Mobilheim neu verkleiden

Mobilheim neu verkleiden

Mobilheim

Mobilheim neu verkleiden

Ja, so sah es einmal aus: ein Doppelchalet, 60 m² groß, 40 Jahre alt. Schon damals hatte ich das Endergebnis im Kopf – inklusive der vielen Zwischenschritte. Und die waren teuer.

Das Haus war alt, aber vollständig trocken, innen wie außen. Technik praktisch nicht vorhanden – also eigentlich die besten Voraussetzungen für eine Renovierung. Ursprünglich sollte es bei einer Holzfassade bleiben, deshalb habe ich das Haus mit Meranti neu verkleidet. Ein großer Fehler: Holz muss alle zwei Jahre aufgefrischt werden. Das bedeutet ständig neue Arbeit.

Also fasste ich den Entschluss, das Haus mit Kunststoff neu zu verkleiden. Dafür habe ich mich direkt bei einem Mobilheimhersteller informiert. Im Internet findet man unzählige Meinungen zu diesem Thema – leider stimmen die meisten davon nicht. Das beginnt beim Material und reicht bis hin zur Bauweise.

Mobilheim neu verkleiden

Also: an die Arbeit. Zuerst werden die Flächen gründlich gereinigt. Alles, was übersteht und nicht mehr benötigt wird, muss entfernt werden. Anschließend werden die Latten senkrecht im Abstand von 40 cm angebracht. Dabei ist besonders auf Ecken sowie auf Fenster- und Türrahmen zu achten. Die Latten können roh sein, müssen jedoch gleichmäßig dick sein – keine krummen oder gespaltenen Hölzer.

Das Material der Planken muss so beschaffen sein, dass es nach einem Hagelschlag nicht hart und spröde wird und dadurch bricht. Wer hier spart, zahlt am Ende drauf. MILIN.

Die Planken sind in der Regel 6 Meter lang – und das ist auch gut so. Kürzere Längen mit häufigen Fugen sehen schrecklich aus. Einige meiner Nachbarn haben solche Lösungen umgesetzt: Man sieht am Ende fast nur noch die Verbindungsstellen.

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Zunächst möchte ich betonen, dass ich dieses Haus allein verkleidet habe – ohne jegliche Hilfe. Zuvor hatte ich bereits das Haus eines Nachbarn ebenfalls allein verkleidet und dadurch ausreichend Übung. Das Nachbarhaus ist noch nicht ganz fertig, es fehlen lediglich einige unschöne Kleinigkeiten.

Mit Kosten von rund 800 Euro für die komplette Arbeit – inklusive Anfertigung und Einbau der Meranti-Rahmen für Türen und Fenster – galt ich als „zu teuer“. Ein professioneller Chaletbauer verlangt für dieselbe Leistung tatsächlich etwa 7.000 Euro, wohlgemerkt ohne Material.

Wichtig ist außerdem, sich im Vorfeld genau zu überlegen, wo sich elektrische Leitungen und Anschlüsse befinden sollen. In dieser Phase lassen sich problemlos zusätzliche Beleuchtung und Steckdosen integrieren, ohne dass später Kabel sichtbar sind. Hier habe ich bereits die Leitungen für die vertikale Hausbeleuchtung verlegt und weitere Kabel sauber verdeckt.

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Ja, die Klimaanlage war ein Problem. Sie muss wegen der Halterung von der Wand weg, aber ohne die Leitungen zu unterbrechen. Also habe ich ein Gestell gebaut, auf dem ich die Klimaanlage vorübergehend abstellen kann. Man muss sich eben etwas einfallen lassen.
Alle hässlichen Leitungen und Anschlüsse sind jetzt unter der neuen Verkleidung.
Die Bretter sind mit 3x12mm Schrauben an den Latten befestigt. Die Latten haben hier einen Abstand von 40cm. Bei dünnen Brettern sind es 30cm. Es ist besser, eine bessere Qualität zu wählen, da die Arbeit die gleiche ist! Die Stöße der Bretter sind immer unter einem Fenster- oder Türrahmen. So sind die Fugen kaum sichtbar. An den Stößen muss ein breiteres Holz verwendet werden, da die Leiste ja befestigt werden muss. Es sollte vorher klar sein, wo die Fugen sein werden. Das ist aber leicht zu berechnen.

