Geheimtipp: Pflaster reinigen mit Vitamin C
Pflaster reinigen mit Vitamin C
Bei einer Bewässerung mit Wasser aus einem eigenen Brunnen kommt es immer wieder vor, dass das angrenzende Pflaster durch das eisenhaltige Wasser dunkel verfärbt wird.
Dieser Beitrag ist schon älter, wurde aber mehrfach danach gefragt, daher möchte ich meine Erfahrungen gern noch einmal teilen.
Unser Garten – einschließlich des Vorgartens – wird von einer automatischen Beregnungsanlage feucht gehalten. Damals habe ich sämtliche Komponenten selbst installiert: Leitungen, Regner, Ventile in einem Verteilerkasten und sogar einen Beregnungscomputer von Gardena. Heute würde ich das so nicht mehr machen.
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Jetzt weiß ich es: Pflaster niemals mit einem Hochdruckreiniger säubern!
Anfangs habe ich es mit einem großen Kärcher versucht. Die Reinigung war jedoch unbefriedigend, also kaufte ich einen Hochdruckreiniger von Kränzle – ein himmelweiter Unterschied! Für mich ist Kärcher mittlerweile Ramschware.
Trotzdem wurde das Pflaster nicht richtig sauber. Dann stieß ich auf einen Tipp aus dem Netz: Vitamin C – genauer gesagt Ascorbinsäure (E 300).
Zunächst fiel mir der hohe Preis von Vitamin-C-Tabletten ein. Es kann ja nicht sein, zig Packungen zu kaufen.
Glücklicherweise gibt es Vitamin C auch in 5-kg-Eimern, und das für knapp 40 Euro. Da es lebensmittelecht ist, kann man es bedenkenlos auch verwenden, ohne gesundheitliche Risiken einzugehen.
Arbeitsablauf
Ob man die Ascorbinsäure auf eine nasse oder trockene Fläche streut, hängt vom Wind ab. Ich verteile sie auf vorher mit Wasser benetztem Pflaster, entweder mit einem überdimensionalen Salzstreuer oder einfach von Hand.
Wenn man sie trocken verstreut, muss die Fläche anschließend mit dem Schlauch bewässert werden – dabei sollte das Wasser nicht weggespritzt werden. Deutlich sichtbar entsteht dann eine leichte Schaumbildung.
Die Substanz sollte mindestens zehn Minuten einwirken, bevor man sie mit Wasser abspült. Noch besser ist es, die eingestreute Fläche vorher mit einem Schrubber zu bearbeiten und danach gründlich mit Wasser zu reinigen.
Reinigen mit dem "UFO"
Mit dem Wechsel von KÄRCHER zu KRÄNZLE konnte ich den enormen Unterschied sofort feststellen. Auf der Webseite von KRÄNZLE entdeckte ich dann ein Zubehörteil, das die Oberfläche des Pflasters nicht sofort beschädigt: den „Round Cleaner UFO“ aus Edelstahl mit 350 mm Durchmesser.
Auch hier war ich von der Reinigungsleistung positiv überrascht. Besonders praktisch: Bei der Arbeit wurde ich nicht komplett nass, und das UFO ließ sich sehr leicht über die Fläche bewegen.
Einziger Nachteil: Dieser Reiniger passt ausschließlich auf KRÄNZLE-Hochdruckreiniger.
KÄRCHER vs. KRÄNZLE
Ein Kärcher-Gerät bekommt man zwar für relativ wenig Geld – solange man keine Ersatzteile benötigt. JEDES Frühjahr, nach Frost, wurde bei meinem Kärcher ein Kunststoffteil vom Wasser gesprengt und musste ersetzt werden. Das war nicht nur teuer, sondern auch zeitraubend.
Bei KRÄNZLE-Reinigern passiert so etwas nicht. Die komplette Pumpe besteht aus Messing, und das Gerät entwässert sich im Ruhezustand von selbst.
Hier zeigt sich der Unterschied zwischen billiger Massenware und hochwertiger, langlebiger Qualität – auch wenn sie mehr kostet.
Die Kombination aus Vitamin C und dem „Round Cleaner UFO“ sorgt dafür, dass das Pflaster nahezu wie neu aussieht.
noch ein Wort zur Bewässerung...
Unsere Bewässerungsanlage haben wir vor rund 15 Jahren nach dem Hauskauf installiert. Zu dieser Zeit war Gardena für solche Anwendungen sehr bekannt und daher für Laien die erste Wahl.
Die Anlage wurde über fünf im Boden verlegte Ventile, die in einem Kasten gesteuert werden, betrieben. Die Rasenfläche ist groß, und die Ventile wurden über einen Bewässerungscomputer von Gardena programmiert. So weit, so gut.
Probleme traten jedes Frühjahr auf, sobald die Anlage wieder in Betrieb genommen wurde:
- Die Viereckregner von Gardena hielten nur ein bis zwei Jahre und mussten aufgrund von Fehlfunktionen ersetzt werden.
- Die Versenkregner verstellten sich „auf magische Weise“.
- Die Batterie im Steuergerät war oft leer, sodass eine erneute Programmierung notwendig war.
- Der verbundene Regensensor funktionierte nie zuverlässig.
Nach und nach habe ich diese Komponenten durch Rainbird-Produkte ersetzt.
Das Steuergerät ist nun ein Hunter HC 601 mit WLAN-Anbindung, das sich automatisch an das aktuelle Wetter anpasst. Bei Regen schaltet sich die Anlage automatisch aus. Über WLAN kann ich das Steuergerät zudem von überall per Smartphone steuern.
Die Verkabelung ist weiterhin 100 % Gardena-kompatibel, und die Regner wurden nach und nach durch Rainbird-Modelle ersetzt. Seitdem gibt es keinerlei Probleme mehr. Auch Schläuche, Anschlussstücke und Verteiler sind kompatibel.




