So arbeitet der Makita 2012NB Dickenhobel – Praxiserfahrungen
Für eine große Dickenhobelmaschine fehlt mir schlicht der Platz. Trotzdem möchte ich unabhängig vom Normholz sein und Form sowie Stärke des Holzes selbst bestimmen können.
Genau dafür ist ein kompakter Dickenhobel ideal.
Im Netz gibt es unzählige Angebote und ebenso viele „Werkzeugtests“ von Laien, denen man nicht unbedingt vertrauen sollte. Nach sorgfältigem Filtern der Informationen habe ich mich schließlich für den Makita 2012NB Dickenhobel entschieden.
Montieren
Gesagt, getan: Im Internet habe ich einen Makita 2012NB Dickenhobel zu einem angemessenen Preis beim Elektroshop Wagner gefunden. Bei Amazon war dieses Modell leider nicht verfügbar.
Nach der Lieferung habe ich den Dickenhobel sofort ausgepackt und die wenigen erforderlichen Teile montiert.
Ein kleines Problem gab es allerdings: Der Anschluss für die Absaugung passte nicht zu meinem Festool CTL Staubsauger, und eine 100er-Absauganlage besitze ich nicht.
Ehrlich gesagt war ich zudem überrascht, wie viele Späne beim Hobeln tatsächlich anfallen.
Adapter aus dem Baumarkt
Für den Übergang habe ich mir einen provisorischen Adapter aus dem Baumarkt angepasst. Zu Hause habe ich den 40-mm-Anschluss mit der Heißluftpistole vorsichtig erweitert – gerade so weit, dass der Absaugschlauch meines CTL 28 hineinpasst. Und siehe da: Es funktioniert perfekt.
Anschließend habe ich ein Eichenbrett in 0,5-mm-Schritten gehobelt – und ich war wirklich begeistert. Kein Hobelschlag, eine Oberfläche vom Feinsten. Natürlich dauert es etwas länger, wenn man mehrere Millimeter abtragen möchte. Aber es ist ja ein Hobby – und bekanntlich ist der Weg das Ziel.
Der Dickenhobel eröffnet damit eine völlig neue Welt – sowohl beim Holzeinkauf als auch bei der Verarbeitung.
Erste Erfahrungen
Der Dickenhobel ist sehr laut – ein Gehörschutz ist daher auf jeden Fall empfehlenswert.
Über den losen Bolzen in der Mitte des Motortisches lässt sich die Höhe grob einstellen. Die genaue Einstellung erfolgt über den Hebel: Eine vollständige Umdrehung entspricht dabei einer Höhenveränderung von 2 mm. Die Skala ist sauber unterteilt und stimmt erfreulicherweise sehr genau.
Bei einer Abnahme von 1 mm sind sowohl die Oberflächenqualität als auch die Absaugung noch sehr gut. Geht man jedoch auf 2 mm, gerät das System schnell an seine Grenzen – sowohl die Spanmenge als auch die Oberflächenqualität leiden deutlich.
Am Ende muss jeder für sich selbst entscheiden, wo die eigenen Prioritäten liegen.
Skalen und Feststellungsmöglichkeit
Auf der linken Seite des Dickenhobels befindet sich die Skala mit einem Zeiger, der die aktuelle Höhe der Messer anzeigt. Bei meinem Gerät ist diese gut eingestellt, sollte aber vor der ersten Nutzung unbedingt überprüft werden.
Zusätzlich gibt es – ähnlich wie bei einer Oberfräse – eine Feineinstellung der Höhe über eine Stange auf der rechten Seite.
Besonders wichtig ist das Bett des Dickenhobels. Beim Hobeln von beispielsweise Fichte oder anderen harzhaltigen Hölzern kann es schnell zu Verunreinigungen kommen, die die Arbeit der Durchzugsrollen beeinträchtigen. Ein sauberes und möglichst „rutschiges“ Bett ist daher entscheidend.
Für eine bessere Gleitfähigkeit verwende ich Silbergleit – das eignet sich übrigens ebenso gut für die Tischsäge und den Frästisch.
Fazit
Mit der Entscheidung für diesen Makita Dickenhobel bin ich sehr zufrieden. Er erfüllt meine Anforderungen hervorragend und wird dies auch weiterhin tun.
Wie sich andere Marken im Vergleich verhalten, kann ich jedoch nicht beurteilen.





