Gartenküche erweitern

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Gartenküche

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Nachdem ich die Unterschränke für den Grill fertiggestellt habe, werde ich auch den linken Teil der Gartenküche erneuern. Der alte Schrank ist zu schmal und es soll auch eine Kochmöglichkeit geben.
Sketchup ist und bleibt meine beste Konstruktionssoftware.
TrunCAD ist für den Hobby-Einsatz unbezahlbar und der Herstelle lässt nicht mit sich über einen Sonderpreis reden.

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Podest / Sockel

Hierfür habe ich Multiplex, 18 mm gewählt. Diese Platte gibt den 3 Schränken genügend Halt und bleibt formstabil. Auch diese Platte habe ich mit einer ABS-Kante versehen und lackiert. Die Köpfe der Schlossschrauben sind versenkt, damit die Schränke darauf gestellt werden können. Die Rollen sind mit 6mm. Selbstsichernde Muttern. Stufen: ABS-Kante, geschliffen, lackiert, ABS-Kante mit Klinge abgezogen.

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ABS-Kante

Ja, das Kanten ist schon zeitaufwendig. Mit Schubladen und Boden dauert es fast einen Tag. Einen halben Tag macht es Spaß, aber dann nicht mehr. Und dann noch in der Hitze. ABS-Kanten hat mein Holzhändler noch ausreichend auf Lager. Ansonsten kann man auch direkt bei Döllken bestellen.

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Nuten auf der Tischkreissäge

Beim letzten Schrank war ich zu faul das Sägeblatt zu wechseln und habe deshalb Ausrisse an den Teilen gehabt. Diesmal habe ich das Spezialsägeblatt für beschichtete Platten in die Bosch GTS 10 XC eingebaut und hatte als Ergebnis ausrissfreie Nuten.

Dabei denke ich noch immer an die Erika 85 Tischkreissäge. Diese hatte ich auch auf Empfehlung eines Tischlermeisters hin gekauft um die Kappsäge zu „sparen“. Völliger Unsinn!! Die Säge ist das Geld nicht wert. Euro 3.500,00 ohne Schiebeschlitten.

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Sägeblattwechsel

Der Wechsel der Sägeblätter in der Bosch GTS 10 XC ist sehr einfach. Wenn ich da an die Erika 85 denke… Da muss man unter den Tisch.

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Schubladenböden und Rückwände

Ich habe mich bewusst für 5 mm starke Böden/Rückwände entschieden. Der Schrank wird beansprucht werden und ich möchte trotzdem Stabilität erreichen. Außerdem sind dickere Rückwände etwas teurer als dünnere. Das Sägeblatt von AGEFA ist 3,2 mm dick, also dicker als „normale“ Sägeblätter. Dafür läuft es rund und im Vergleich zu den anderen sehr leise.
Wie auf dem Frästisch mit dem 4 mm Nutfräser muss ich 2 Durchgänge machen. Immer erst an einem Probestück testen!

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Schubladen

Ich baue die Schubladen mit Einlegeböden. Das spart Zeit und Arbeit. Die Schubladenteile sind aus VP und einseitig mit einer ABS-Kante versehen. Die sichtbaren Seiten natürlich. Die Teile werden mit Lamellos verbunden, 2 an jeder Ecke. Einer hätte vielleicht gereicht, aber ich habe 2 verwendet. Die Holzteile sind geschliffen, aber unbehandelt. So soll es sein. Die Kanten sind nach dem Schleifen noch einmal mit der Ziehklinge abgerundet.

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Schränke verleimen

Die zugeschnittenen und bekanteten Teile passen alle zusammen. Die Verbindungen sind Lamellos. Hier hätte ich vielleicht die Mafell DDF 40 verwenden können, aber im Gegensatz zur Lamello Zeta P2 halte ich nicht viel von der DDF 40. Mit 1.022,00 Euro viel zu teuer und qualitativ weit von der Festool DF 500 und der Lamello Zeta 2 entfernt.
Das Verleimen war einfach. Solange man genügend Zwingen zur Verfügung hat.

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Rohbau

Die Schränke sind jetzt im Rohbau fertig. Der Schrank für das Gaskochfeld von Bosch ist perfekt zugeschnitten. Das Gaskochfeld selbst habe ich schon angepasst und es funktioniert. Das Gaskochfeld ist jetzt nicht das Beste, aber hoffentlich ausreichend für unsere Bedürfnisse. Die Gasflasche, 11 kg, wird genügend Platz unter dem Gaskochfeld haben. Inklusive der notwendigen Entlüftung.

