Gartenbank aus Meranti

Gartenbank aus Meranti

Gartenbank

Gartenbank aus Meranti

Noch eine Gartenbank?
Ja, wir haben nur noch eine und die steht vor dem Haus. Jetzt wollen wir die neue Bank in die Nähe des Grillplatzes stellen. Die Gartenstühle sehen da irgendwie nicht so gut aus. (dachten wir)
Diesmal mache ich die Gartenbank ganz aus Meranti. Meranti ist ein sehr gutes Konstruktionsholz. Leicht zu bearbeiten. Es reißt kaum und ist trotz seiner Härte noch weich.
Für den Bau habe ich 4 Meranti-Balkonbretter 27×190 mit einer Länge von 4050 mm gekauft. Auf 1500mm zugeschnitten konnte ich die Bretter auch im Auto transportieren.
Da die Füße und die Rückenlehne aus stärkerem Holz sein sollen, muss ich diese verdoppeln. Also Leimholz herstellen. Auf der Bosch-Tischsäge habe ich die Bretter zugeschnitten. Knapp 60mm breit für das Leimholz. Das muss noch gehobelt werden.

Gartenbank

Leimen ist gar nicht so einfach. Wer schon einmal zwei Bretter über die Breite verleimen wollte, weiß, dass beim Festziehen der Zwingen die Bretter immer wieder „verrutschen“. Eine bündige Verleimung ist schwierig.
Deshalb habe ich zunächst mit der Festool DF 500 Dübellöcher in die Teile gebohrt und die beiden Teile fixiert. Die Dübel befinden sich an einer Stelle, die bei der weiteren Bearbeitung nicht wieder aufgetrennt wird. Schrauben oder Drahtstifte kommen für mich nicht in Frage.

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Für die beiden Bögen der Armlehnen habe ich breiteres Holz geschnitten. Die Maserung muss stimmen. Die Dicke ist genau gleich wie bei den Stützen auf dem Hobel. Aber wie bekomme ich die richtigen Radien auf das Holz? Mit dem Rollmaßband von Festool. Damit kann man gut Kreise zeichnen. Wie bekomme ich die Bögen ordentlich hin? Ohne Bandsäge? Mit der Dekupiersäge! So dickes Holz auf der Dekupiersäge ist schon eine Herausforderung. Nein, nicht an die Säge. Sondern an die Geduld des Holzwerkers..

Gartenbank

Mit einem groben Sägeblatt ging es ans Werk. Immer dicht an der vorgezeichneten Linie entlang. Ganz langsam frisst sich das Blatt durch das Holz. Ich musste viel Druck auf das Blatt ausüben, und das hat Nachteile. Es entsteht ein bauchiger Schnitt, kein senkrechter. Aber das macht nichts, weil ich sowieso schleifen muss.
Die Dekupiersäge von Proxxon ist sehr gut. Stark, leise und wenig Vibrationen. Der Spaß mit ihr zu arbeiten kommt erst nach und nach. Es ist nicht so einfach.

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Die Rundungen schleife ich mit dem Bandschleifer. Ich habe den von Bosch. Als mein erster Bandschleifer von Bosch kaputt ging, habe ich mir den von Festool angeschaut. Der macht auch nichts anderes als schleifen. Kostet aber 3 mal so viel wie der von Bosch. Und… ich brauche ihn nicht so oft. Mit dem Gerät war ich immer zufrieden. Ich kann den Bandschleifer zwar auf dem Rücken liegend gut befestigen, aber dann ist es sehr schwierig, den rechten Winkel einzuhalten. Also legen. Das geht ganz einfach. Als Unterlage habe ich einen Rest genommen und vor die Schleiffläche gespannt. Klappt prima!

