetern mit einem verbrannten Fräser stehen. Ich beschwerte mich daraufhin bei ENT. ENT schickte mir einen neuen Fräser mit dem Hinweis, dass HSS in Spanplatte keine gute Idee sei. Das machte mich hellhörig, und ich informierte mich im Netz über die Materialunterschiede.
Seitdem benutze ich ausschließlich Fräser aus Hartmetall oder mit Hartmetallschneiden, auch wenn HSS bei weichem Holz durchaus Vorteile hat.
Alle bei PRECISIONBITS.COM angebotenen Fräser sind ebenfalls Hartmetallfräser. Bei uns lautet die Bezeichnung HW oder HM, in den USA entsprechend CARBIDE bzw. Carbide Tipped.
es gibt auch metrische Fräser
In den wenigsten Fällen muss man zwingend einen metrischen Fräser verwenden. Vielleicht ist das beim Kopierfräsen wichtig – doch auch dort lassen sich die Maße entsprechend anpassen.
Einige wichtige Fräser werden von PRECISIONBITS.COM zwar auch im metrischen Maß angeboten, allerdings nur in begrenzter Auswahl.
Aber ist es wirklich entscheidend, ob ich einen Abrundfräser mit einem Radius von 4,8 mm oder 5 mm einsetze? Nein.
Selbst bei einer Nut mit einer Breite von 15 mm werde ich mit der Oberfräse kaum exakt einen 15-mm-Fräser verwenden.
Einzelne Preise werde ich hier nicht vergleichen. Aber ich kann bestätigen, dass die Preise durchschnittlich um die Hälfte kleiner sind als bei deutschen Anbietern.
12,7 mm (1/2") Spannzange
Wie bereits erwähnt, ist der einzige Nachteil die Größe der Spannzange.
Bei Precisionbits.com habe ich auch Fräser mit 6,35 mm Schaftdurchmesser gefunden – passend für sehr kleine Oberfräsen.
Bei Fräsern mit einem Schaftdurchmesser von 12,7 mm muss allerdings eine neue 1/2"-Spannzange gekauft werden. Das ist zwar eine zusätzliche Investition, stellt aber kein echtes Problem dar. Solche Spannzangen bieten alle Markenhersteller für ihre Oberfräsen als Ersatzteil an, da diese Maschinen auch auf dem US-Markt verkauft werden.
Lieferung nach Deutschland
Bis vor kurzer Zeit lieferte PRECISIONBITS.COM nicht mehr nach Europa. Offenbar lag das an ungeklärten Zollfragen zwischen den USA und der EU, speziell für Deutschland.
Auf meine Nachfrage hin wurde der Versand wieder freigegeben, und meine Bestellung kam sehr schnell an. Der Luftversand dauert nur wenige Tage und ist erstaunlich preisgünstig.
Ich kann jedem Interessierten nur empfehlen, vor dem Kauf teurer – und oft identischer – Fräser in Deutschland einen Blick auf PRECISIONBITS.COM zu werfen.
Präzise Ecken fräsen – 3D-Druck Datei jetzt herunterladen

Die Grundplatte nimmt die Oberfräse auf. Die Bohrungen können bereits beim Druck angepasst werden.
Auch der Griff ist aus dem 3D-Drucker.
Diese Platte soll eigentlich ein Spanschutz sein. Diese habe ich aber weggelassen, weil sie nicht nötig ist.
Diese Deckplatte hält mit der Bodenplatte die Lager für die Welle.
Die Bodenplatte trägt die Konstruktion und sorgt für eine gute Fräsung. Der Boden könnte auch mit einem Textil für ein gutes Gleiten versehen werden.
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Dieses Eckenfräsgerät habe ich manuell aus HPL und Holz gebaut.
Leider kann man dieses Gerät so nicht einfach reproduzieren und auch die Grundplatten sind bei verschiedenen Oberfräsen auch anders.
So habe ich das Gerät komplett mal mit dem neuen 3D-Drucker ausgedruckt.
Es war wirklich eine Überraschung für mich zu sehen, dass das wirklich alles genau so funktioniert, wie ich es will.
STL-Dateien zum Download
Natürlich habe ich überlegt ob ich die Dateien zum Download kostenlos anbieten werde. Jeder Hinz und Kunz will für eine solche "Arbeit" Geld haben. Sicher habe ich Zeit in die Konstruktion, Erstellung des Prototyps und Konvertierung druckbarer Dateien investiert.
Wichtiger Unterschied: ich bin nicht unbedingt auf die Einnahmen angewiesen. Na ja, ein ACE Pro sollte es noch sein.
