Schrankbau für Heimwerker: Alle wichtigen Details erklärt

2. Juni 2026

Schrankbau leicht gemacht
Schrankbau leicht gemacht

Schrankbau für Heimwerker: Alle wichtigen Details erklärt

Jetzt habe ich schon eine deutlich größere Werkstatt – und trotzdem reicht der Platz noch immer nicht wirklich aus.

Im neuen Waschraum steht allerdings noch genügend Fläche zur Verfügung, um dort einen Doppelschrank aufzustellen.

Auf diesem Schrank sollen künftig sowohl der Kaffeevollautomat als auch der 3D-Drucker ihren Platz finden. Das WLAN habe ich inzwischen über mehrere Repeater als Mesh-Netzwerk über das gesamte Grundstück erweitert, sodass auch dort eine stabile Verbindung vorhanden ist.

Natürlich wird auch dieser Schrank wieder in Weiß ausgeführt – gefertigt aus 19-mm-melaminbeschichteter Spanplatte mit passenden Kanten.

Auf eine massive Vollrückwand werde ich verzichten, da der Schrank ohnehin direkt an der Wand stehen wird. Dafür reicht eine einfache 5-mm-Rückwand vollkommen aus.

Doppelschrank Waschraum

Kante anfahren

Soll an einer beschichteten Spanplatte eine wirklich saubere und stabile Kante entstehen, führt an einer passenden ABS-Kante kaum ein Weg vorbei.

Dabei besitzt praktisch jede Spanplatte ihre eigene, exakt abgestimmte ABS-Kante. Über die genaue Bezeichnung der Platte lassen sich die passenden Kanten beispielsweise sehr einfach bei Kantenshop finden.

Immer wieder bieten sogenannte „Holzwerker“ ABS-Kanten meterweise zu überhöhten Preisen an. Das Problem dabei: Diese Kanten passen farblich meist nicht wirklich zur verwendeten Spanplatte. Gerade bei Weißtönen gibt es enorme Unterschiede – Weiß ist eben nicht gleich Weiß.

Mit einem eigenen Kantenanleimer eröffnet sich im Möbelbau plötzlich ein völlig neuer Bereich. Erstaunlicherweise findet man dazu auf YouTube oder selbst in vielen Kursen sogenannter Tischlermeister vergleichsweise wenig wirklich hilfreiche Informationen.

Warum der Bau solcher Möbel dennoch so interessant ist?

Ganz einfach: Eine komplette beschichtete Spanplatte im Format 2700 × 2050 mm kostet oft weniger als 70 Euro. Damit lassen sich erstaunlich hochwertige und individuell angepasste Möbel bauen – und das zu einem Bruchteil vieler Fertigmöbelpreise.

Waschraummöbel

alle Teile des neuen Doppelschrankes

Dies sind sämtliche Teile für den neuen Doppelschrank.

Warum ich zwei einzelne Schränke statt eines großen, durchgehenden Schranks baue? Ganz einfach: Im fertigen Ergebnis macht das praktisch keinen Unterschied, der Bau eines Doppelschranks ist jedoch deutlich einfacher.

Die einzelnen Bauteile bleiben kleiner, handlicher und lassen sich wesentlich angenehmer bearbeiten und montieren.

Die große Bodenplatte dient dabei als stabile Grundkonstruktion, auf der beide Schränke fest miteinander verbunden werden. Zusätzlich werden die beiden Schrankkörper noch miteinander verschraubt, was die Stabilität und Belastbarkeit erheblich erhöht.

Außerdem wird der komplette Doppelschrank auf vier Laufrollen stehen. Dadurch lässt sich die gesamte Konstruktion jederzeit problemlos verschieben.

Zwei der Rollen besitzen zusätzlich Feststellbremsen, sodass der Schrank später sicher an seinem Platz fixiert werden kann.

Waschraummöbel

Kanten-Abrundgerät

In einer professionellen Kantenanleimmaschine – die schnell einmal 100.000 Euro oder mehr kosten kann – werden sämtliche Ecken automatisiert und extrem präzise abgerundet.

Ein solches Ergebnis lässt sich im Hobbybereich natürlich nur schwer erreichen – wenn überhaupt. Dafür liegen die Kosten meiner Verarbeitung aber auch nur bei einem Bruchteil einer industriellen Lösung.

