Sägebock – unverzichtbarer Helfer in der Werkstatt
Sägeböcke – oder auch Holzböcke – werden bei Holzarbeiten immer wieder benötigt.
Früher habe ich mir im Baumarkt einfache Tapezierböcke für knapp 5 Euro gekauft. Sie bestehen meist aus Fichtenholz und sind entsprechend leicht und wenig stabil. Für einen Tapeziertisch und gelegentliche Arbeiten reicht das völlig aus – für schwerere Werkstücke sind sie jedoch ungeeignet.
Meinen ersten wirklich soliden Sägebock habe ich bei meinem Holzhändler gekauft – für damals 55 Euro. Das erschien mir zunächst viel Geld, aber heute weiß ich: Für diese Qualität war der Preis absolut gerechtfertigt.
Gute Qualität zahlt sich aus
Dieser Sägebock ist inzwischen einige Jahre alt und stand die ganze Zeit draußen am Zaun – und dennoch ist er noch immer in einem guten Zustand.
Damals habe ich gleich zwei Stück gekauft. Inzwischen reichen diese jedoch nicht mehr aus, da ich mehr Böcke benötige, um Holz ordentlich lagern zu können.
Mein Holzhändler hatte keine mehr auf Lager, und zudem sind die Preise inzwischen deutlich gestiegen. Also blieb nur eine sinnvolle Lösung: selbst bauen.
Was braucht man dafür? Eigentlich nicht viel – Holz und passende Beschläge.
Die Beschläge konnte ich direkt beim Holzhändler für kleines Geld erwerben. Für den eigentlichen Bock habe ich Lärchenbretter im Format 27 × 145 mm verwendet .
Zuschnitt
PUR-Leim
PUR-Leim ist nach dem Aushärten genauso stabil wie andere Holzleime – allerdings sind die Nacharbeiten deutlich aufwändiger.
In meinem Fall konnte ich die Leimreste noch problemlos mit Japansäge und Stechbeitel entfernen. Wäre es jedoch ein feineres Möbelstück gewesen, hätte sich die Nacharbeit wesentlich schwieriger gestaltet.
Zum Zeitpunkt des Baus wusste ich das alles noch nicht. Und ehrlich gesagt glaube ich heute auch nicht mehr alles, was im Internet darüber erzählt wird.
Diesen Leim werde ich zukünftig nicht mehr verwenden.
Holzverbindung
Für Schlitz- und Zapfenverbindungen war ich bisher ehrlich gesagt zu faul – und außerdem habe ich sie noch nie wirklich umgesetzt, weil es bisher einfach nicht notwendig war. Das werde ich in Zukunft sicher ändern.
Früher gab es weder Lamellos noch DOMINOs oder andere moderne Verbindungssysteme. Der Schreiner musste sich also mit klassischen Techniken behelfen – und das oft auf höchstem Niveau.
Gerade sichtbare Holzverbindungen sind heute nicht nur funktional, sondern auch gestalterisch interessant und können ein Möbelstück deutlich aufwerten.
Bei Sägeböcken allerdings spielt das natürlich keine große Rolle.