Sollte jedoch jemand der richtigen Meinung sein, etwas zu spenden: PayPal-Konto info@holzwerkerblog.com
Grundplatte für die Oberfräse
Die Maße für die Größe der Platte passen gut. Auch für andere kleine Oberfräsen.
Allerdings sind die Lochkreise für die Befestigung der jeweiligen Oberfräse unterschiedlich. Das sollte jeder selbst anpassen können oder schreibt mich einfach mal an...
Die Grundplatte muss nicht unbedingt ein Langloch für eine Verstellung haben, wenn nur eine bestimmte Oberfräse eingesetzt wird.
Die Bohrungen sind für einen guten Halt der OF sehr gut geeignet.
Seitenteile für die Welle
Die Welle hat einen Durchmesser von 30mm. Deshalb muss die Bohrung einen größeren Durchmesser haben, damit die Welle mit Spiel durchgesteckt werden kann.
Selbst die 4 Bohrungen für die Befestigung der Deck- und Grundplatte sind für eine Schraubverbindung stark genug.
Das Sketchup-File für eine evtl. Anpassung kann ich gern bereitstellen.
Grundplatte Eckenfräsgerät
Das Original ist aus HPL.
HPL ist teuer und macht viel Dreck bei der Verarbeitung.
Hier habe ich nur die Zeichnung konvertiert und zum Drucker gesendet.
2,5 Stunden später war diese Grundplatten komplett mit Bohrungen ausgedruckt. Irgendwie unglaublich.
fast fertig
Noch ist die gekaufte Kunststoffwelle im Modell. Auch diese werde ich ausdrucken. Nur dauert der Ausdruck der Welle über 5 Stunden.
Und was hat das Ganze bisher gekostet?
Alles in allem vielleicht Euro 6,00 an PETG und viel Zeit für den Ausdruck.
Die Oberflächen sind wirklich zufriedenstellend, doch nicht so schön wie bei einer HPL-Platte und Holz.
Sicher kann man diese Unterschiede auch noch verringern, aber das werde ich später mal ausprobieren.
mit Griff
Selbst der Griff ist gedruckt.
Eckenfräsgerät für ABS-Kanten – Präzision beim Fräsen
Eckenfräsgerät für ABS-Kanten – Präzision beim Fräsen
Hunderte Ecken habe ich nach dem Auffahren von ABS-Kanten oder auch Echtholzkanten bearbeiten manuell müssen. Für eine Oberfräse ist eine 19er Ecke einfach zu schmal und die Arbeit ist unbequem.
Selbst bei Vollholz habe ich das gleiche Problem. Wie bekomme ich diese kurze Kante rund?
Meistens sind meine ABS-Kanten gut gelungen. Nur ist jede Ecke anders als die Andere. Weil ich diese Ecken manuell mit der Ziehklinge bearbeiten muss.
Dann habe ich irgendwo im Netz eine Möglichkeit entdeckt, wie man mit einer Vorrichtung bequem und einfach eine Ecke sauber bearbeiten kann.
Leider war dieses Gerät an eine Festool MFK 700 gebunden. Die brauche ich aber für die Kanten und will nicht immer umbauen müssen.
Es muss doch eine Möglichkeit geben ein universelles Gerät zu bauen.
So habe ich mich hingesetzt und eines konstruiert.
Die Verbindungen sind nicht optimal für das Auge, sind aber sehr gut ausgelegt. Diese kann man schöner machen. Doch zunächst will ich wissen, welcher Aufwand nötig ist.
3D-Drucker kaufen?
Das war mein erster Gedanke. Damit könnte ich ja einige Teile dieses Gerätes ausdrucken. Wie? Nun, auch mit Sketchup ist es möglich Vorlagen für einen 3D-Druck zu konstruieren. Und ja, ich habe soeben einen guten 3D-Drucker bestellt.
Nicht für dieses Projekt. Es wäre doch gelacht, wenn ich nicht die paar Teile selbst zusammenbauen kann.
Vom Dachrand meiner neuen Werkstatt hatte ich noch einige Stücke HPL (Trespa) in ausreichender Menge liegen. 6mm stark; also völlig ausreichend für die Grundplatte und für die Halterung der Oberfräse.
Wenn ich nicht so viel und oft mit dem Festool Kantenanleimer KA 65 arbeiten würde, hätte ich sicher nicht die Idee verwirklicht.
ran an die Arbeit...