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Hier sieht man die Fuge unter dem Fenster. Die Leitungen sind „unter Putz“ und es ist wieder eine schöne Wand. Wichtig ist die Belüftung hinter der Wand. Deshalb darf der untere Teil der Dielen nicht abgedichtet werden. Wer ängstlich ist, kann auch unten hinter der Verkleidung einen Maschendraht anbringen, um Mäusen den Zugang zu versperren. Aber da hält sich sowieso nichts. Die Verkleidung isoliert auch. Im Sommer bleibt es kühler, im Winter wärmer. Allerdings sollte der obere Rand irgendwie abgedichtet werden. Wegen der Wespen! Die bauen gerne ihre Nester hinter so einer Verkleidung.
Die Kosten halten sich wirklich in Grenzen, wenn man es selbst macht. Es ist wirklich keine Kunst, das zu machen.
Geduld ist der große Helfer bei solchen Arbeiten. Keine Eile und Sorgfalt bei der Ausführung.

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Danach kommen die Rahmen. Die einzigen undichten Stellen ist die Verkleidung. Deshalb ist hier besondere Vorsicht geboten.
Den Rahmen habe ich aus Meranti gebaut. Auf Gehrung wegen der Optik. Dann habe ich die Kanten mit Silikon abdichten lassen.

Natürlich sind die Fenster jetzt anthrazit lackiert.

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Was benötigt man für diese Arbeit?

  • Dachlatten 25×45. Die Menge ergibt sich aus der Hausgröße. Kosten aber nicht viel.
  • passende Schrauben für die Dachlatten. 1000 Stück!
  • Schrauben für die Planken. 1000 Stück.
  • Japansäge
  • Schlagschnur für die Starterleiste.
  • Kappsäge
  • Multifunktions-Maschine ist hilfreich
  • Zollstock (Gliedermaßstab)
  • Geduld!!

Vorher

Nachher

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Mobilheim Dach
neue Stechbeitel der Marke MHG

neue Stechbeitel der Marke MHG

neue Stechbeitel

neue Stechbeitel der Marke MHG

Warum brauche ich neue Stechbeitel?
Weil ich mit meinen alten einfach unzufrieden war. Damals habe ich Stechbeitel von Kirschen gekauft – anscheinend eine etablierte und weitbekannte Marke.

Zum Zeitpunkt des Kaufs wusste ich jedoch nicht, dass diese neuen Beitel nicht sofort gebrauchsfertig sind. Die Kirschen-Stehbeitel sind poliert und mit einer Schutzschicht versehen, sodass die Spiegelseite nicht plan ist. Mit Mühe habe ich sie damals geschliffen und geschärft, aber sie sahen trotzdem etwas billig aus.

Trotzdem haben sie ihren Zweck erfüllt – aber richtig gefallen haben sie mir nie.

Stechbeitel im Vergleich

In einigen Foren habe ich nach ähnlichen Erfahrungen gesucht und wurde in meiner Annahme bestätigt: Die Kirschen-Beitel wurden durchweg eher schlecht bewertet. So stieß ich auf den Hersteller MHG.

Wenn ich etwas kaufen möchte, informiere ich mich vorher im Internet – so auch hier. Wichtig war für mich eine Seitenfase bis zur Spiegelseite, um auch in enge Stellen zu gelangen. Genau das bieten die MHG-Beitel: Rundheft aus geölter Esche, fein geschliffene Klinge und Seitenfase bis zur Spiegelseite.

Ich bestellte sie für 87,00 € inklusive Versand.

Stechbeitel

Das Aussehen der Beitel hat mich sehr positiv überrascht – wirklich hochwertige Qualität! Keine Macken oder Kratzer, sauber verarbeitet und sie liegen hervorragend in der Hand.

Schneiden sie auch? Unbedingt! Die Klingen sind rasiermesserscharf: Selbst die Haare auf der Hand werden sofort geschnitten. Ein Test auf Holz verlief ebenso tadellos. Kurz gesagt: Spitze!

Manch einer mag jetzt sagen: „Ich will nur Nussbaumholz oder Speziallegierung im Stahl.“ Nun ja – Hauptsache, die Beitel erfüllen ihren Zweck zuverlässig.

