Spannrahmen für das CMS OF-2200

Spannrahmen für das CMS OF-2200

Frästisch Rahmen

Spannrahmen für das CMS OF-2200

Vorab: Diese Idee stammt nicht von mir. Heiko Rech, der im Internet sehr bekannt ist, hatte diesen Rahmen vorgestellt.
Ich habe seinen Beitrag dazu nicht mehr gefunden. Ich habe aber noch Fotos vom Bau und kann mich noch an Details erinnern.

Ein Besucher meiner Webseite hatte mich um Informationen gebeten, da ich kürzlich den Bau eines Fräsanschlages für die CMS von Festool beschrieben hatte.

Frästisch Rahmen

Ahorn als Grundlage

Vom Wohnzimmertisch hatte ich noch Reste von Ahorn. 30mm dick.

Der Querschnitt des Rahmens beträgt 30x30mm. Die Maße selbst sind durch den vorhandenen Rahmen des Festool CMS OF 2200 vorgegeben.
Es ist gut, dass die Innenseite des Festool-Rahmens einen 90-Grad-Winkel hat. Allerdings muss der Holzrahmen asymmetrisch geschnitten werden, um die Kräfte beim Spannen gleichmäßig zu verteilen.

Frästisch Rahmen

Befestigung des Rahmens

Diese "Schrägen" habe ich mit der Bosch-Tischsäge geschnitten. Eigentlich mehr nach Gefühl.
Ahorn lässt sich sehr gut bearbeiten. Kaum Ausrisse und immer eine glatte Oberfläche.
Der Alurahmen des Frästisches ist relativ dick, so dass man gut Blechschrauben zur Befestigung des Holzes verwenden kann.
Die Löcher im Holz habe ich mit meinem Bosch-Bohrständer gebohrt. So sind sie mit einer Vorlage ausrissfrei und senkrecht.

Frästisch Rahmen

Befestigung des Rahmens

Die Löcher im Aluminiumrahmen müssen entsprechend vorgebohrt werden. Nach dem Bohren der Löcher in den Holzrahmen.
Durch die Löcher im Holz habe ich den Rahmen vorgebohrt. Eng anliegende Löcher. Der Holzrahmen wird mit Blechschrauben im Aluminiumrahmen befestigt. Den Überstand der Schrauben unter dem Rahmen habe ich mit der "Flex" geglättet.
Jetzt passt der Rohrahmen und es fehlen nur noch die T-Nut-Schienen. Diese gibt es sehr günstig im Internet. Nicht in den bekannten Fachgeschäften, dort ist der Preis meist doppelt so hoch.

Frästisch Rahmen

Die T-Nut-Schiene wird ebenfalls mit Senkschrauben in ausreichender Anzahl befestigt. Die Bohrungen in den T-Nut-Schienen sind natürlich versenkt. Die Schrauben dürfen die Bewegung der Schraubenköpfe nicht behindern.

Die Höhe des Holzrahmens mit T-Nut-Schiene sollte die Oberfläche des Frästisches nicht überschreiten. Es ist aber kein Problem, wenn der Holzrahmen 1 bis 2 mm tiefer liegt.

cms
cms
cms

Vielleicht noch ein Wort zum Festool CMS.
Das war damals eines der besten Systeme auf dem Markt. Und ja, ich hatte mir auch die sogenannte CMS-Tischkreissäge zugelegt (CMS TS-55). In der Annahme, die eingesetzte Tauchsäge auch für andere Zwecke verwenden zu können. Doch die CMS hat sich stark verändert und moderne Festool-Tauchsägen passen nicht mehr unter die "alte" CMS. Außerdem gibt es die CMS nicht mehr neu zu kaufen.
Ich habe den CMS-Frästisch behalten, weil er meine Anforderungen als kleiner Holzwerker voll erfüllt. Ich hatte bereits einen Nachbau aus der Zeitschrift Holzwerken fertiggestellt, als ich feststellen musste, dass der Frästisch (meiner Meinung nach) einfach nur Schrott ist.
Ein Frästisch ist praktisch für kleinere Dinge, aber er kommt nicht an eine einfache Tischfräse heran. Wenn ich mehr Platz hätte, wäre das meine nächste Maschine.

Frästisch selber bauen

Frästisch selber bauen

Frästisch

Frästisch selbst bauen

Kein Holzwerker kommt an diesem Thema vorbei. Auch ich hatte damals (2017) den großen Wunsch, einen eigenen Frästisch zu besitzen. Zunächst ging ich davon aus, dass ein Selbstbau deutlich günstiger wäre als ein fertiges Modell. Also kaufte ich mir zwei Ausgaben der Zeitschrift Holzwerken mit entsprechenden Bauplänen und begann, den Frästisch nachzubauen.