Gartenbank
Gartenbank
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Die Rundungen der Rückenlehnenstützen, der Armlehnen und der Rückenlehne sind geschliffen. Die Rahmenteile sind auf exakte Längen geschnitten und die Schrägen der Rückenlehne sind jeweils auf 5 Grad geschnitten. Das muss so sein, denn wenn man nur ein Teil auf 10 Grad zuschneidet und dann versucht, es mit dem anderen Teil zu verbinden, passt es nicht genau!
Das Verleimen der Rückenlehnen ist gar nicht so einfach. Mit der Schraubzwinge kann man nicht gerade drücken. Aber man kann die Flächen „einklemmen“. Die große Zwinge anziehen, bis sich die Gehrung öffnet und dann eine Zwinge senkrecht darauf setzen. So kann man den Druck richtig einbringen. Der Leim ist PUR-Leim. Der Druck in dieser Gehrung wird immer groß sein und ich will sicher sein, dass die Verleimung hält. Mit diesem Leim mag ich nicht arbeiten. Er schmiert und quillt.

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Die kleinen Stufen lasse ich jetzt weg.
Nun sind alle Teile der Rückenlehne lackiert und es kann mit dem Kleben begonnen werden. Dazu verwende ich Propellerleim. Der bleibt länger offen und hält meiner Meinung nach besser.
Ich habe auch wieder neue Schraubzwingen gekauft. Von Bessey. Die guten mit Plastikgriff. So tausche ich nach und nach meine „Billigzwingen“ aus.

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Alle notwendigen Teile sind nun fertig geschnitten, gefräst und geschliffen. Die Oberflächen sind so glatt wie ein Popo!
Jetzt kommt die Lackierung. Natürlich immer VOR dem Zusammenbau. Nicht nur, weil es einfacher ist, die einzelnen Teile bequem auf dem Tisch zu lackieren, sondern auch, weil ich so die ekligen Farbnester und Pinselstriche auf dem Holz vermeide. Ich habe schon Schreiner gesehen, die das Holz erst nach dem Zusammenbau geölt haben. Das sah furchtbar aus… und dann noch Tipps geben…

Gartenbank

15 Streben hat die Rückenlehne. Diese wollen alle gerade und spaltfrei verleimt werden. Deshalb habe ich die Längsteile mit Domino-Dübel versehen und so verleimt, dass kein Leim herausquillt. Sauber verleimt für eine „Zapfenverbindung“. So habe ich eine gute Ausgangsposition, um die Streben zu verleimen. Und das ohne Zeitdruck.

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Nach dem Verleimen der Rückenlehnen mit den 15 Streben habe ich die Fräsungen für die Domino-Dübel in die Seitenteile gemacht. Hier kommen die SIPO-Dübel rein. Hält länger. Es macht keinen Sinn, Buchen-Dübel in Meranti zu stecken. Die verrotten bei Feuchtigkeit schnell.
Das Verleimen der Bank war dann eigentlich schnell gemacht. Mit den Spanngurten haben die Teile schon genug Druck.

Gartenbank
Gartenbank
Gartenbank

Ja, nach dem Anbringen der Sitzbretter war die Bank fertig. Noch einmal mit der feuchten Rolle über die Flecken und fertig.

Eine Gartenbank komplett aus Bakonbrettern Meranti 195 x 27!
Hier waren die Domino Dübel den Lamellos überlegen. Mit den Dominos kann man sehr gut eine „Zapfenverbindung“ herstellen.
Jetzt fehlt nur noch der richtige Platz für das Stück ….

Bad renovieren

Bad renovieren

Bad renovieren

Bad renovieren

 Als wir das Haus kauften, war die Einrichtung und Ausstattung bereits 40 Jahre alt.
Das war eine Herausforderung. Die etwas mehr als vier Quadratmeter waren in zwei Räume aufgeteilt. Es gab eine Toilette und einen Dusch-Waschraum.
Die erste „Renovierung“ war sehr einfach: Wände raus und gefliest. Das war ein Reinfall. Der Fliesenleger war ein Dilettant, weshalb sich die Bodenfliesen nach kurzer Zeit lösten.
Dann, nach einiger Zeit, habe ich es selbst gemacht.

Diesmal sollte Qualität ins Bad einziehen. Das galt für die Wände, den Boden, die Decke sowie die Sanitäranlagen und Armaturen. Also habe ich das Bad mit SketchUp geplant und eine Einkaufsliste erstellt.
Es dauerte eine Weile, bis wir alle Teile beisammen hatten..