Stechbeitel

Mit den Stechbeiteln von MHG Messerschmidt GmbH bin ich rundum zufrieden. Im Gegensatz zu den „Kirschen“-Beiteln muss ich nichts nacharbeiten oder vorbereiten – sie sind sofort einsatzbereit.

Die Kirschen-Beitel sind teurer, nicht gebrauchsfertig, nicht plan geschliffen, teilweise schief, stumpf und liegen nicht gut in der Hand – zumindest nach meiner Erfahrung. Selbst in der Produktbeschreibung wird auf den unbrauchbaren Zustand hingewiesen.

Trotz meines Holzhobbys bin ich kein Stechbeitel-Experte, aber nach meinen Eindrücken kann ich die MHG-Stechbeitel uneingeschränkt empfehlen.

Gartenbank aus Meranti

Gartenbank aus Meranti

Gartenbank

Gartenbank aus Meranti

Noch eine Gartenbank? Ja, wir haben bisher nur eine, die vor dem Haus steht. Diesmal soll die neue Bank in die Nähe des Grillplatzes gestellt werden, da die Gartenstühle dort irgendwie nicht so gut wirken.

Die Bank wird komplett aus Meranti gebaut. Meranti ist ein sehr gutes Konstruktionsholz: leicht zu bearbeiten, reißt kaum und ist trotz seiner Härte noch angenehm weich.

Für den Bau habe ich vier Meranti-Balkonbretter in der Größe 27 × 190 mm und einer Länge von 4.050 mm gekauft. Auf 1.500 mm zugeschnitten, lassen sie sich auch problemlos im Auto transportieren.

Die Füße und die Rückenlehne sollen aus stärkerem Holz bestehen, daher müssen diese verdoppelt werden – also erst Leimholz herstellen. Auf der Bosch-Tischsäge habe ich die Bretter zugeschnitten, knapp 60 mm breit für das Leimholz. Anschließend müssen sie noch gehobelt werden.

Gartenbank

Leimen ist gar nicht so einfach. Wer schon einmal versucht hat, zwei Bretter über die volle Breite zu verleimen, weiß, dass die Bretter beim Festziehen der Zwingen leicht „verrutschen“. Eine bündige Verleimung zu erzielen, ist daher schwierig.

Deshalb habe ich zunächst mit der Festool DF 500 Dübellöcher in die Teile gebohrt, um die beiden Bretter zu fixieren. Die Dübel habe ich an Stellen gesetzt, die bei der weiteren Bearbeitung nicht wieder aufgetrennt werden. Schrauben oder Drahtstifte kommen für mich nicht in Frage.

Gartenbank

Für die beiden Bögen der Armlehnen habe ich breiteres Holz zugeschnitten. Dabei musste die Maserung stimmen, und die Dicke entspricht genau der der Stützen, die bereits gehobelt sind.

Aber wie bekommt man die richtigen Radien auf das Holz? Ich habe das Rollmaßband von Festool verwendet, damit lassen sich Kreise sauber anzeichnen.

Und wie die Bögen sauber zuschneiden – ohne Bandsäge? Mit der Dekupiersäge! Bei so dickem Holz ist das schon eine Herausforderung. Aber nicht für die Säge selbst, sondern für die Geduld des Holzwerkers.

Gartenbank

Mit einem groben Sägeblatt ging es ans Werk – immer dicht an der vorgezeichneten Linie entlang. Ganz langsam frisst sich das Blatt durch das Holz. Dabei musste ich viel Druck auf das Blatt ausüben, was jedoch Nachteile mit sich bringt: Der Schnitt wird leicht bauchig, nicht ganz senkrecht. Das ist aber kein Problem, denn die Armlehnen müssen ohnehin noch geschliffen werden.

Die Dekupiersäge von Proxxon ist dabei eine echte Hilfe: kraftvoll, leise und mit kaum spürbaren Vibrationen. Der Spaß an der Arbeit kommt allerdings erst nach und nach – es erfordert ein wenig Übung, um richtig damit umzugehen.

Gartenbank

Die Rundungen schleife ich mit dem Bandschleifer – meinem Bosch-Modell. Als mein erster Bandschleifer von Bosch kaputtging, schaute ich mir auch den von Festool an. Er kann zwar auch nur schleifen, kostet dafür aber das Dreifache. Für meine Gelegenheitsarbeiten lohnt sich das einfach nicht.