Das Material ließ ich mir grob beim Holzhändler zuschneiden, die Feinarbeiten erledigte ich anschließend in meiner eigenen Werkstatt. Das in der Fachzeitschrift empfohlene Zubehör bestellte ich – wie vorgeschlagen – bei den angegebenen Lieferanten. Rückblickend war das ziemlich teuer, aber damals kannte ich es nicht anders.

Nachdem schließlich alle Teile vorhanden waren, baute ich den Frästisch Schritt für Schritt nach Vorlage zusammen.

 

Frästisch

Im Nachhinein keine gute Idee …

Warum wollte ich eigentlich einen Frästisch? Ganz einfach: Ich kam mit der Handoberfräse nicht richtig zurecht. Also dachte ich mir: Mit einem Frästisch wird alles besser! Doch das war ein Trugschluss.

Wenn man die Oberfräse nicht sicher beherrscht, ändert auch ein Frästisch daran nichts. Die grundlegenden Probleme bleiben bestehen – nur die Arbeitsweise ist eine andere. Ein Frästisch ersetzt keine Erfahrung, kein Gefühl für das Werkzeug und auch keine saubere Technik.

Rückblickend hätte ich besser zuerst gelernt, die Oberfräse richtig zu beherrschen, statt auf eine vermeintliche Abkürzung zu setzen.

Frästisch im Eigenbau – lohnt sich der Aufwand wirklich?
Eine praktische Bewertung von Kosten, Nutzen und Erfahrungen

Als der Frästisch schließlich fertig aufgebaut vor mir stand, stellte sich mir die Frage: Warum habe ich mir nicht gleich einen fertigen Tisch gekauft?

Die Kosten für die vielen Einzelteile – Multiplexholz, Schienen, Schrauben, Griffe, Einlegeplatte, Leitungsschutzschalter, Rollen usw. – standen in keinem sinnvollen Verhältnis zum Ergebnis.

Fazit: Meiner Meinung nach ist dieser selbstgebaute Tisch nicht einmal für semiprofessionelles Arbeiten geeignet.

  • Die Anschläge sind nicht tiefenverstellbar.

  • Die Schubladen sind unpraktisch: sehr klein, aber unnötig hoch.

  • Die Höhenverstellung mit dem Wagenheber habe ich später durch eine schraubbare Höhenverstellung von Festool ersetzt.

  • Außerdem benötigt der Tisch sehr viel Platz.

Warum habe ich ausgerechnet diesen Frästisch nachgebaut und keinen anderen?
Weil ich der Fachzeitschrift Holzwerken vertraut habe. Sie sollte eigentlich die Interessen von Holzwerkern vertreten, oder? Nach meinen Erfahrungen ist das nicht der Fall. Vielmehr steht der Kommerz im Vordergrund.

Seit Jahren beobachte ich den Inhalt der Zeitschrift (ohne sie zu kaufen):

  • Ein großer Teil besteht aus Werbung, teils implizit, teils explizit.

  • Viele Themen wiederholen sich nach ein oder zwei Jahren.

  • Die empfohlenen Bücher für Schreiner sind oft veraltet oder wenig spannend.

  • Von praktischem Möbelbau ist kaum etwas zu finden.

Langer Rede kurzer Sinn: Ich habe den Tisch wieder zerlegt und die brauchbaren Teile im Internet verkauft.

Heute arbeite ich mit einem Festool CMS OF 2200 – ein völlig anderes Niveau:

  • Hervorragende Absaugung

  • Präzises Einspannen der Fräser

  • Beste Höhenverstellung

  • Platzsparend und sicher

Frästisch
Frästisch selber bauen

Festool Anschlag auf der Bosch GTS 10 XC

BOSCH GTS10XC

Festool Anschlag auf der Bosch GTS 10 XC

Der originale Anschlag von Bosch sieht irgendwie niedlich aus. Wahrscheinlich wird er auf dem Bau auch seinen Zweck erfüllen.
Doch für etwas anspruchsvollere Anwendungen wird er nicht geeignet sein.
Die Breite des Anschlag ist nicht ausreichend, das Material ist Kunststoff und das Spiel der Führung ist viel zu groß.

fertiger Anschlag

Diesen Anschlag habe ich noch von der Festool Tischkreissäge CMS TS 55. Diese Tischkreissäge war einfach schlecht! Es hing nur eine normale Tauchsäge unter dem Modul, das in einem Rahmen (CMS) eingespannt war. Damals war ich noch begeistert von Festool-Produkten.
Schnell merkte ich, dass dies der falsche Weg zu einem befriedigenden Hobby ist.
Nun, es sollte nicht schwer sein, diesen Anschlag an die Bosch TKS anzupassen.