Da ich die Festool MKF 700 weiter nur für die Kanten benutzen will, bleibt zunächst nur die DeWalt D26204K-QS als Oberfräse für den Anbau übrig.
Aber auch diese will ich nicht ständig installiert lassen-
Also habe ich eine andere preisgünstige Oberfräse ausschließlich für diese Aufgabe gekauft. Eine 800 Watt Oberfräse mit 8mm für Euro 28,00 !!!
Diesmal bei AliExpress. 800 Watt reichen für eine Kantenbearbeitung völlig. Sind eh nur 2mm Kanten.
Die Vorlege / Zeichnung liegt vor und es geht an das Anzeichnen des Rahmens.
Klebeband als Kontrast zur dunklen Platte
Einen Bleistiftstrich kann man auf anthrazitfarbenen HPL schlecht erkennen. Daher habe ich anzuzeichnende Stellen mit hellem Klebeband versehen. Das hilft.
Mit einem Schulzirkel habe ich die Bogen markiert und die Seiten für den Ausschnitt markiert.
Jetzt kommt meine neue Frässchablone zum Einsatz mit der DeWalt Oberfräse. Mit einem 8mm-Fräser habe ich das 60mm lange Langloch gefräst. Da es tatsächlich doch etwas Übung braucht, ist ein kurzes Stück etwas breiter als 8mm geworden.
Das macht aber nichts. Die Welle hält sicher und es stört mich selbst nicht.
Schleifen der Endform
Die angezeichnete Form habe ich zunächst mit der Kappsäge KS 120 sehr eng ausgeschnitten. Damit hatte ich natürlich noch Ecken und Kanten...
Jetzt kommt meine Bandschleiferstation zum Einsatz.
Diese muss ich nicht umständlich festklemmen und ausrichten. Einfach hinstellen und loslegen.
Genau am Bleistiftstrich vorbei habe ich die Form sehr gut hinbekommen.
Leider sieht man hier auch meinen Fräsfehler.
Bohren Lochkreis Oberfräse
Der Lochkreis der DeWalt hat ein sehr krummes Maß. Doch ich konnte die exakten Maße von der Grundplatte der Oberfräse auf die Platte übertragen und körnen.
Da die Schraubenköpfe versenkt werden müssen, habe ich zuerst mit einem 10mm-Bohrer 2mm tief gebohrt, damit der Schraubenkopf gut hinein passt.
Erst jetzt ging es dann mit einem 4mm-Bohrer weiter. Durch die Zentrierung des 10mm-Bohrers war der 4mm-Bohrer genau mittig.
Bohren Fräserdurchlass
Zum Schluss kam die Bohrung für den Fräserdurchlass.
30mm Durchmesser reichen völlig, denn der Abrundfräser ist nicht groß.
Gebohrt habe ich alle Löcher mit Vorlage um Ausrisse gleich zu vermeiden. HPL lässt sich nicht "reparieren".
Lager für die Welle
Es wird eine Welle über die gesamte Länge des Gerätes eingebaut.
Diese wird an beiden Enden gelagert.
Leider ist es zurzeit eine H7-Passung; also nicht gut freilaufend. Dafür muss ich entweder die Bohrung minimal vergrößern oder die Welle auf der Gesamtlänge im Durchmesser etwas verkleinern.
Für diesen Prototyp habe ich eine 30mm-Buchenstange gekauft. Diese wird ersetzt werden durch eine 30mm-Kunststoffwelle. Bestellt, aber noch nicht da.
Bei der Überlegung einen 3D-Drucker zu kaufen, haben auch diese Lager eine Rolle gespielt. Dabei habe ich mich gefragt, ob es wirklich Sinn macht diese Lager zu drucken... Ich baue diese dann doch manuell aus Kambala!
Bohren Wellenlager
Kambala lässt sich sehr gut bearbeiten; mit allen Geräten.
Auch das Bohren ist leicht.
Hier benutze ich einen 30mm-Festool-Forstnerbohrer, den ich schon seit Jahren im Einsatz habe. Diese Bohrer lassen sich sehr gut schärfen, ohne den Nenndurchmesser zu verlieren.
Bohren natürlich mit Vorlage.
genügend "Fleisch" für die Lager
Kambala lässt sich sehr gut bearbeiten; mit allen Geräten.
Auch das Bohren ist leicht.
Die Lager halten nicht nur die Welle für die Oberfräse sondern sind auch Aufnahme und Verbindung mit dem Boden und dem Deckel mit Griff zuständig.
In diesem Prototyp werde ich diese Teile noch einfach verschrauben. Weitere Geräte werde ich mit Gewindemuffen und Maschinenschrauben ausrüsten.