Bad renovieren

Abbau

Der Anfang war ganz unspektakulär. Rein ins Bad, bewegliche Teile raus und einfach angefangen, die Fliesen abzuschlagen. Das konnte ich bequem mit einem flachen Schraubenzieher machen, denn der Fliesenkleber hat überhaupt nicht geklebt. Die Fliesen hielten nur durch das Fugenmaterial.
Genauso einfach ging es am Boden. Die Deckenplatten habe ich entsorgt. Die Zwischenwand, die noch stand, habe ich rausgenommen und unter Berücksichtigung der weiteren Nutzung der Toilette habe ich im Bad alles entfernt.

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Fast alle bestellten Teile waren bereits eingetroffen. Das bei Insani bestellte Toilettenmodul Geberit Monolith Plus musste ich schließlich teuer beim Installateur nachkaufen, da Insani (aus meiner Sicht in fast betrügerischer Absicht) nicht liefern wollte.
Die Wände habe ich nicht gefliest, sondern mit RESPATEX verkleidet. RESPATEX ist wasserfestes Multiplex mit einer harten Beschichtung in Fliesenoptik. Es ist zwar teuer, aber einfach super in der Verarbeitung und im späteren Aussehen.

Bad renovieren
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Wasserleitungen

Alle Kabel und Wasserleitungen sollten „unter Putz“ verlegt werden. Deshalb musste ich auf der Waschtischseite eine Hohlwand bauen. Das ging ganz einfach mit gehobelten Latten 40×70 mm. Wo ich keine Hohlwand bauen konnte, habe ich mit der Oberfräse OF 1400 und Führungsschiene die Nuten für die Wasserleitungen gefräst. Auch das ging leichter als gedacht.
Das Sanitärmodul benötigt einen Stromanschluss für den Sensorbetrieb und die eingebaute Geruchsabsaugung. Und es ist beleuchtet, mit Näherungssensor gesteuert.

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Toilette

Das Sanitärmodul GEBERIT MONOLITH PLUS ist wirklich toll. Es verfügt über ein Orientierungslicht, eine Sensorsteuerung und eine Geruchsabsaugung. Zudem verfügt es über ein erhöhtes Hänge-WC mit Softclose-Garnitur. Das wollte ich unbedingt haben.
Ich habe mich sehr für japanische Toiletten interessiert, aber die waren mit 6.000 Euro letztendlich einfach zu teuer. Das Modul sieht nicht nur gut aus, sondern nimmt auch nicht viel Platz weg.

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Duschwanne

Die Duschwanne sollte bodengleich sein. Aber nicht aus Kunststoff! Da kam nur die Kaldewei Superplan in Frage. Wir haben sie bei BADKONTOR online gekauft. Diesen Shop kann ich nur empfehlen. So viel Hilfe und Service habe ich noch nie erlebt! Toll! Die Duschwanne ließ sich gut einbauen. Es gibt keine Hohlgeräusche durch das Wasser beim Duschen. Wir haben die Versiegelung von der Fachfirma Lemke – Minor Versiegelungstechnik durchführen lassen. „Rumschmieren” bringt nur Ärger und doppelte Arbeit. Die Fugen sehen aus wie gestrichen und sind absolut dicht!

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Elektroinstallation

Die Elektroinstallation habe ich selbst gemacht. Ganz ehrlich: Baumarktschrott baue ich nicht mehr ein. Es ist erstaunlich, wie groß die Unterschiede in Qualität und Montage zwischen Markendosen und Baumarktdosen sind. Kabel sind natürlich Feuchtraumkabel. Hier musste ich nicht nur für Steckdosen sorgen, sondern auch für die Deckeneinbauleuchten. Ohne Federringe! Geht nicht! Auch habe ich die vorher installierte 12V-Anlage gegen 220V-LED-Leuchten getauscht.

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Bodenbelag

Der Boden besteht aus wasserfesten PVC-Fliesen. Alle Kanten sind fachgerecht abgedichtet.
Die Decke ist schnell montiert. Da habe ich viel Erfahrung. Die Beleuchtung ist verlegt und angeschlossen. Die Sockelleisten habe ich aus Meranti geschnitten und anthrazitfarben lackiert.
Die Armaturen in der Dusche sind von GROHE, die Waschtischarmatur von Hansgrohe. Billige Armaturen sind schnell „sauer“ und die Chrombeschichtung ist schnell abgewischt.