Heute kostet ein Meter professionell bearbeitete ABS-Kante schnell etwa fünf Euro oder mehr. Meine eigene Lösung liegt dagegen bei ungefähr 30 Cent pro Meter – zuzüglich der eigenen Arbeitszeit natürlich.

Dieses kleine Hilfsgerät hatte ich zufällig im Internet als kommerzielles Produkt entdeckt. Der Preis lag bei knapp 600 Euro.

Kann man so etwas selbst bauen? Ja – genau das habe ich getan.

Zunächst entstand ein Prototyp aus Eiche, Buche, Acrylglas und stabilem HPL-Material. Anschließend habe ich daraus eine Druckdatei für den 3D-Drucker erstellt, die ebenfalls heruntergeladen werden kann.

Schrank bauen

enttäuschendes Ergebnis

Das Eckenfräsgerät habe ich gebaut um bessere Ergebnisse zu erhalten als die manuelle Arbeit.

Das Gerät selbst funktioniert wie erwartet, doch das Ergebnis ist enttäuschend. Was bin ich froh, ein solches Gerät nicht gekauft zu haben. Das wäre rausgeschmissenes Geld gewesen.

Solche Ecken hatte ich in der Verganenheit auch mit der manuellen Bearbeitung mit der Ziehklinge und dem Handschleifklotz.

Wie auch immer, ich werde das Gerät wohl entsorgen, weil es unnötig Platz verschwendet.

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Falzen für die Rückwand

Die Rückwand soll in einem Falz liegen und anschließend verschraubt werden.

Eine Rückwand dient dabei nicht nur dazu, den Schrank nach hinten abzuschließen. Sie trägt auch wesentlich zur Stabilität der gesamten Konstruktion bei und verhindert, dass sich der Schrank später verzieht oder verwindet.

Verwendet wird hierfür eine einfache HDF-Platte mit 5 mm Stärke. Auf eine farbige Ausführung habe ich verzichtet – die Rückwand bleibt also schlicht braun.

Die Falze habe ich mit der Festool OF 1010 und einem entsprechend modifizierten Längsanschlag gefräst.

Besonders empfehlen kann ich dabei einen passenden Absaugadapter. Dadurch lässt sich die Oberfräse deutlich angenehmer handhaben, da der Saugschlauch sauber geführt wird und nicht ständig auf den ovalen Absaugstutzen gezwungen werden muss. Was sich die Konstrukteure dabei ursprünglich gedacht haben, erschließt sich mir bis heute nicht.

Beim Fräsen der durchgehenden Längskanten sollte man außerdem einen kleinen Trick beachten: Die ersten etwa zwei Zentimeter werden zunächst im Gleichlauf rückwärts gefräst. Dadurch lassen sich unschöne Ausrisse an der Kante weitgehend vermeiden. Anschließend kann die restliche Strecke wie gewohnt im Gegenlauf gefräst werden.

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eingesetzter Falz

Deckel und Boden werden nicht durchgängig gefalzt.

Hier ist etwas Planung erforderlich, damit die Rückwand später sauber sitzt und die Proportionen stimmen. In meinem Fall sollten an den Rändern rechnerisch jeweils 11 mm Material stehen bleiben, um ein sauberes und harmonisches Erscheinungsbild zu erhalten.

Die Fräsungen für die Lamello-Verbindungen hatte ich bereits zuvor eingebracht. Auf diesen Arbeitsschritt möchte ich hier nicht weiter eingehen.

Nach dem Fräsen des Falzes folgt allerdings noch eine wichtige Nacharbeit: Die inneren Ecken müssen mit dem Stechbeitel ausgestemmt werden. Andernfalls kann die Rückwand aufgrund der runden Fräserradien nicht sauber und vollständig im Falz sitzen.

Das ist zwar eine echte Fleißarbeit und erfordert etwas Geduld, lohnt sich am Ende aber durchaus. Die Rückwand passt dadurch exakt in den Falz und der Schrank wirkt insgesamt deutlich sauberer und hochwertiger verarbeitet.

