Wohnzimmertisch aus Ahorn
Man möge mir verzeihen, wenn ich ein altes Posting wieder aufnehme. Diesen Wohnzimmertisch habe ich 2019 gebaut.
Aber ich erinnere mich noch gut an diese Arbeit. Es war einfach sehr schwierig, eine passende Beize zu finden. Ich habe damals mehrere ausprobiert.
Die Konstruktion ist eigentlich ganz einfach. Nur das passende Holz zu bekommen war nicht so einfach.
Ein Mitarbeiter meines Holzhändlers hatte mir Ahorn empfohlen. Damals noch recht günstig als „Sägefallend“.
Ein Schreiner hatte dann die Teile vorbereitet, wie fügen, hobeln, abrichten, grob ablängen.
Ahorn gab es nicht fertig in ausreichender Breite und Dicke.
Leimholz herstellen
Die Stücke waren breit genug für eine Leimholzlage.
Ich brauchte 3 größere Platten und Leimholz für die Kopfseite.
Leimholz herzustellen ist sehr einfach. Wichtig ist nur, dass die Stücke eben sind. In Längsrichtung werden sie mit Dübeln zentriert. Ob mit Lamellos oder Dominos ist egal. Ich hatte damals noch keine Lamello Zeta P2.
Da die fertigen Leimholzplatten nicht durch meinen Dickenhobel passten, musste ich beim Verleimen sehr genau sein. Für die Oberflächenbehandlung blieb nur das Schleifen.
Kantenbearbeitung
Die Querkanten haben einen Radius von 20 mm. Alle anderen Kanten haben einen Radius von 4 mm.
Ahorn lässt sich sehr gut bearbeiten. Es gibt so gut wie keine Ausrisse oder unsaubere Kanten nach der Bearbeitung mit scharfen Werkzeugen.
Der einzige Nachteil von Ahorn ist vielleicht die Farbe. Zu hell für Möbel.
Beizen
Ich habe 5 verschiedene Beizen auf Ahorn getestet. Sogar schwarz. Nun, die schlechteste Wahl.
Ahorn hat durch seine eigene Struktur ein meist unschönes Beizbild.
Jedenfalls habe ich den richtigen Farbton gefunden und musste zweimal beizen.
Schublade
Die Schublade hat einen Selbsteinzug.
Die Auszüge sind von teleskopschienen24.de
Ich war immer zufrieden und werde auch weiterhin dort einkaufen. Solange es sich um Möbel für den Außenbereich oder die Werkstatt handelt.
Bei guten Möbeln werde ich wieder auf Hettich oder Blum zurückgreifen.
Oberflächenbehandlung
Beizen ist gut, doch fehlt der letzte „Anstrich“.
Hierzu bietet sich ein farbloses mattes Holzwachs an. Natürlich von OSMO.
Alle Teile wurden vor dem Zusammenbau gebeizt und gewachst.
Dabei wird die längste Zeit „vergeudet“.
Den Tisch gibt es heute noch und wird wirklich häufig mit seiner Funktion als Aufbewahrungsort für Süßigkeiten genutzt.
Die Auszüge arbeite auch noch einwandfrei. Nur die Laufrollen habe ich gegen bessere und weichere Rollen getauscht.
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