Bad renovierung

Duschkabine

Die größte Überraschung gab es beim Kauf der Duschkabine. Wir haben uns viele angesehen. Sowohl im Fachhandel als auch im Baumarkt. Doch alles, was wir fanden, war wackliges Gedöns aus dünnem Glas und kostete mindestens 1.000 Euro – und das ohne Einbau. Nichts auf Maß!
Also wandte ich mich an meinen Glashändler Neumann und fragte ihn. Unglaublich: Eine Duschkabine aus 8 mm starkem Sicherheitsglas mit Qualitätsscharnieren, inklusive Ausmessen, Lieferung und fachgerechtem Einbau für 1.300,00 Euro!

Heute macht es wirklich Spaß, ins Bad zu gehen!

 

Bad renovieren
Bad renovieren
Bad renovieren
Gartenpavillon selber bauen

Gartenpavillon selber bauen

Pavillon-abends

Gartenpavillon selber bauen

Ich habe das Gartenhaus 2018 fertiggestellt.
Warum habe ich ihn selbst gebaut und nicht als Bausatz gekauft? Nun, erstens ist der Bausatz sehr teuer und nicht aus dem Holz, das ich haben möchte, und zweitens ist es zu einfach, nur den Bausatz aufzustellen. Das kann doch jeder, oder?
Nachdem ich den Pavillon in Sketchup entworfen hatte, kaufte ich nach und nach das benötigte Holz bei meinem Holzhändler. Angefangen mit dem Lärchenholzrahmen und dem Boden.

Standplatz gepflastert
Grundrahmen

Platz haben wir genug. Wir haben uns für diese Ecke entschieden, weil dort nur Büsche waren. Die Pflege war nicht so einfach und wir werden auch nicht jünger.
Ein tiefer Aushub, Kies und verdichteter Schotter werden dem Pavillon genügend Halt geben.

Rahmen

Der Rahmen bildet die Verbindung zum Boden und muss daher nicht nur sorgfältig montiert, sondern auch witterungsbeständig sein. Der Rahmen ist aus Lärchenholz, 45×70, die Ecken habe ich ausgeklinkt und fest verschraubt. Aber erst nachdem ich den Boden gebaut hatte. Unter den Riegeln sind 1 cm dicke Gummistreifen als Wasserschutz. Die Riegel sind mit Schlagschrauben fest mit dem Boden verdübelt.

Boden
fertiger_Boden

Wände

Die Wände sind selbst gebaut. Die Pfosten sind KVH 80×80, ausgesuchte Ware. Diese habe ich auf der Tischsäge in Segmentwinkel geschnitten. Ein Falz nimmt die 28er Bretter auf.
Zum Testen habe ich eine Wand gebaut. Die Wand hat ein ordentliches Gewicht. Da macht es nicht viel Sinn, schon alle 8 Teile zusammenzubauen. Also habe ich erst einmal alle Profilholzteile zugeschnitten, vorgebohrt und die Vorderseite geschliffen und dann in Serie selbst zusammengebaut. An dieser Stelle ist es mir wichtig zu betonen, dass ich den kompletten Pavillon alleine konstruiert, gebaut und auch aufgestellt habe.

exakte Verbindung
Aufbau Waende
Rohbau

Lackierung

Durch seine 8-eckige Form hält sich der Pavillon zusammengeschraubt fast von selbst. Das Dach sorgt für die nötige Stabilität.
Um Farbnester zu vermeiden und nicht in jede Ecke mit dem Pinsel gehen zu müssen, habe ich den Rohbau bereits gestrichen. Und zwar mit der Landhausfarbe von OSMO. Für mich gibt es zur Zeit nichts Besseres als diese Farbe für Holz im Außenbereich.

Pavillon
Dachrahmen-pavillon
Probe_Dachsegment
Probe-Dachsegment

Um die Dachsegmente wirklich passend zu bauen, habe ich mir ein Probestück gebaut und so die exakte breite der Wandsegmente zu überprüfen. Ja, es war exakt! diese Genauigkeit hat ein Bausatz sicher nicht.