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Stromanschluss

Das Gaskochfeld braucht einen Stromanschluss. Außerdem möchte ich eine Doppelsteckdose in Höhe der Arbeitsplatte anbringen. So erinnerte ich mich an den Außenanschluss meiner alten Gartenbar, den ich noch aufgehoben hatte. Den habe ich eingebaut und innen mit einer Doppelsteckdose verbunden. Natürlich mit einem Kabelkanal gesichert.

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Schubladenbau

Die Rollenauszüge sind da und ich habe sie gleich eingebaut.

Das Prinzip der Rollenauszüge ist alt, aber diese sind die besten unter den Auszügen. Einfach und effizient. Der Einbau ist kinderleicht und ohne Schablone oder Werkzeug möglich. Für diese Rollenauszüge habe ich sage und schreibe 2,40 Euro pro Paar bezahlt! Baugleiche Rollenauszüge von Hettich kosten im günstigsten Fall Euro 11,00.

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Fertig verschraubt

Der Boden läuft sauber, die Schränke sind fertig und ich konnte sie zusammenschrauben. Steht bombenfest.
Die Griffe konnte ich sehr günstig bei ebay ersteigern. Edelstahlgriffe mit einem Lochdurchmesser von 160 mm.
Die Arbeitsplatte ist knapp 40 mm dick, dünner macht bei Einbaugeräten wie dem Gaskochfeld keinen Sinn.

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Die Arbeitsplatte

Die Arbeitsplatte ist eine normale Küchenarbeitsplatte mit einer Stärke von 38 mm und 2 cm länger als der gesamte Schrank. Sie sollte rechts und links mindestens 1 cm überstehen. Die Schnittkanten bekante ich mit grauem ABS. Danach schneide ich den Ausschnitt für die Gaskochmulde aus.
Die Arbeitsplatte habe ich im Baumarkt gekauft, da sie sofort verfügbar war. Beim Holzhändler hätte ich 10 Tage warten müssen. Aber die Platten aus dem Baumarkt sind die billigste Qualität! Und mit 38,00 Euro pro Meter nicht gerade billig. Ich werde nie wieder im Baumarkt kaufen.

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Ausschnitt für Gaskochfeld

Mit der Führungsschiene und der Tauchsäge ist das ein Kinderspiel. Wichtig ist für mich, die Führungsschiene zu klemmen. Wenn sie sich verzieht, würde ich mich sehr ärgern. Aber das war nicht der Fall. Die letzten Eckausschnitte habe ich mit dem FEIN Multifunktionswerkzeug geöffnet.

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Fertigstellung

Das Gaskochfeld war schnell montiert. Die Schaumstoffdichtung mit den Klammern an der Unterseite des Feldes hält das Gaskochfeld sicher im Ausschnitt. Die Elektrik funktioniert und der Platz für die Gasflasche ist mehr als ausreichend. Auch das Öffnen und Schließen ist sehr komfortabel. Die Schubladen sind bereits gefüllt und laufen einwandfrei. Der Schrank lässt sich auf den Rollen gut bewegen und wird auch von den beiden gebremsten Rollen gut gehalten.
Jetzt kommt noch eine Rückwand an den Unterstand, um den Zaun vor der Hitze zu schützen. Sieht auch besser aus. Morgen hole ich die Dreischichtplatten beim Holzhändler ab…

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Gartentisch selber bauen

Gartentisch selber bauen

Gartentisch

Gartentisch selber bauen

Zuerst war es nur eine Sitzecke für 2 Personen. Dazu habe ich einen kleinen Tisch gebaut. Mittlerweile sitzen wir sehr oft dort und auch mit mehr als 2 Personen. Mit dem Grill im Rücken… macht es auch Sinn, einen großen Tisch zum Essen zu haben. Also habe ich einen gebaut. Ganz aus Meranti. Meranti ist neben Kambala mein Lieblingsmaterial. Es lässt sich sehr gut bearbeiten. Nicht umsonst nehmen Fensterbauer es auch.
Also ab zum Holzhändler und Meranti kaufen.