Mit dem Bosch-Gerät war ich bisher immer zufrieden. Den Bandschleifer kann ich zwar auf dem Rücken liegend gut befestigen, doch dabei den rechten Winkel einzuhalten, ist sehr schwierig. Einfacher ist es, das Gerät auf das Werkstück zu legen. Als Unterlage habe ich einen Rest Holz genommen und vor die Schleiffläche gespannt – funktioniert prima!

Gartenbank
Gartenbank
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Die Rundungen der Rückenlehnenstützen, der Armlehnen und der Rückenlehne sind geschliffen. Die Rahmenteile sind auf exakte Längen zugeschnitten, und die Schrägen der Rückenlehne jeweils auf 5 Grad eingestellt. Das ist wichtig, denn wenn ein Teil beispielsweise auf 10 Grad geschnitten wird und man es dann mit einem anderen verbinden möchte, passt nichts mehr genau.

Das Verleimen der Rückenlehnen ist gar nicht so einfach. Mit einer normalen Schraubzwinge kann man keinen gleichmäßigen Druck ausüben. Man kann die Flächen aber „einklemmen“: Die große Zwinge anziehen, bis sich die Gehrung leicht öffnet, und dann eine Zwinge senkrecht darauf setzen. So lässt sich der Druck korrekt einbringen.

Als Leim benutze ich PUR-Leim. In dieser Gehrung ist der Druck hoch, und die Verbindung muss sicher halten. Mit diesem Leim arbeite ich allerdings ungern – er schmiert und quillt stark.

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Die kleinen Stufen lasse ich jetzt weg. Alle Teile der Rückenlehne sind lackiert, und es kann mit dem Verleimen begonnen werden. Dafür verwende ich Propellerleim. Dieser bleibt länger offen und hält meiner Meinung nach besser.

Außerdem habe ich wieder neue Schraubzwingen gekauft – von Bessey, die mit den praktischen Plastikgriffen. So tausche ich nach und nach meine alten „Billigzwingen“ aus.

Gartenbank

Alle notwendigen Teile sind nun fertig geschnitten, gefräst und geschliffen. Die Oberflächen sind glatt wie ein Babypopo!

Jetzt kommt die Lackierung – selbstverständlich vor dem Zusammenbau. Das hat mehrere Vorteile: Zum einen lassen sich die Teile bequem auf dem Tisch lackieren, zum anderen vermeidet man unschöne Farbnester oder Pinselstriche, die sich später schwer korrigieren lassen. Ich habe schon Schreiner gesehen, die erst nach dem Zusammenbau geölt haben – das Ergebnis sah furchtbar aus.

Tipps für ein sauberes Lackierergebnis:

  1. Staubfrei arbeiten: Vor dem Lackieren die Teile gründlich abwischen oder abblasen, Staubkörner setzen sich sonst in den Lack.

  2. Zwischenschliff nicht vergessen: Nach der ersten Schicht leicht mit feinem Schleifpapier (320–400er Körnung) schleifen – der Lack haftet besser und die Oberfläche wird perfekt glatt.

  3. Richtige Schichtdicke: Lieber mehrere dünne Schichten auftragen als eine dicke – das verhindert Nasen und Tropfen.

  4. Gleichmäßig streichen: Pinsel oder Rolle ruhig in gleichmäßigen, langen Bahnen führen und nicht zu oft über bereits lackierte Stellen gehen.

  5. Trockenzeit beachten: Geduld zahlt sich aus – jede Schicht gut durchtrocknen lassen, sonst leidet das Finish.

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Gartenbank

Die Rückenlehne hat insgesamt 15 Streben. Damit alle gerade und spaltfrei sitzen, habe ich die Längsteile zuvor mit Domino-Dübeln versehen. Anschließend wurden die Teile so verleimt, dass kein Leim herausquillt – sauber wie bei einer „Zapfenverbindung“.

So entsteht eine perfekte Ausgangsposition, um die einzelnen Streben zu verleimen – und das ganz ohne Zeitdruck.

