Stabilen Sägebock aus Holz bauen – Anleitung und Tipps

29. März 2026

Sägebock selber bauen
Sägebock selber bauen

Sägebock – unverzichtbarer Helfer in der Werkstatt

Sägeböcke – oder auch Holzböcke – werden bei Holzarbeiten immer wieder benötigt.

Früher habe ich mir im Baumarkt einfache Tapezierböcke für knapp 5 Euro gekauft. Sie bestehen meist aus Fichtenholz und sind entsprechend leicht und wenig stabil. Für einen Tapeziertisch und gelegentliche Arbeiten reicht das völlig aus – für schwerere Werkstücke sind sie jedoch ungeeignet.

Meinen ersten wirklich soliden Sägebock habe ich bei meinem Holzhändler gekauft – für damals 55 Euro. Das erschien mir zunächst viel Geld, aber heute weiß ich: Für diese Qualität war der Preis absolut gerechtfertigt.

Holzbock

Gute Qualität zahlt sich aus

Dieser Sägebock ist inzwischen einige Jahre alt und stand die ganze Zeit draußen am Zaun – und dennoch ist er noch immer in einem guten Zustand.

Damals habe ich gleich zwei Stück gekauft. Inzwischen reichen diese jedoch nicht mehr aus, da ich mehr Böcke benötige, um Holz ordentlich lagern zu können.

Mein Holzhändler hatte keine mehr auf Lager, und zudem sind die Preise inzwischen deutlich gestiegen. Also blieb nur eine sinnvolle Lösung: selbst bauen.

Was braucht man dafür? Eigentlich nicht viel – Holz und passende Beschläge.

Die Beschläge konnte ich direkt beim Holzhändler für kleines Geld erwerben. Für den eigentlichen Bock habe ich Lärchenbretter im Format 27 × 145 mm verwendet .

Holzbock

Zuschnitt

Da ich eine Originalvorlage hatte, war der Zuschnitt sehr einfach: Maße übernommen, gesägt, abgelängt, gefast, gefräst, abgeschrägt und anschließend geschliffen.

Für die Verbindung der Querbalken habe ich Festool DOMINOs verwendet. Verleimt wurde mit PUR-Leim.

PUR-Leim wird aufgrund seiner Wasserbeständigkeit und Füllfähigkeit oft über den grünen Klee gelobt – meiner Meinung nach etwas übertrieben. Früher durfte dieser Leim nicht einmal an Privatpersonen verkauft werden, und auch heute sind bei der Verarbeitung gewisse Sicherheitsvorkehrungen erforderlich. Vielleicht hat genau das zu seinem guten Ruf beigetragen.

Einen wirklichen Vorteil gegenüber einem guten Holzleim der Klasse D4 (D3 Leim mit Härter) konnte ich in der Praxis jedoch nicht feststellen.

Holzbock

PUR-Leim

PUR-Leim ist nach dem Aushärten genauso stabil wie andere Holzleime – allerdings sind die Nacharbeiten deutlich aufwändiger.

In meinem Fall konnte ich die Leimreste noch problemlos mit Japansäge und Stechbeitel entfernen. Wäre es jedoch ein feineres Möbelstück gewesen, hätte sich die Nacharbeit wesentlich schwieriger gestaltet.

Zum Zeitpunkt des Baus wusste ich das alles noch nicht. Und ehrlich gesagt glaube ich heute auch nicht mehr alles, was im Internet darüber erzählt wird.
Diesen Leim werde ich zukünftig nicht mehr verwenden.

Holzbock

Holzverbindung

Für Schlitz- und Zapfenverbindungen war ich bisher ehrlich gesagt zu faul – und außerdem habe ich sie noch nie wirklich umgesetzt, weil es bisher einfach nicht notwendig war. Das werde ich in Zukunft sicher ändern.

Früher gab es weder Lamellos noch DOMINOs oder andere moderne Verbindungssysteme. Der Schreiner musste sich also mit klassischen Techniken behelfen – und das oft auf höchstem Niveau.

Gerade sichtbare Holzverbindungen sind heute nicht nur funktional, sondern auch gestalterisch interessant und können ein Möbelstück deutlich aufwerten.

Bei Sägeböcken allerdings spielt das natürlich keine große Rolle.

Holzbock

Beschläge

Es handelt sich um einfache Scharnierbeschläge, die verschraubt werden.

Natürlich könnte man auch normale Holzschrauben verwenden, doch diese würden dem erwarteten Druck und Gewicht nicht standhalten.

Daher habe ich die Verbindung mit Schlossschrauben und Unterlegscheiben gelöst.

Der Sägebock ist nun fertig – ohne Farbbehandlung, schließlich soll er ja nicht ins Wohnzimmer. Die Gesamtkosten für Holz und Beschläge lagen bei etwa 18 Euro.

Holzbock
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