Gartentisch selber bauen

Konstruktion

Beim Holzhändler wurde ich leider enttäuscht. Nach der Übernahme durch Bauen & Leben wurden einige Holzarten aus dem Sortiment genommen. So leider auch die Meranti-Kanteln, die ich gerne verarbeitet habe. Nur noch 5,90 Meter lange Kanteln. Tja, da musste ich mich durchbeißen ….
Auch die 27 x 190er Balkonbretter gab es nicht mehr. Nur noch 27 x 140er. Also viel Verschnitt. Aber das ist ja nur ein Hobby.
Ich mache immer den Sketchup-Plan. Ohne macht es keinen Sinn anzufangen, Skizzen auf Papier bringen auch nicht viel.

Gartentisch selber bauen

Zuerst baue ich den Rahmen mit den Tischbeinen. Die Kanteln möchte ich quadratisch haben, deshalb habe ich sie auf 71×71 mm gehobelt. Geschliffen werden die Tischbeine erst vor dem Lackieren. Gehobeltes Meranti nimmt den Lack schlecht an. Jedes Holz sollte vor dem Lackieren geschliffen werden. Die Tischbeine werden über Tischbeinzargen mit dem Rahmen verbunden. Dazu muss eine Gewindemuffe direkt senkrecht in eine der Kanten eingebohrt werden. Um mir die Arbeit zu erleichtern, habe ich mir einen Holzständer aus Fichtenholz gebaut. So kann ich jeweils ein Tischbein in der richtigen Position auf dem Bohrständer vorbohren.

Gartentisch selber bauen

Mit Tischbein-Zargen habe ich noch nie gearbeitet und so habe ich zunächst eine Testkonstruktion gebaut mit abgeschnittenen Teilen. Sonst benutze ich immer Dübel, aber warum soll ich mir das Leben schwer machen. Der Zusammenbau mit den Zargen ist absolut einfach. Hätte ich nicht gedacht. Das Leimen des Rahmens mit Dübeln entfällt; so auch das Anlegen von langen Zwingen. Das schnell gebaute Gestell leistet seine Dienste sehr gut. Die Gewindemuffe war schnell gesetzt und die Zargen in den geschittenen Nuten sitzt fest.

Gartentisch selber bauen
Gartentisch selber bauen
Gartentisch selber bauen

Der Tisch muss höhenverstellbar sein. Dazu habe ich vom Holzhändler 4 Tischbeinversteller bekommen, die eigentlich für ein Vierkantrohr gedacht sind. Ich kann sie aber aufbohren. Die Bohrung muss einen Durchmesser von 22 mm haben. Nach einigem Suchen habe ich einen alten Forstnerbohrer mit diesem Durchmesser gefunden. Wirklich billig. Aber ich werfe nichts weg. Die Löcher im Tischfuß waren mit diesem Teil nicht so einfach zu bohren. 2 mal habe ich mit der Diamantkarte nachgeschliffen. Aber jetzt werfe ich den Bohrer weg.

Gartentisch selber bauen

Die oberen 4 Ecken der Kunststoffteile habe ich abgeschnitten, damit der Kopf in die Bohrung passt. Na ja, die Stützen sind ja nicht für einen Tisch gedacht, sondern für ein Vierkantrohr. Improvisieren macht Spaß.
Nachdem ich alle Teile geschliffen hatte, habe ich die Kanten auf dem Frästisch abgerundet und dann geschliffen. 120, 150, 180, 220. Das Lackieren der Teile nimmt die meiste Zeit in Anspruch. 3 Schichten sind das Minimum!

Tischbein
Tischbeine schleifen
Lackieren
Gartentisch

Das Grundgestell war schnell zusammen gebaut. Die Tischbein-Zargen sind Klasse. Wenig Fummelarbeit wegen der Gewindemuffen.

Tischplatte

Tischplatte

Dies ist das Holz für die Tischplatte. 140er Meranti Balkonbreter. Die Tischplatte besteht aus einem Rahmen mit Mittelsteg und 26 Sprossen. Alle Teile habe ich zunächst auf der Bosch GTS 10 XC Tischsäge gesägt mit 2-3mm Hobelzuschlag. Auf dem Holbel habe ich die Teile auf gleiche Stärke gebracht.