Gartenbank

Nachdem die Rückenlehne mit den 15 Streben verleimt war, habe ich die Fräsungen für die Domino-Dübel in die Seitenteile gesetzt. Dort kommen SIPO-Dübel hinein – die halten deutlich länger. Buchen-Dübel in Meranti zu verwenden, macht dagegen wenig Sinn, da sie bei Feuchtigkeit schnell verrotten.

Das Verleimen der Bank selbst ging dann eigentlich schnell. Mit den Spanngurten war schon genug Druck auf den Teilen, um alles fest zusammenzufügen.

Gartenbank
Gartenbank
Gartenbank

Nach dem Anbringen der Sitzbretter war die Bank fertig. Ein letzter Anstrich mit der feuchten Rolle über eventuelle Flecken – und alles war erledigt.

Eine Gartenbank komplett aus Meranti-Balken, 195 × 27 mm! Hier haben sich die Domino-Dübel den Lamellos deutlich überlegen gezeigt. Mit ihnen lässt sich eine stabile „Zapfenverbindung“ herstellen.

Jetzt fehlt nur noch der richtige Platz, um dieses Schmuckstück aufzustellen.

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Bad renovieren

Bad renovieren

Bad renovieren

Bad renovieren

Als wir das Haus kauften, waren Einrichtung und Ausstattung bereits rund 40 Jahre alt. Das stellte eine echte Herausforderung dar. Die Fläche des Bades betrug etwas mehr als vier Quadratmeter und war in zwei Räume aufgeteilt: eine Toilette und ein Dusch-Waschraum.

Die erste „Renovierung“ war sehr einfach: Wände raus und alles neu gefliest. Das Ergebnis war jedoch ein Reinfall, denn der Fliesenleger erwies sich als Dilettant – die Bodenfliesen lösten sich schon nach kurzer Zeit wieder.

Nach einiger Zeit beschloss ich, die Renovierung selbst in die Hand zu nehmen.

Diesmal sollte Qualität ins Bad einziehen – bei Wänden, Boden, Decke sowie bei den Sanitäranlagen und Armaturen. Ich plante das Bad mit SketchUp und erstellte eine Einkaufsliste. Es dauerte eine Weile, bis wir alle Teile zusammenhatten.

 

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Abbau

Der Anfang war ganz unspektakulär: Rein ins Bad, bewegliche Teile raus und einfach angefangen, die Fliesen abzuschlagen. Das ging sogar bequem mit einem flachen Schraubenzieher, denn der Fliesenkleber hatte überhaupt nicht gehalten. Die Fliesen waren im Grunde nur durch das Fugenmaterial fixiert.

Genauso einfach ließ sich auch der Boden entfernen. Die Deckenplatten habe ich entsorgt, und die noch vorhandene Zwischenwand nahm ich ebenfalls heraus. Unter Berücksichtigung der weiteren Nutzung der Toilette habe ich anschließend im Bad alles vollständig entfernt.

 

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Fast alle bestellten Teile waren bereits eingetroffen. Das bei Insani bestellte Toilettenmodul Geberit Monolith Plus musste ich schließlich teuer beim Installateur nachkaufen, da Insani (aus meiner Sicht in fast betrügerischer Absicht) nicht liefern wollte.
Die Wände habe ich nicht gefliest, sondern mit RESPATEX verkleidet. RESPATEX ist wasserfestes Multiplex mit einer harten Beschichtung in Fliesenoptik. Es ist zwar teuer, aber einfach super in der Verarbeitung und im späteren Aussehen.

Hier mal ein Video einer Renovierung in Youtube.

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Installateur-Arbeiten

Nein, das konnte ich nicht selbst erledigen. Allerdings hatten wir professionelle Unterstützung durch einen Installateur, der sein Handwerk wirklich versteht. Er verlegte nicht nur alle neuen Leitungen individuell, sondern installierte auch die Kanalisation unter dem Chalet komplett neu.

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Wege und Platz der Wasserleitungen

Alle Kabel und Wasserleitungen sollten „unter Putz“ verlegt werden. Deshalb baute ich auf der Waschtischseite eine Hohlwand, was ganz einfach mit gehobelten Latten im Format 40 × 70 mm möglich war.

An den Stellen, an denen keine Hohlwand errichtet werden konnte, fräste ich mit der Oberfräse OF 1400 und der Führungsschiene Nuten für die Wasserleitungen – auch das ging leichter als gedacht.