Dachsegment
Dachsegment-Detail
Probesteck Dach
Beplankung

Dach

Die Dachsegmente konnte ich bequem draussen auf Böcken bauen. Die Beplankung konnte ich sehr gut mit der Tauchsäge exakt ablängen. Die Dachsegmente hatte ich zuvor auf dem Rasen probeweise zusammengestellt. Passte! Die Segmente habe ich auch gleich lackiert. Besser als auf der Leiter zu stehen und von unten zu lackieren. So geht es bequem auf Böcken.

lackierte-Segmente
Bitumenschindeln
SchindelMarkierung

Den Dachrand konnte ich schnell bauen. Mit Schifterschnitten und verschraubt an den Enden der Dachsegmente. Auch die Abdeckung für die 8 Ecken gingen schnell von der Hand. Mit dem P2-System von Lamello benötige ich keine Zwingen beim Verleimen der beiden Hälften.

erstes Segment
Dach Rohbau
Schindeln voll
Schindeln
Pavillon_grau_weiss
Fensterbau
Einbauleuchte
Beleuchtung
Dachspitze
Dachspitze
Tür

Dachspitze

Die Dachspitze habe ich im Internet gekauft.
Die Dachspitze sieht von innen sehr schön aus. Dazu habe ich extra noch ein Innenrad gebaut und konnte so die Dachspitze von innen verschrauben.

Hier habe ich jetzt alles im Schnelldurchlauf beschrieben. Details wären vielleicht etwas langweilig. Wenn Fragen auftauchen: Ich beantworte sie gerne. Ebenso stelle ich auf Anfrage den Bauplan in Sketchup zur Verfügung.

Tipps für das Sägen mit Führungsschienen

Tipps für das Sägen mit Führungsschienen

Tipps für das Sägen mit Führungsschienen

Es gibt zu allen Themen Videos und gute Tipps für den Umgang mit Handmaschinen. Aber nur wenig brauchbare Informationen für das Arbeiten mit einer Tauchsäge auf einer Führungsschiene.
Ich gebe keine großen Ratschläge oder spezielle Verhaltensweisen. Vielmehr möchte ich meine Erfahrungen weitergeben, die ich in den letzten Jahren mit der neuen Festool Tauchsäge gemacht habe.
Ich hatte lange Zeit keine Tischsäge. Das lag ausschließlich daran, weil ich keinen Platz dafür hatte. So musste ich alles Mögliche und Unmögliche mit meiner Tauchsäge TS 55 auf der Schiene schneiden. Das übt!
Angefangen habe ich mit dem Sägen auf der MFT/3. Gegenüber dem alten Black & Decker Plastiktisch war das ein Riesenschritt in das Hobby Holzarbeiten. Plötzlich passte alles viel besser zusammen. Ohne große Nacharbeit. Aber diese Lösung war und ist zu starr. Ich musste das Werkstück immer an der Führungsschiene ausrichten. Bei großen Werkstücken geht das nicht.

Also kaufte ich die nächstgrößere Führungsschiene. Die 1400er. Damit war ich viel flexibler.
Was ist der Vorteil der Führungsschiene von Festool? Sie ist durchdacht. Einmal eingestellt, läuft die Tauchsäge spielfrei auf der Schiene. Die Schiene ist durch die doppelte Gummierung auf der Unterseite sehr rutschfest und die Gummilippe passt sich beim ersten „Sägen“ genau an die Tauchsäge an.

Tipps für das Sägen mit Führungsschienen

Die Aufgabe der „Gummilippe“ ist der Spanschutz. Beim Sägen wird die Innenkante weitgehend vor dem Ausreißen geschützt, da diese Lippe direkt am Sägeblatt anliegt. Deshalb das „Sägen“ mit der Tauchsäge. Achtung! Beim Sägeblattwechsel darauf achten, dass das neue Sägeblatt die gleiche Dicke hat.