Holz im Aussenbereich
Falzfräser
Sprossen
Kopfteile
Abrundfräser
Sprossen
lackieren
fertiger Gartentisch
fertiger Gartentisch
Gartenbank aus Meranti

Gartenbank aus Meranti

Gartenbank

Gartenbank aus Meranti

Noch eine Gartenbank?
Ja, wir haben nur noch eine und die steht vor dem Haus. Jetzt wollen wir die neue Bank in die Nähe des Grillplatzes stellen. Die Gartenstühle sehen da irgendwie nicht so gut aus. (dachten wir)
Diesmal mache ich die Gartenbank ganz aus Meranti. Meranti ist ein sehr gutes Konstruktionsholz. Leicht zu bearbeiten. Es reißt kaum und ist trotz seiner Härte noch weich.
Für den Bau habe ich 4 Meranti-Balkonbretter 27×190 mit einer Länge von 4050 mm gekauft. Auf 1500mm zugeschnitten konnte ich die Bretter auch im Auto transportieren.
Da die Füße und die Rückenlehne aus stärkerem Holz sein sollen, muss ich diese verdoppeln. Also Leimholz herstellen. Auf der Bosch-Tischsäge habe ich die Bretter zugeschnitten. Knapp 60mm breit für das Leimholz. Das muss noch gehobelt werden.

Gartenbank

Leimen ist gar nicht so einfach. Wer schon einmal zwei Bretter über die Breite verleimen wollte, weiß, dass beim Festziehen der Zwingen die Bretter immer wieder „verrutschen“. Eine bündige Verleimung ist schwierig.
Deshalb habe ich zunächst mit der Festool DF 500 Dübellöcher in die Teile gebohrt und die beiden Teile fixiert. Die Dübel befinden sich an einer Stelle, die bei der weiteren Bearbeitung nicht wieder aufgetrennt wird. Schrauben oder Drahtstifte kommen für mich nicht in Frage.

Gartenbank

Für die beiden Bögen der Armlehnen habe ich breiteres Holz geschnitten. Die Maserung muss stimmen. Die Dicke ist genau gleich wie bei den Stützen auf dem Hobel. Aber wie bekomme ich die richtigen Radien auf das Holz? Mit dem Rollmaßband von Festool. Damit kann man gut Kreise zeichnen. Wie bekomme ich die Bögen ordentlich hin? Ohne Bandsäge? Mit der Dekupiersäge! So dickes Holz auf der Dekupiersäge ist schon eine Herausforderung. Nein, nicht an die Säge. Sondern an die Geduld des Holzwerkers..

Gartenbank

Mit einem groben Sägeblatt ging es ans Werk. Immer dicht an der vorgezeichneten Linie entlang. Ganz langsam frisst sich das Blatt durch das Holz. Ich musste viel Druck auf das Blatt ausüben, und das hat Nachteile. Es entsteht ein bauchiger Schnitt, kein senkrechter. Aber das macht nichts, weil ich sowieso schleifen muss.
Die Dekupiersäge von Proxxon ist sehr gut. Stark, leise und wenig Vibrationen. Der Spaß mit ihr zu arbeiten kommt erst nach und nach. Es ist nicht so einfach.

Gartenbank

Die Rundungen schleife ich mit dem Bandschleifer. Ich habe den von Bosch. Als mein erster Bandschleifer von Bosch kaputt ging, habe ich mir den von Festool angeschaut. Der macht auch nichts anderes als schleifen. Kostet aber 3 mal so viel wie der von Bosch. Und… ich brauche ihn nicht so oft. Mit dem Gerät war ich immer zufrieden. Ich kann den Bandschleifer zwar auf dem Rücken liegend gut befestigen, aber dann ist es sehr schwierig, den rechten Winkel einzuhalten. Also legen. Das geht ganz einfach. Als Unterlage habe ich einen Rest genommen und vor die Schleiffläche gespannt. Klappt prima!

Gartenbank
Gartenbank
Gartenbank

Die Rundungen der Rückenlehnenstützen, der Armlehnen und der Rückenlehne sind geschliffen. Die Rahmenteile sind auf exakte Längen geschnitten und die Schrägen der Rückenlehne sind jeweils auf 5 Grad geschnitten. Das muss so sein, denn wenn man nur ein Teil auf 10 Grad zuschneidet und dann versucht, es mit dem anderen Teil zu verbinden, passt es nicht genau!
Das Verleimen der Rückenlehnen ist gar nicht so einfach. Mit der Schraubzwinge kann man nicht gerade drücken. Aber man kann die Flächen „einklemmen“. Die große Zwinge anziehen, bis sich die Gehrung öffnet und dann eine Zwinge senkrecht darauf setzen. So kann man den Druck richtig einbringen. Der Leim ist PUR-Leim. Der Druck in dieser Gehrung wird immer groß sein und ich will sicher sein, dass die Verleimung hält. Mit diesem Leim mag ich nicht arbeiten. Er schmiert und quillt.