Das Sanitärmodul benötigt zudem einen Stromanschluss für den Sensorbetrieb und die integrierte Geruchsabsaugung. Außerdem ist es beleuchtet und wird über einen Näherungssensor gesteuert.

 

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Toilette

Das Sanitärmodul GEBERIT MONOLITH PLUS ist wirklich toll. Es verfügt über ein Orientierungslicht, eine Sensorsteuerung und eine Geruchsabsaugung. Zudem verfügt es über ein erhöhtes Hänge-WC mit Softclose-Garnitur. Das wollte ich unbedingt haben.
Ich habe mich sehr für japanische Toiletten interessiert, aber die waren mit 6.000 Euro letztendlich einfach zu teuer. Das Modul sieht nicht nur gut aus, sondern nimmt auch nicht viel Platz weg.

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Duschwanne

Die Duschwanne sollte bodengleich sein. Aber nicht aus Kunststoff! Da kam nur die Kaldewei Superplan in Frage. Wir haben sie bei BADKONTOR online gekauft. Diesen Shop kann ich nur empfehlen. So viel Hilfe und Service habe ich noch nie erlebt! Toll! Die Duschwanne ließ sich gut einbauen. Es gibt keine Hohlgeräusche durch das Wasser beim Duschen. Wir haben die Versiegelung von der Fachfirma Lemke – Minor Versiegelungstechnik durchführen lassen. „Rumschmieren” bringt nur Ärger und doppelte Arbeit. Die Fugen sehen aus wie gestrichen und sind absolut dicht!

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Elektroinstallation

Die Elektroinstallation habe ich selbst gemacht. Ganz ehrlich: Baumarktschrott baue ich nicht mehr ein. Es ist erstaunlich, wie groß die Unterschiede in Qualität und Montage zwischen Markendosen und Baumarktdosen sind. Kabel sind natürlich Feuchtraumkabel. Hier musste ich nicht nur für Steckdosen sorgen, sondern auch für die Deckeneinbauleuchten. Ohne Federringe! Geht nicht! Auch habe ich die vorher installierte 12V-Anlage gegen 220V-LED-Leuchten getauscht.

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Bodenbelag

Der Boden besteht aus wasserfesten PVC-Fliesen. Alle Kanten sind fachgerecht abgedichtet.
Die Decke ist schnell montiert. Da habe ich viel Erfahrung. Die Beleuchtung ist verlegt und angeschlossen. Die Sockelleisten habe ich aus Meranti geschnitten und anthrazitfarben lackiert.
Die Armaturen in der Dusche sind von GROHE, die Waschtischarmatur von Hansgrohe. Billige Armaturen sind schnell „sauer“ und die Chrombeschichtung ist schnell abgewischt.

Bad renovierung

Duschkabine

Die größte Überraschung gab es beim Kauf der Duschkabine. Wir haben uns viele angesehen. Sowohl im Fachhandel als auch im Baumarkt. Doch alles, was wir fanden, war wackliges Gedöns aus dünnem Glas und kostete mindestens 1.000 Euro – und das ohne Einbau. Nichts auf Maß!
Also wandte ich mich an meinen Glashändler Neumann und fragte ihn. Unglaublich: Eine Duschkabine aus 8 mm starkem Sicherheitsglas mit Qualitätsscharnieren, inklusive Ausmessen, Lieferung und fachgerechtem Einbau für 1.300,00 Euro!

Heute macht es wirklich Spaß, ins Bad zu gehen!

 

Bad renovieren
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Gartenpavillon selber bauen

Gartenpavillon selber bauen

Pavillon-abends

Gartenpavillon selber bauen

Ich habe das Gartenhaus 2018 fertiggestellt.
Warum selbst bauen und keinen Bausatz verwenden? Nun, erstens ist ein Bausatz sehr teuer und meist nicht aus dem Holz gefertigt, das ich bevorzugt hätte. Zweitens ist es doch viel zu einfach, einfach einen Bausatz aufzustellen – das kann schließlich jeder.

Nachdem ich den Pavillon in Sketchup entworfen hatte, besorgte ich nach und nach das benötigte Holz bei meinem Holzhändler. Den Anfang machte der Lärchenholzrahmen und der Boden.