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Bohrungen für die Einlegeböden 

Vorweg: Ich besitze das komplette Lochreihensystem LR 32 von Festool. Damals habe ich praktisch alles gekauft, was mir in irgendeiner Form hilfreich erscheinen konnte.

Heute sehe ich das allerdings etwas differenzierter. Nach vielen Jahren der Nutzung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass dieses umfangreiche System für viele Anwendungen schlicht zu teuer ist und sich in der Praxis nicht immer besonders komfortabel handhaben lässt.

Wer konsequent nach dem 32-mm-System arbeitet und regelmäßig Serienbohrungen für den Möbelbau benötigt, ist damit sicherlich gut bedient.

Für dieses Projekt brauche ich jedoch kein vollständiges 32er-System. Es geht lediglich darum, mehrere Bohrungen exakt parallel anzubringen, um später Einlegeböden einsetzen zu können.

Das lässt sich mit etwas Sorgfalt, einem Maßband und sauberem Anzeichnen ebenso zuverlässig erreichen. Nicht jede Aufgabe benötigt spezielle Schablonen oder komplexe Systeme.

Vieles von dem, was man in Videos oder von selbsternannten Experten und „Meistern“ im Internet präsentiert bekommt, entspricht meiner Erfahrung nach nicht immer den tatsächlichen Anforderungen in der Werkstatt. Oft führen einfache und bewährte Methoden genauso sicher zum Ziel.

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Bohrungen anzeichnen

Für diesen Schrank ist ein 32er-System aus meiner Sicht schlicht nicht erforderlich. Hier reicht es vollkommen aus, die Bohrungen sauber anzureißen und im gewünschten Abstand von 50 mm anzuzeichnen.
Die spätere Funktion der Einlegeböden wird dadurch in keiner Weise beeinträchtigt, während der Arbeitsaufwand deutlich geringer bleibt.

Waschraummöbel
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Einsteckhalter

Diese Einlegebodenhalter gibt es inzwischen für wenig Geld sogar als 1.000er-Pack im Internet zu kaufen. Früher habe ich solche Teile noch einzeln im Fachhandel erworben – zu Preisen, bei denen man heute nur den Kopf schütteln kann. Aber mit der Zeit wird man eben schlauer.

Die Halter sind etwa 22 mm lang und sollten idealerweise ungefähr zur Hälfte ihrer Länge im Holz sitzen. Dadurch entsteht eine stabile und ausreichend belastbare Aufnahme für die Einlegeböden.

Mit einem Durchmesser von 5 mm lassen sich die Bohrungen problemlos mit jedem handelsüblichen 5-mm-Holzbohrer herstellen.

Ein vorheriges Ankörnen der Bohrungen ist dabei durchaus sinnvoll. Dadurch läuft der Bohrer nicht weg und die Lochreihe wird deutlich präziser.

Mit dem zuvor gezeigten Körner gelingt das sehr zuverlässig. Bei vielen günstigen Modellen habe ich dagegen die Erfahrung gemacht, dass sie unpräzise arbeiten, schnell verschleißen oder keinen sauberen Körnerpunkt setzen. Ein gutes Werkzeug macht sich gerade bei solchen wiederkehrenden Arbeiten schnell bezahlt.

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Topfbänder 

Die Türen werden jeweils von zwei Topfbändern von Hettich getragen.

Zu diesem Thema findet man im Internet unzählige Videos. Häufig wird dabei jedoch der Eindruck durch diese "Meister" vermittelt, dass man teure Spezialwerkzeuge und aufwendige Vorrichtungen benötigt, um die erforderlichen Bohrungen korrekt anzubringen.

Meiner Erfahrung nach ist das in vielen Fällen unnötig kompliziert dargestellt.

Für die Positionierung der Topfbänder genügt bereits eine einfache Bohrschablone von Hettich, die nur wenige Euro kostet. Mit einer solchen Schablone hat man bereits alles zur Hand, was für das präzise Anzeichnen der Bohrungen notwendig ist.

Teure Spezialvorrichtungen können die Arbeit zwar komfortabler machen, für gelegentliche Möbelbauprojekte sind sie jedoch oft nicht zwingend erforderlich.