Gartenbank

Die kleinen Stufen lasse ich jetzt weg.
Nun sind alle Teile der Rückenlehne lackiert und es kann mit dem Kleben begonnen werden. Dazu verwende ich Propellerleim. Der bleibt länger offen und hält meiner Meinung nach besser.
Ich habe auch wieder neue Schraubzwingen gekauft. Von Bessey. Die guten mit Plastikgriff. So tausche ich nach und nach meine „Billigzwingen“ aus.

Gartenbank

Alle notwendigen Teile sind nun fertig geschnitten, gefräst und geschliffen. Die Oberflächen sind so glatt wie ein Popo!
Jetzt kommt die Lackierung. Natürlich immer VOR dem Zusammenbau. Nicht nur, weil es einfacher ist, die einzelnen Teile bequem auf dem Tisch zu lackieren, sondern auch, weil ich so die ekligen Farbnester und Pinselstriche auf dem Holz vermeide. Ich habe schon Schreiner gesehen, die das Holz erst nach dem Zusammenbau geölt haben. Das sah furchtbar aus… und dann noch Tipps geben…

Gartenbank

15 Streben hat die Rückenlehne. Diese wollen alle gerade und spaltfrei verleimt werden. Deshalb habe ich die Längsteile mit Domino-Dübel versehen und so verleimt, dass kein Leim herausquillt. Sauber verleimt für eine „Zapfenverbindung“. So habe ich eine gute Ausgangsposition, um die Streben zu verleimen. Und das ohne Zeitdruck.

Gartenbank

Nach dem Verleimen der Rückenlehnen mit den 15 Streben habe ich die Fräsungen für die Domino-Dübel in die Seitenteile gemacht. Hier kommen die SIPO-Dübel rein. Hält länger. Es macht keinen Sinn, Buchen-Dübel in Meranti zu stecken. Die verrotten bei Feuchtigkeit schnell.
Das Verleimen der Bank war dann eigentlich schnell gemacht. Mit den Spanngurten haben die Teile schon genug Druck.

Gartenbank
Gartenbank
Gartenbank

Ja, nach dem Anbringen der Sitzbretter war die Bank fertig. Noch einmal mit der feuchten Rolle über die Flecken und fertig.

Eine Gartenbank komplett aus Bakonbrettern Meranti 195 x 27!
Hier waren die Domino Dübel den Lamellos überlegen. Mit den Dominos kann man sehr gut eine „Zapfenverbindung“ herstellen.
Jetzt fehlt nur noch der richtige Platz für das Stück ….

Sideboard bauen im Landhausstil

Sideboard bauen im Landhausstil

Landhaus

Sideboard bauen im Landhausstil

Ursprünglich wollte ich den Schrank aus Eiche bauen. Amerikanische Weißeiche. 20 mm stark.
Der Schrank hätte mindestens 200 kg gewogen. Also suchte ich nach einer anderen Holzart. Eiche Leimholz? Damit habe ich schon viel gebaut. Buchenschichtholz? Da macht jeder mit und sieht auch langweilig aus. Also entschied ich mich gegen meinen inneren Widerstand für Fichtenleimholz. Billig, leicht und sehr gut zu bearbeiten.
Die Teile werden vom Sägemeister meines Holzhändlers auf wirklich exakte Maße zugeschnitten. Darauf kann ich mich absolut verlassen. Der Sockel sollte zuerst fertig sein. Zum einen, weil es schnell geht und zum anderen, weil große Teile unnötig Platz wegnehmen. Die Fichte schwindet sehr schnell. Was sie auch getan hat…

Landhaus
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Ich habe die Kante abgerundet und eine runde Rille in die Klebestelle gemacht. Das sieht schön aus. Bei diesem Schrank versuche ich, alle Teile mit Dübeln zu verbinden. Nicht nur leimen und tackern. Für diese Arbeit habe ich die Fräser aus den USA benutzt. Ich kann immer noch nicht glauben, dass sie nur 30% von dem kosten, was ich bisher für deutsche Fräser bezahlt habe. Der Sockel hat 5 Rollen. Das Sideboard soll fahrbar sein. Die Rollen selbst sieht man nicht. Sie stehen 3 mm aus dem Sockel heraus. Dieses Prinzip habe ich auch in die Gartenbar und in die Vitrine eingebaut. Es funktioniert sehr gut.
Das ist der aktuelle Plan. Vorher hatte ich einen anderen Plan gemacht, weil ich keine langen Zwingen habe. Das muss man bei der Konstruktion berücksichtigen. Der Plan hat sich am Ende als unpraktisch herausgestellt. Dieser Plan passt.