VAC-SYS

Diesen Anschlag habe ich noch von der Festool Tischkreissäge CMS TS 55. Diese Tischkreissäge war einfach schlecht! Es hing nur eine normale Tauchsäge unter dem Modul, das in einem Rahmen (CMS) eingespannt war. Damals war ich noch begeistert von Festool-Produkten.
Schnell merkte ich, dass dies der falsche Weg zu einem befriedigenden Hobby ist.
Nun, es sollte nicht schwer sein, diesen Anschlag an die Bosch TKS anzupassen.

VAC-SYS

Die Schienenabmessungen waren gleich. Es müsste also ein Leichtes sein, die Schiene auf dem Schiebetisch der Bosch spielfrei zu befestigen. Nur das seitliche Spiel des Schiebetisches selbst ist noch zu berücksichtigen.
Nach einigen Überlegungen machte ich mich an die Arbeit und präparierte die Bosch-Schiene für den Festool-Anschlag.

VAC-SYS
VAC-SYS
VAC-SYS
VAC-SYS
VAC-SYS
VAC-SYS
VAC-SYS
VAC-SYS
Tipps für das Sägen mit Führungsschienen

Tipps für das Sägen mit Führungsschienen

Tipps für das Sägen mit Führungsschienen

Es gibt zu allen Themen Videos und gute Tipps für den Umgang mit Handmaschinen. Aber nur wenig brauchbare Informationen für das Arbeiten mit einer Tauchsäge auf einer Führungsschiene.
Ich gebe keine großen Ratschläge oder spezielle Verhaltensweisen. Vielmehr möchte ich meine Erfahrungen weitergeben, die ich in den letzten Jahren mit der neuen Festool Tauchsäge gemacht habe.
Ich hatte lange Zeit keine Tischsäge. Das lag ausschließlich daran, weil ich keinen Platz dafür hatte. So musste ich alles Mögliche und Unmögliche mit meiner Tauchsäge TS 55 auf der Schiene schneiden. Das übt!
Angefangen habe ich mit dem Sägen auf der MFT/3. Gegenüber dem alten Black & Decker Plastiktisch war das ein Riesenschritt in das Hobby Holzarbeiten. Plötzlich passte alles viel besser zusammen. Ohne große Nacharbeit. Aber diese Lösung war und ist zu starr. Ich musste das Werkstück immer an der Führungsschiene ausrichten. Bei großen Werkstücken geht das nicht.

Also kaufte ich die nächstgrößere Führungsschiene. Die 1400er. Damit war ich viel flexibler.
Was ist der Vorteil der Führungsschiene von Festool? Sie ist durchdacht. Einmal eingestellt, läuft die Tauchsäge spielfrei auf der Schiene. Die Schiene ist durch die doppelte Gummierung auf der Unterseite sehr rutschfest und die Gummilippe passt sich beim ersten „Sägen“ genau an die Tauchsäge an.

Tipps für das Sägen mit Führungsschienen

Die Aufgabe der „Gummilippe“ ist der Spanschutz. Beim Sägen wird die Innenkante weitgehend vor dem Ausreißen geschützt, da diese Lippe direkt am Sägeblatt anliegt. Deshalb das „Sägen“ mit der Tauchsäge. Achtung! Beim Sägeblattwechsel darauf achten, dass das neue Sägeblatt die gleiche Dicke hat.

Führungsschiene

Das grüne Band an der Führungsschiene ist nicht nur Zierde. Es ist ein Gleitband für die Tauchsäge. Sauber halten und ab und zu mit Silikon einsprühen oder noch besser mit SilberGleit einreiben. Dann „gleitet“ die Säge.
Nachdem ich das System 32 von Festool gekauft habe, habe ich jetzt 2 Führungsschienen à 1400 mm.

Führungsschiene

Diese können bequem mit ZWEI Verbindungsstangen verbunden werden. Das ist wesentlich stabiler als mit nur einer Verbindungsstange! So kann man bequem die Festool-Zwinge einstecken, um die Führungsschiene mit dem Werkstück zu verbinden. Beim System 32 ein MUSS, beim Sägen ein KANN.

Führungsschiene

Abhängig von der Oberfläche des Werkstücks. Wenn man die Gummistreifen unter der Führungsschiene sauber hält und von Zeit zu Zeit befeuchtet, rutscht die Führungsschiene beim Sägen kaum. Die Führungsschiene darf nicht von oben mit einer Schraubzwinge befestigt werden. Sonst passt die Säge beim Vorschub nicht durch. Ich mache oft Tauchschnitte und hatte noch nie einen Rückschlag der Säge. Woran liegt das? Ich führe die Säge vorsichtig in das Material ein. So langsam wie möglich und so schnell wie nötig.