Mit wenigen Handgriffen sind die Positionen angezeichnet und die Bohrungen können anschließend präzise eingebracht werden. Gerade bei Standardschränken führt diese einfache Methode schnell und zuverlässig zum Ziel.

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Bohren Topfbänder

Natürlich habe ich es früher genauso gemacht wie die vielen „Meister“ im Internet – nämlich auf die möglichst komplizierte Art.

Heute sehe ich das deutlich pragmatischer. Für die Montage der Topfbänder reichen ein 5-mm-Bohrer für die Euroschrauben und ein 35-mm-Forstnerbohrer für das Topfbandloch vollkommen aus.

Mit etwas Übung lassen sich sämtliche Bohrungen sogar problemlos mit einem einfachen Akkuschrauber herstellen.

Eine Oberfräse oder andere aufwendige Spezialwerkzeuge sind dafür aus meiner Sicht völlig unnötig. Entscheidend sind sauberes Anzeichnen, sorgfältiges Arbeiten und etwas Erfahrung – nicht die Menge oder der Preis des eingesetzten Werkzeugs.

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Griffe für die Türen

In der Vergangenheit habe ich bereits unzählige Möbelgriffe montiert. Bisher lief das immer nach dem gleichen Prinzip ab: messen, anzeichnen, bohren – und meistens hat es auch gepasst.

Das Anzeichnen wollte ich mir diesmal jedoch ersparen. Deshalb habe ich bei Temu eine einfache Bohrschablone für knapp 5 Euro bestellt, in der Hoffnung, mir diese Arbeit etwas zu erleichtern.

Bei diesem Projekt kam die Schablone nun erstmals zum Einsatz.

Das Ergebnis hat mich tatsächlich überrascht: Die Handhabung war denkbar einfach, die Bohrungen waren schnell gesetzt und die Griffe saßen sogar präziser als bei meiner bisherigen Methode.

Hier haben sich die investierten 5 Euro für mich definitiv gelohnt.

Allerdings hat die Schablone auch ihre Grenzen. Für breitere Griffe beziehungsweise größere Lochabstände reicht der Einstellbereich nicht aus. In solchen Fällen bleibt weiterhin nur das klassische Messen und Anzeichnen.

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Schrank montieren

Die Einlegeböden passen, die Kreuzplatten sind montiert und sämtliche Fräsungen wurden nochmals kontrolliert.

Damit kann nun der eigentliche Zusammenbau beziehungsweise das Verleimen des Korpus beginnen.

Die Lamellos sowie die Kanten der Rahmenteile wurden ausreichend mit Leim versehen und anschließend passgenau zusammengesteckt. Mit den Rahmenzwingen lässt sich der Schrank bereits sehr gut ausrichten und in Form bringen, noch bevor die Rückwand eingesetzt wird.

Nach etwa einer Stunde hat der Leim genügend Festigkeit erreicht, sodass die nächsten Arbeitsschritte erfolgen können. Dennoch lohnt es sich, dem Korpus möglichst lange Zeit zum Aushärten zu geben, um spätere Spannungen oder Verformungen zu vermeiden.

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Rückwand montieren

Tatsächlich passte die Rückwand exakt in den Falz. Millimetergenau.

Zum Verschrauben der Rückwand mit dem Rahmen ist ein Vorbohren zwingend. Ansonsten pilzt sich das Material beim Einschrauben auf und es gibt eine unsichere und hässliche Verbindung.

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Türen montieren

Na ja, „montieren“ ist vielleicht etwas übertrieben.

„Einstecken“ in die Kreuzplatten trifft es eigentlich besser.

Wenn zuvor sauber und präzise gearbeitet wurde, passt beim Zusammenbau alles sofort und ohne Nacharbeit zusammen. Genau so sollte es sein.

Auf dem Bild sind auch die Bohrungen für die Einlegebodenhalter zu erkennen. Mehr Bohrungen halte ich in diesem Fall nicht für erforderlich. Wer positioniert einen Einlegeboden schon direkt unter dem Deckel oder unmittelbar über dem Boden eines Schranks?

Mir persönlich ist jedenfalls kein Fall bekannt, in dem die Höhe eines Einlegebodens nachträglich tatsächlich verändert wurde.