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Aber ich brauchte konstruktive Hilfe. Bohrungen für meine kurzen Zwingen. Dank der Löcher konnte ich meine 600er Zwingen verwenden. Die Löcher sind in der Bodenplatte und in der Deckplatte. Diese Löcher sind nach dem Zusammenbau nicht mehr zu sehen. Nur mit dieser Hilfe ist ein guter Kraftschluss der Zwingen möglich. Warum der Aufwand? Nun, die Seitenteile sollen ja am Rahmen befestigt werden. Sonst sieht man das Frontholz. Der FEIN Multimaster ist schon toll. Viel besser als das Vorgängermodell von Bosch. Leiser, präziser, besser in der Handhabung. Man braucht ein bisschen Übung, um mit dem Ding zurechtzukommen. Aber mit der Zeit macht die Arbeit richtig Spaß …

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Für die Einlegeböden rechts und links im Schrank habe ich das Lochreihen-System von Festool verwendet. Ich kenne kein besseres System. Selbstgemachtes finde ich nicht so prickelnd, weil es ohne maschinelle Unterstützung nicht so genau werden kann. Wenn man einmal verstanden hat, wie man es in der Praxis anwendet, geht die Arbeit im Handumdrehen.

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In einer so kleinen Werkstatt wie meiner ist die Arbeitsvorbereitung sehr wichtig. In der richtigen Reihenfolge und mit der vorherigen Konstruktion unter Berücksichtigung der Proportionen können auch große Teile bearbeitet werden.
Zuerst habe ich die Mittelteile mit Boden und Deckel verleimt. Die Mittelteile haben bereits die Auszüge montiert. Es ist praktischer, wenn man das vorher macht.

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Auch die Türmechanik habe ich schon vor dem Einbau in den Rahmen vorbereitet. Das schmale Seitenteil der Türen macht den Schrank optisch ansprechender. Nur gibt es keine Seitenwand für die Topfscharniere. So habe ich 2 kleine Haltebretter angebracht, an denen die Kreuzplatten befestigt werden können. Die Türen passen perfekt.

Landhaus
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Die Schubladen sind aus dem gleichen Material. Fichtenleimholz 18 mm. Die Teile habe ich mit einer Nut versehen, um die Bodenplatte einlassen zu können. Das ging gut mit einem Scheibenfräser auf dem Frästisch. Der Nutfräser hatte nur 4mm. Ich brauche aber 5mm. Kein Problem. Erst die 4mm gefräst, den Fräser 1mm höher gestellt und das Ganze wiederholt. Als Boden nehme ich Pappelsperrholz 5mm. Schubladen habe ich schon viele gebaut. Diese sind die einfachsten. Der hintere Teil ist schmaler als die anderen. So kann ich die Bodenplatte später einfach einschieben und hinten festschrauben. Sonst mache ich das nicht so.

An der Vorderseite der Schubladen ist die Blende angebracht. Die Schraubenköpfe der Griffe stehen etwas hervor und benötigen daher etwas Platz. Man kann sie zwar in die Blende versenken, aber der Aufwand ist größer als eine Aussparung in den Schubladen. Außerdem wollte ich die neuen Forstnerbohrer von Festool verwenden. Einfach gut!

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Die Schubladenblenden werden wie die Rahmentüren hergestellt. Die Gegenprofilfräser sind von Festool. Gut, aber leider zu teuer. Ich lackiere alle Teile vor dem Verleimen. So habe ich saubere Leimkanten.
Das Konterprofil muss genau passen. Sonst passt die Einlage nicht richtig und der Rahmen verzieht sich beim Verleimen.
Der Rahmen muss auf jeden Fall verdübelt werden. Die Einlage liegt schwimmend im Rahmen. Vor dem Zusammenbau ölen oder lackieren. Durch die filigranen Ecken sammelt sich das Öl oder der Lack. Die Ecken sind nicht mehr sauber zu bekommen.
Vor dem Verleimen unbedingt die Rechtwinkligkeit des Rahmens prüfen. Ein nachträgliches Richten ist nicht mehr möglich. Teile vor dem Kleben schleifen. Sonst „schleift“ man die Teile hinterher.

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