Standplatz gepflastert
Grundrahmen

Platz haben wir genug. Wir haben uns für diese Ecke entschieden, weil dort bisher nur Büsche standen. Die Pflege war mühsam, und wir werden ja auch nicht jünger.
Ein tiefer Aushub, Kies und verdichteter Schotter werden dem Pavillon später den nötigen Halt geben.

Rahmen

Der Rahmen bildet die Verbindung zum Boden und muss daher nicht nur sorgfältig montiert, sondern auch witterungsbeständig sein. Er besteht aus Lärchenholz, 45×70 mm. Die Ecken habe ich ausgeklinkt und fest verschraubt – allerdings erst, nachdem der Boden fertig war.
Unter den Riegeln befinden sich 1 cm dicke Gummistreifen zum Schutz vor eindringendem Wasser. Die Riegel sind zudem mit Schlagschrauben fest mit dem Boden verdübelt.

Boden
fertiger_Boden

Wände

Die Wände habe ich selbst gebaut. Die Pfosten bestehen aus KVH 80×80 mm, sorgfältig ausgesuchte Ware. Ich habe sie auf der Tischsäge in den gewünschten Segmentwinkel geschnitten. Ein Falz nimmt die 28 mm starken Bretter auf.

Zum Test habe ich zunächst eine Wand komplett aufgebaut. Sie hat ein ordentliches Gewicht, daher machte es wenig Sinn, gleich alle acht Teile zusammenzubauen. Stattdessen habe ich zuerst alle Profilholzteile zugeschnitten, vorgebohrt und die Vorderseiten geschliffen. Anschließend habe ich sie in Serie zusammengefügt.

An dieser Stelle möchte ich betonen: Ich habe den gesamten Pavillon alleine konstruiert, gebaut und auch aufgestellt.

exakte Verbindung
Aufbau Waende
Rohbau

Lackierung

Durch seine achteckige Form hält sich der Pavillon – einmal zusammengeschraubt – fast von selbst. Das Dach sorgt zusätzlich für die nötige Stabilität.

Um Farbnester zu vermeiden und nicht in jede Ecke mit dem Pinsel gehen zu müssen, habe ich den Rohbau bereits vorab gestrichen – mit der Landhausfarbe von OSMO. Für mich gibt es derzeit keine bessere Farbe für Holz im Außenbereich.

Pavillon
Dachrahmen-pavillon
Probe_Dachsegment
Probe-Dachsegment

Um die Dachsegmente wirklich passend zu bauen, habe ich mir ein Probestück gebaut und so die exakte breite der Wandsegmente zu überprüfen. Ja, es war exakt! diese Genauigkeit hat ein Bausatz sicher nicht.

Dachsegment
Dachsegment-Detail
Probesteck Dach
Beplankung

Dach

Die Dachsegmente konnte ich bequem draussen auf Böcken bauen. Die Beplankung konnte ich sehr gut mit der Tauchsäge exakt ablängen. Die Dachsegmente hatte ich zuvor auf dem Rasen probeweise zusammengestellt. Passte! Die Segmente habe ich auch gleich lackiert. Besser als auf der Leiter zu stehen und von unten zu lackieren. So geht es bequem auf Böcken.

lackierte-Segmente
Bitumenschindeln
SchindelMarkierung

Den Dachrand konnte ich schnell bauen. Mit Schifterschnitten und verschraubt an den Enden der Dachsegmente. Auch die Abdeckung für die 8 Ecken gingen schnell von der Hand. Mit dem P2-System von Lamello benötige ich keine Zwingen beim Verleimen der beiden Hälften.

erstes Segment
Dach Rohbau
Schindeln voll
Schindeln
Pavillon_grau_weiss
Fensterbau
Einbauleuchte
Beleuchtung
Dachspitze
Dachspitze
Tür

Dachspitze

Die Dachspitze habe ich im Internet gekauft.
Die Dachspitze sieht von innen sehr schön aus. Dazu habe ich extra noch ein Innenrad gebaut und konnte so die Dachspitze von innen verschrauben.

Hier habe ich jetzt alles im Schnelldurchlauf beschrieben. Details wären vielleicht etwas langweilig. Wenn Fragen auftauchen: Ich beantworte sie gerne. Ebenso stelle ich auf Anfrage den Bauplan in Sketchup zur Verfügung.