Wie auch immer – die Möglichkeit besteht natürlich trotzdem. Wer später andere Abstände benötigt, kann die Einlegeböden jederzeit umsetzen. Damit bleibt der Schrank flexibel, ohne ihn mit einer unnötigen Vielzahl von Bohrungen zu versehen.

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Topfbänder "pimpen"

Im Jahr 2014 habe ich dieses Zubehör im Fachhandel gekauft, um die Topfbänder optisch etwas aufzuwerten.

Natürlich ist das aus funktionaler Sicht völlig überflüssig. Für Enthusiasten und Detailverliebte kann so etwas aber durchaus seinen Reiz haben – damals jedenfalls auch für mich.

Bemerkenswert ist dabei der Preis: Die beiden Abdeckteile für ein einziges Topfband kosteten bereits rund 3 Euro. Damit waren sie sogar teurer als das eigentliche Topfband, das heute etwa 2,15 Euro gekostet hat.

Beim Umzug von der alten in die neue Werkstatt sind mir diese Teile wieder in die Hände gefallen.

Neu kaufen würde ich sie heute allerdings nicht mehr. Sie erfüllen keinen praktischen Zweck und verschwinden später ohnehin weitgehend aus dem Blickfeld. Manchmal merkt man erst nach einigen Jahren, welche Anschaffungen wirklich sinnvoll waren – und welche eher dem damaligen Wunsch nach Perfektion geschuldet waren

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Topfband Zubehör

Hier habe ich die Abdeckungen auf die Topfbänder aufgesteckt.

Gut, optisch wirkt das Ganze etwas aufgeräumter und hochwertiger, eine tatsächliche Funktion erfüllen diese Teile allerdings nicht.

Warum verwende ich Topfbänder von Hettich oder Blum?

Ganz einfach: Die No-Name-Topfbänder aus dem Baumarkt sind oft weder günstiger noch qualitativ besser. Im Gegenteil – häufig kosten sie sogar mehr als Markenware aus dem Fachhandel oder dem Internet und überzeugen dabei nicht durch ihre Verarbeitung oder Langlebigkeit.

Ein gutes Beispiel dafür ist dieses Zubehör: Die Abdeckungen passen auch nach zwölf Jahren noch problemlos auf aktuelle Topfbänder. Das spricht für eine gleichbleibende Konstruktion und eine hohe Kompatibilität über viele Jahre hinweg.

Im Übrigen sind Topfbänder grundsätzlich keine besonders attraktiven Beschläge. Sie verschwinden zwar weitgehend im Schrankinneren, bleiben aber sichtbar. Alternative Dreh- und Scharnierlösungen sind meist deutlich aufwendiger zu montieren und verursachen erheblich höhere Kosten.

Für den normalen Möbelbau sind hochwertige Topfbänder deshalb nach wie vor die einfachste, zuverlässigste und wirtschaftlichste Lösung.

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beide Schränke nebeneinander

Hier sind die beiden fertigen Schränke bereits nebeneinander aufgestellt.

Die Türen passen sauber in die vorgesehenen Fugen, und dank der Soft-Close-Funktion schließen sie selbstständig und angenehm gedämpft.

Auch die Rückwand erfüllt ihre Aufgabe hervorragend. Sie hat die Schränke zusätzlich ausgesteift und dafür gesorgt, dass die Korpusse exakt ausgerichtet bleiben.

Nun fehlt nur noch die gemeinsame Bodenplatte mit den Lenkrollen, auf der beide Schränke fest miteinander verbunden werden.

Die Griffe wirken auf den großen Türflächen vielleicht etwas verloren. Allerdings hatte ich diese noch im Bestand und sehe keinen Grund, funktionierende Beschläge durch neue zu ersetzen. Schließlich soll der Schrank in erster Linie praktisch sein – und nicht als Ausstellungsstück dienen.

Bodenplatte Schrank

Bodenplatte

Beide Schränke werden später auf einer gemeinsamen Bodenplatte stehen. Diese besteht ebenfalls aus 19 mm beschichteter Spanplatte.

Die Bodenplatte sorgt nicht nur für einen sicheren Stand, sondern verbindet die beiden Schränke zu einer stabilen Einheit. Gleichzeitig ermöglichen die darunter montierten Lenkrollen eine hohe Mobilität, sodass sich der komplette Doppelschrank bei Bedarf problemlos verschieben lässt.