Führungsschiene

Das grüne Band an der Führungsschiene ist nicht nur Zierde. Es ist ein Gleitband für die Tauchsäge. Sauber halten und ab und zu mit Silikon einsprühen oder noch besser mit SilberGleit einreiben. Dann „gleitet“ die Säge.
Nachdem ich das System 32 von Festool gekauft habe, habe ich jetzt 2 Führungsschienen à 1400 mm.

Führungsschiene

Diese können bequem mit ZWEI Verbindungsstangen verbunden werden. Das ist wesentlich stabiler als mit nur einer Verbindungsstange! So kann man bequem die Festool-Zwinge einstecken, um die Führungsschiene mit dem Werkstück zu verbinden. Beim System 32 ein MUSS, beim Sägen ein KANN.

Führungsschiene

Abhängig von der Oberfläche des Werkstücks. Wenn man die Gummistreifen unter der Führungsschiene sauber hält und von Zeit zu Zeit befeuchtet, rutscht die Führungsschiene beim Sägen kaum. Die Führungsschiene darf nicht von oben mit einer Schraubzwinge befestigt werden. Sonst passt die Säge beim Vorschub nicht durch. Ich mache oft Tauchschnitte und hatte noch nie einen Rückschlag der Säge. Woran liegt das? Ich führe die Säge vorsichtig in das Material ein. So langsam wie möglich und so schnell wie nötig.

Führungsschiene

Bei den Türausschnitten bin ich „rückwärts“ zum Ausgangspunkt gefahren. Das geht, wenn die Führungsschiene glatt genug ist und man die Säge mit beiden Händen festhält. Das hat man schnell raus und man muss sich auch daran halten!
Ich sehe auch immer wieder, dass das zu sägende Werkstück oft auf quer liegenden Latten liegt und dann gesägt werden soll. Das habe ich früher auch so gemacht. Das ist aber beim exakten Zuschnitt von Möbelholz sehr nachteilig. Je nach Vorschub der Säge bremst das Sägeblatt beim Durchfahren der Querlatten ab und kann Brandflecken auf der Innenseite des Materials verursachen. Das muss nicht sein. Besser ist es, das Material auf so genannte Unterleghölzer zu legen. Das sind kleine runde, gummierte Unterlagen. Wenn man sie hinter der geplanten Schnittkante unter die Kante legt, hat man einen gleichmäßigen Schnitt. Außerdem ist das Materialverschwendung!

Wenn man nun alles beachtet hat, kommt der wichtigste Punkt beim Sägen mit Führungsschiene: die Einstellung der Schnitttiefe!!!
Die Festool TS 55 kann maximal 55mm tief schneiden. Mit Führungsschiene aber 9mm weniger! Das liegt an der Dicke der Führungsschiene. Wenn also ein 19 mm dickes Material gesägt werden soll, muss die Schnitttiefe auf mindestens 28 mm eingestellt werden. 2mm mehr sind besser!
Schlimmer ist es, die Tiefe 1mm zu wenig eingestellt zu haben. Nachsägen bringt immer Nachteile in der Schnittqualität! Eine zu tief eingestellte Tauchsäge erschwert den Vorschub und es gibt auch mehr Ausrisse. Also: auf die richtige Schnitttiefe achten.
Sehr wichtig ist auch die Drehzahl. Die richtige Drehzahl des Sägeblattes und eine ausgewogene Vorschubgeschwindigkeit ergeben den „richtigen Schnitt“. Das ist aber wirklich Erfahrungssache und ergibt sich mit der Zeit von selbst.
Die Führungsschiene sollte an jedem Ende der Schnittlänge mindestens 20 cm über das Material hinausragen. Sonst kann die Tauchsäge kippen! Die Führungsschiene sollte auf der Unterseite saubere, feste und stumpfe Antirutschstreifen haben. Mit feuchtem Lappen reinigen.