Führungsschiene

Bei den Türausschnitten bin ich „rückwärts“ zum Ausgangspunkt gefahren. Das geht, wenn die Führungsschiene glatt genug ist und man die Säge mit beiden Händen festhält. Das hat man schnell raus und man muss sich auch daran halten!
Ich sehe auch immer wieder, dass das zu sägende Werkstück oft auf quer liegenden Latten liegt und dann gesägt werden soll. Das habe ich früher auch so gemacht. Das ist aber beim exakten Zuschnitt von Möbelholz sehr nachteilig. Je nach Vorschub der Säge bremst das Sägeblatt beim Durchfahren der Querlatten ab und kann Brandflecken auf der Innenseite des Materials verursachen. Das muss nicht sein. Besser ist es, das Material auf so genannte Unterleghölzer zu legen. Das sind kleine runde, gummierte Unterlagen. Wenn man sie hinter der geplanten Schnittkante unter die Kante legt, hat man einen gleichmäßigen Schnitt. Außerdem ist das Materialverschwendung!

Wenn man nun alles beachtet hat, kommt der wichtigste Punkt beim Sägen mit Führungsschiene: die Einstellung der Schnitttiefe!!!
Die Festool TS 55 kann maximal 55mm tief schneiden. Mit Führungsschiene aber 9mm weniger! Das liegt an der Dicke der Führungsschiene. Wenn also ein 19 mm dickes Material gesägt werden soll, muss die Schnitttiefe auf mindestens 28 mm eingestellt werden. 2mm mehr sind besser!
Schlimmer ist es, die Tiefe 1mm zu wenig eingestellt zu haben. Nachsägen bringt immer Nachteile in der Schnittqualität! Eine zu tief eingestellte Tauchsäge erschwert den Vorschub und es gibt auch mehr Ausrisse. Also: auf die richtige Schnitttiefe achten.
Sehr wichtig ist auch die Drehzahl. Die richtige Drehzahl des Sägeblattes und eine ausgewogene Vorschubgeschwindigkeit ergeben den „richtigen Schnitt“. Das ist aber wirklich Erfahrungssache und ergibt sich mit der Zeit von selbst.
Die Führungsschiene sollte an jedem Ende der Schnittlänge mindestens 20 cm über das Material hinausragen. Sonst kann die Tauchsäge kippen! Die Führungsschiene sollte auf der Unterseite saubere, feste und stumpfe Antirutschstreifen haben. Mit feuchtem Lappen reinigen.

Wenn die Führungsschiene trocken und bei konstanter Temperatur gelagert wird, sollte es keine Probleme mit dem Splitterschutzband geben. Es wird sich nicht verziehen. Unterschiedliche Sägeblattdicken führen jedoch zu unterschiedlichen Qualitätsergebnissen. Eine stumpfe Oberfläche erschwert den Vorschub der Tauchsäge. Sauber und ein wenig Silikonspray oder Silbergleit… und das Sägen geht fast wie von selbst.
Das Messen des Sägeschnittes ist nicht sinnvoll. Besser ist es, den Schnitt anzuzeichnen. So kann man die Splitterschutzkante direkt an der Linie ausrichten. Die Führungsschiene ist schon recht rutschfest. Trotzdem sollte die Schiene möglichst mit Schraubzwingen unter der Schiene am Material befestigt werden. Vorne und hinten. Die eingestellte Schnitttiefe muss mindestens 9 mm größer sein als die Dicke des zu sägenden Materials! Ich nehme immer 10 mm mehr. Größere Schnitttiefen erschweren den Vorschub und erhöhen die Gefahr von Ausrissen und Brandspuren!

 

  • passendes Splitterschutzband an der Sägekante
    • Gleichgewicht in Vorschub und Drehzahl. Hohe Drehzahl und geriger Vorschub erhöhen die Gefahr der Brandflecken am Material. Umgekehrt auch. Das muss man üben! Zuvor einen Probeschnitt machen hilft wie ein Wunder.
  • Bei Vollschnitten
    • die Säge vor dem Material eintauchen und erst dann schieben! Sonst gibt es unangenehme Rückstöße!
  • Bei Tauchschnitten
    • LANGSAM ins Material eintauchen und Säge mit beiden Händen festhalten.
  • Material Unterlage
    • Wenn möglich keine Leisten vorstehen lassen. Ich benutze Bench Dogs. Diese reichen in der Regel völlig aus. Diese Teile kosten nicht viel und sind, im Gegensatz zu den zu zersägenden Leisten, immer wieder verwendbar. Auch rutscht das Material nicht weg.
  • das richtige Sägeblatt
    • Nach der Schnitttiefe das Zweitwichtigste. Weniger Zähne für Längsschnitte, mehr Zähne für Querschnitte. Der Sägeblattwechsel bei der TS 55 geht ratzfatz! Und geschärft soll es sein!