Die verwendeten Laufrollen habe ich im Internet bestellt. Mit einem Stückpreis von etwa 5 Euro waren sie kaum teurer als vergleichbare Modelle aus dem Baumarkt. Die Qualität ist jedoch deutlich besser. Nach meiner Erfahrung halten diese Rollen problemlos mehr aus als die angegebenen 60 kg Tragkraft pro Rolle.

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gute Lenkrollen

Noch ein Wort zu den verwendeten Lenkrollen.

Natürlich ist es verlockend, einfach die günstigsten Rollen im Baumarkt zu kaufen. Wer den Schrank jedoch regelmäßig bewegen möchte, sollte auf einige wichtige Merkmale achten:

  • kugelgelagerte Ausführung
  • mindestens 75 mm Rollendurchmesser beziehungsweise Bauhöhe
  • weiche Rollen statt Hartplastikrollen
  • stabile und leicht bedienbare Bremse
  • die Rolle muss im gebremsten Zustand nicht nur blockieren, sondern auch gegen Verdrehen gesichert sein

Gerade der letzte Punkt wird häufig unterschätzt. Eine Bremse, die lediglich das Rad blockiert, verhindert nicht, dass sich die Rolle verdreht und der Schrank trotzdem leicht bewegt.

Viele günstige Baumarktrollen erfüllen diese Anforderungen nur teilweise oder gar nicht. Deshalb bestelle ich solche Rollen lieber bei spezialisierten Händlern im Internet. Dort erhält man oftmals eine deutlich bessere Qualität zu Preisen, die kaum höher sind als im Baumarkt. Wer einmal mit hochwertigen Lenkrollen gearbeitet hat, merkt den Unterschied sofort – sowohl beim Bewegen als auch beim sicheren Stand des Möbelstücks.

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Aufbau der Schränke

Die beiden Schränke werden zunächst exakt auf der Bodenplatte ausgerichtet.

Anschließend verschraube ich die Korpusse von innen miteinander. Dadurch entsteht bereits eine sehr stabile Einheit, die sich nicht mehr gegeneinander verschieben kann.

Danach erfolgt nochmals eine Kontrolle der Ausrichtung auf der Bodenplatte. Stimmen alle Abstände und stehen die Schränke sauber in Position, werden sie zusätzlich durch den Boden hindurch mit der Bodenplatte verschraubt.

Damit ist die Konstruktion praktisch abgeschlossen.

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Einlegeboden einschieben

Bei der Größe dieser Schränke machen mehrere Einlegeböden pro Schrank aus meiner Sicht wenig Sinn.

Genauso verhält es sich mit der Höhenverstellbarkeit. Natürlich könnte man deutlich mehr Lochreihen bohren, doch welchen praktischen Nutzen hätte das? Meiner Erfahrung nach werden Einlegeböden nach dem Einbau nur selten noch einmal umgesetzt.

Deshalb habe ich mich auf die wirklich notwendigen Bohrungen beschränkt. Das spart Arbeit, sieht aufgeräumter aus und erfüllt den gleichen Zweck.

Jetzt muss ich lediglich noch die unschönen Späne und den restlichen Bohrstaub mit dem Staubsauger entfernen. Dann ist auch dieses Projekt erfolgreich abgeschlossen.

Wie so oft steckt in einem solchen Schrank deutlich mehr Arbeit, als man später auf den ersten Blick erkennt. Dafür erhält man am Ende jedoch ein Möbelstück, das exakt den eigenen Anforderungen entspricht, stabil gebaut ist und viele Jahre seinen Dienst verrichten wird.

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mehr Platz in der Werkstatt

Den Platz für den 3D-Drucker und den Kaffeevollautomaten kann ich jetzt deutlich besser nutzen.

Beide Geräte stehen auf dem neuen Doppelschrank, ohne wertvolle Arbeitsfläche in der Werkstatt zu belegen.

Dadurch hat sich auch die Anordnung der Werkstatt insgesamt verbessert. Die neue Werkbank kann nun wieder frei als Insel im Raum stehen und ist von allen Seiten zugänglich.

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