Ja, bei Interesse von anderen Anwendern werde ich dieses Kantenfräsgerät für wenig Geld auch bauen; einschließlich der bestellten Oberfräse.
Welle bauen
Gar nicht so einfach.
Die Welle nimmt die Drehbewegung und auch die Scherlast der Oberfräse auf. Durch die Drehbewegung entstehen auch Hebelkräfte, die auf die Befestigungsschraube wirken.
Deshalb muss eine 8mm-Meschinenschraube rein.
Eine 14er Gewindemuffe ist keine gute Idee. Habe ich probiert. Die Buche ist sehr hart.
Aber das ist auch ein großer Vorteil, denn hier kann ich mit normalen Gewindeschneidern ein 8mm-Gewinde einbringen.
Das habe ich auch getan und mit Erfolg! Die Schraube hält bombenfest,
Das werde ich auch mit der Kunststoffwelle so machen.
Gestänge passt
Hier kann man gut erkennen, dass ein Langloch mehr Vorteile bietet als nur eine auf eine bestimmte Oberfräse abgestimmte Einzelbohrung.
Mit diesem Langloch bin ich in der Wahl der einzusetzenden Oberfräse völlig frei. Sicher wird niemand eine Festool OF 2200 einbauen wollen.
Die Platte wird im Einsatz umgekehrt liegen. Die abgesenkten Bohrungen nach hinten.
Bodenplatte
Die Bodenplatte besteht auch aus 6mm HPL (Trespa).
Bei dieser HPL gibt es zwei unterschiedliche Seiten; eine glatter als die andere.
Die Glatte werde ich nach unten weisen lassen.
Bohrungen Bodenplatte
An den Rändern werden die Stützen angebracht. Rechts und links werden die Abstandshalter verschraubt.
Die Bohrungen sind für die Schraubenköpfe alle gesenkt.
Welle abrichten
In eine 30er Bohrung passt nicht ein 30er Rundstab. Das wird eine Presspassung.
Entweder mache ich die Bohrung größer oder den Rundstab dünner. Ich habe mich für letzteres entschieden und den Rundstab einige 1/10 dünner geschliffen. Nun dreht er fast spielfrei in den Lagern.
Deckplatte vorbereiten
Die Deckplatte ist aus Acrylglas mit 10mm Stärke. Genau 80x250mm.
Die Deckplatte wird den Griff halten, wie auch die Stützen der Welle.
Alle Verschraubungen werden vorgebohrt und auch entsprechend gesenkt.
Deckplatte flammpoliert
Natürlich habe ich die rauen Kanten der Acrylglasscheibe flammpoliert.
Selbst die Bohrungen strahlen einschließlich der Senkungen.
Sicherungsscheibe Welle
In diesem Prototyp eines Eckenfräsgerät werde ich die Elle hinten durch eine große Scheibe vor dem Ausdrehen sichern. Auch aus HPL.
Diesmal habe ich die Scheibe ausgeschnitten. Das werde ich zukünftig aber nicht mehr so machen, weil die Scheibe sehr unhandlich für die Bearbeitung ist.
Gewindeschneiden Welle
Das nächste Modell wird eine Kunststoffwelle haben. Dort kann man sehr einfach ein passendes Gewinde bohren. Warum nicht in Buche?
Ich habe es probiert und es funktioniert sehr gut. Die Schraube hält sicher.
Griff anbringen
Das ist ein stabiler Markengriff. Bestellt hatte ich diesen auch in der Annahme, dass passende Schrauben mitgeliefert werden. War aber nicht so. Die Bohrungen sind für 6mm Maschinenschrauben. Hatte ich aber noch vorrätig.
Die 2 zusätzlichen Bohrungen sind für einen Wechsel des Griffes weiter nach hinten.
Fertig!!
Das Gerät funktioniert, wie es soll!!!
Die Oberfräse wird absolut sicher und fest an dieser schmalen Kante geführt und kann so sehr sauber die Kanten einer ABS- oder Echtholzkante fräsen. Natürlich auch Vollholz mit dem gleichen Problem.
Hier habe ich die DeWalt-Fräse aufgebaut; nur um zu Testen.
Die bestellte neue Oberfräsen kommt am Montag an. Und ja, der Lochkreis wird sicher nicht der gleiche sein.
Wenn jemand an einem Eckenfräsgerät interessiert ist, einfach melden...
























