Wenn die Führungsschiene trocken und bei konstanter Temperatur gelagert wird, sollte es keine Probleme mit dem Splitterschutzband geben. Es wird sich nicht verziehen. Unterschiedliche Sägeblattdicken führen jedoch zu unterschiedlichen Qualitätsergebnissen. Eine stumpfe Oberfläche erschwert den Vorschub der Tauchsäge. Sauber und ein wenig Silikonspray oder Silbergleit… und das Sägen geht fast wie von selbst.
Das Messen des Sägeschnittes ist nicht sinnvoll. Besser ist es, den Schnitt anzuzeichnen. So kann man die Splitterschutzkante direkt an der Linie ausrichten. Die Führungsschiene ist schon recht rutschfest. Trotzdem sollte die Schiene möglichst mit Schraubzwingen unter der Schiene am Material befestigt werden. Vorne und hinten. Die eingestellte Schnitttiefe muss mindestens 9 mm größer sein als die Dicke des zu sägenden Materials! Ich nehme immer 10 mm mehr. Größere Schnitttiefen erschweren den Vorschub und erhöhen die Gefahr von Ausrissen und Brandspuren!

 

  • passendes Splitterschutzband an der Sägekante
    • Gleichgewicht in Vorschub und Drehzahl. Hohe Drehzahl und geriger Vorschub erhöhen die Gefahr der Brandflecken am Material. Umgekehrt auch. Das muss man üben! Zuvor einen Probeschnitt machen hilft wie ein Wunder.
  • Bei Vollschnitten
    • die Säge vor dem Material eintauchen und erst dann schieben! Sonst gibt es unangenehme Rückstöße!
  • Bei Tauchschnitten
    • LANGSAM ins Material eintauchen und Säge mit beiden Händen festhalten.
  • Material Unterlage
    • Wenn möglich keine Leisten vorstehen lassen. Ich benutze Bench Dogs. Diese reichen in der Regel völlig aus. Diese Teile kosten nicht viel und sind, im Gegensatz zu den zu zersägenden Leisten, immer wieder verwendbar. Auch rutscht das Material nicht weg.
  • das richtige Sägeblatt
    • Nach der Schnitttiefe das Zweitwichtigste. Weniger Zähne für Längsschnitte, mehr Zähne für Querschnitte. Der Sägeblattwechsel bei der TS 55 geht ratzfatz! Und geschärft soll es sein!
Makita 2012NB Dickenhobel

Makita 2012NB Dickenhobel

Makita Dickenhobel

Makita 2012NB Dickenhobel

Lange Zeit wollte ich keinen Dickenhobel haben, obwohl ich ihn immer mehr brauchte. Der Hauptgrund war der fehlende Platz. Aber ich wollte einen Bilderrahmen machen. Aus Eiche. Ich versuchte, eine kleine Menge Leimholz mit durchgehenden Lamellen zu bekommen. Das ging nicht. „Aber wir haben Bretter, roh, ohne Holzkante.“ Mhh, wieder zum Schreiner? Ach was, ich kaufe mir einen Dickenhobel!

Makita Dickenhobel

Gesagt, getan. Im Internet habe ich einen günstigen Makita 2012NB Dickenhobel gefunden. Bei Elektroshop Wagner für Euro 609,00 inkl. Versand per PayPal.
Heute war er da! Und jetzt? Absaugung??Ach was, egal. Einfach mal testen.Habe einen Rest Eiche Leimholz reingesteckt und gehobelt. Mann, da kommen aber eine Menge Späne raus! So geht das nicht. Ich habe mich an einen Kommentar im Internet erinnert. Der Nutzer hatte sich im Baumarkt ein Reduzierstück als Rohr gekauft. Also ging ich in den Baumarkt und kaufte ein ähnliches Teil. Für 89 Eurocent! 70mm auf 40mm.

Makita Dickenhobel

Zu Hause habe ich dann den 40er Durchmesser mit meiner Heißluftpistole etwas vergrössert. Soviel, dass der Absaugschlauch meines CTL 28 hinein passt. Es funktioniert.
So habe ich gleich das Eichenbrett gehobelt. In 0,5mm Schritten. Ich bin begeistert!! Kein Hobelschlag zu sehen und ein Ergebnis vom Feinsten. Sicher, es dauert schon länger, wenn man ein paar Millimeter abtragen will. Doch es ist Hobby und da ist der Weg das Ziel. Der Dickenhobel öffnet eine völlig neue Welt in Einkauf von Holz und auch Verarbeitung.
Was benötige ich noch für diesen Dickenhobel? Genau. Einen Tisch.

Makita Dickenhobel
Makita Dickenhobel