Wie frei darf man seine Meinung in Deutschland sagen?
Seit 18 Jahren besitze ich einen Facebook-Account.
Lange Zeit habe ich diese Plattform kaum genutzt. Doch angesichts der immer deutlicher werdenden politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fehlentwicklungen in Deutschland und weltweit sah ich mich zunehmend veranlasst, genauer hinzusehen und meine Meinung offen zu äußern.
Offenbar ist genau das nicht mehr erwünscht. Während ein Teil der Leser sachlich diskutierte, griffen andere gezielt zu Melde- und Denunziationsinstrumenten, um unbequeme Meinungen zum Schweigen zu bringen. Besonders perfide ist dabei, dass entsprechende Portale und Strukturen teilweise aus öffentlichen Mitteln finanziert werden – also mit dem Geld der Steuerzahler. Sie werden aus dem links-grünen Milieu heraus missbraucht, um politisch Andersdenkende zu diffamieren, zu diskreditieren und letztlich mundtot zu machen.
Auch mein Account fiel diesem System nun zum Opfer und wurde gesperrt.
Ich hatte das Privileg, die erfolgreichen und stabilen Jahrzehnte dieses Landes noch selbst zu erleben. Genau deshalb erkenne ich den heutigen Niedergang umso deutlicher. Industrie, Handwerk, Mittelstand, Handel und Energieversorgung befinden sich nicht in einer bloßen Krise, sondern in einem strukturellen Abwärtstrend. Parallel dazu hat sich ein ideologischer Gesinnungswandel etabliert, der wirtschaftliche Vernunft, Leistungsprinzip und Realität systematisch verdrängt.
Wer ernsthaft glaubt, Deutschland könne innerhalb der nächsten sieben bis zehn Jahre zu früherer wirtschaftlicher Stärke und politischer Stabilität zurückkehren, verkennt die Tragweite der angerichteten Schäden. Selbst ein grundlegender Regierungswechsel – hoffentlich durch die AfD – würde nicht ausreichen, um die Folgen jahrelanger Fehlentscheidungen kurzfristig zu korrigieren. Zu viel wurde mutwillig, fahrlässig oder ideologisch motiviert zerstört.
Ohne einen klaren und konsequenten Kurswechsel steuern wir auf den schleichenden Verlust unserer nationalen Identität zu. Setzt sich diese Entwicklung fort, werden wir unser eigenes Land bald weder kulturell noch sprachlich wiedererkennen. Was hier geschieht, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen – und es wird höchste Zeit, diese offen zu benennen.
Nachtrag
Nach meinem Einspruch gegen die Sperrung meines Accounts hat Facebook meinen Account tatsächlich wieder freigeschaltet. Ohne Begründung...


Ach Mensch, schade. Ein Leser weniger. Dieses Geschwurbele und der Wunsch nach einer AfD-Regierung, ne-danke! Die Meinungsfreiheit nach US-amerikanischem Vorbild siehst Du gerade selber (Hinweis: das was facebook macht hat nun rein gar nix mit Deutschland zu tun; die tun gerade alles, um sich nicht an unsere hiesige Gesetze halten zu müssen.) Wenn Du bei facebook die falsche Meinung äusserst, dann kommst Du nicht mehr in die USA rein – ganz einfach! Mir ist nur bekannt, dass es umgekehrt so wäre. Wir Du auf das Narrativ „man darf in Deutschland nicht mehr seine Meinung sagen“ reinfallen kannst verstehe ich daher echt nicht. Ade!
Dein Ernst? Der Analyse zum Ist-Zustand kann ich ja noch einigermaßen folgen. Deiner Schlussfolgerung aber in keinster Weise mehr. Die AFD als Lösung für irgendwas zu sehen, ist bestenfalls naiv. Diese Partei lebt und ernährt sich vom Niedergang in Deutschland. Die werden alles mögliche tun, aber nicht dafür sorgen, dass irgendetwas besser wird.
Sorry, dass ich keine Sorfortlösung sehe. Das wäre auch eher Aufgabe von Wissenschaftlern und Experten. Aber eines kann ich Dir mit Sicherheit sagen. Die AFD macht alles nur noch schlimmer.
Guten Morgen zusammen,
seit vielen Jahren betreibe ich diesen Blog als eine Art Tagebuch meiner Arbeiten und Projekte. Mit dem großen Vorteil, dass ich keine finanziellen Ziele verfolge und davon nicht leben muss.
Im Vergleich zu den Jahren vor den Grundrechtseinschränkungen haben sich die Kommentare zu meinen Beiträgen allerdings nahezu auf null reduziert. Jetzt, nachdem ich in einem Post (m)eine politische Meinung geäußert habe, kommt plötzlich Bewegung in die Sache.
Ist es nicht auch eine Form der Einschränkung von Meinungsfreiheit, wenn man jemanden derart kritisiert, ohne auf die angesprochenen Probleme einzugehen, und demjenigen stattdessen sofort den Rücken kehrt?
Ob die AfD die derzeit erschreckende politische, wirtschaftliche und soziale Lage in Deutschland in den Griff bekommen würde, ist eine Frage, die sich nicht beantworten lässt – solange man es sie nicht einmal versuchen lässt.
Und zum anderen, für mich ein mit ausschlaggebender Punkt: Es gibt derzeit keine andere oppositionelle Partei, die aufgrund ihrer Stärke ernsthaft gegen die etablierten Parteien antreten könnte.
Viele kleinere Parteien haben hehre Ziele in ihren Programmen, doch sie werden nie in politische Verantwortung kommen. Genau deshalb können jene Parteien weitermachen, die aus meiner Sicht maßgeblich für die aktuelle Situation in Deutschland verantwortlich sind.
Daher meine offene Frage:
Gibt es derzeit wirklich eine realistische Alternative zur AfD?
Hallo,
ich habe seit langem mal wieder hier gelesen und bin nun auch über diesen Artikel gestolpert. Ich möchte den Inhalt nicht weiter kommentieren. Auch in anderen Artikeln hier kommen deine politischen Ansichten sehr deutlich rüber. Ich bin ein großer Freund der Meinungsfreiheit und du darfst deine Meinung natürlich auf deinem Blog frei kundtun.
Ich persönlich möchte solche Ansichten aber nicht aktiv oder ungewollt unterstützen, da sie nahezu den kompletten Gegensatz dessen darstellen, woran ich glaube. Ich würde mich eher als Linksgrün bezeichnen. Ich fahre Lastenrad, ernähre mich Vegan und glaube an den menschengemachten Klimawandel.
Ich möchte dich daher darum bitten, dass du Links auf unsere Onlinekurse, wenn möglich unterlässt. Aber auch das ist dir natürlich weiterhin erlaubt und freigestellt. Es ist lediglich eine Bitte meinerseits.
Ich möchte auch nicht, dass du erneut unser Kursangebot in Anspruch nimmst. Das ist keine Bitte, sondern etwas, das ich aktiv beeinflussen kann und auch bereits getan habe.
Und nein, das hat nichts mit der Einschränkung von Meinungsfreiheit zu tun, sondern mit meinem Recht, mir als Selbstständiger, meine Kunden aussuchen zu dürfen.Du kannst weiterhin deine Meinung frei äußern, dagegen habe ich überhaupt nichts. Du musst aber damit rechnen, mit deiner Meinung anzuecken.
Gruß
Heiko Rech, Kurswerkstatt-Saar
Lieber Heiko Rech
Seit vielen Jahren verfolge ich zunächst deinen alten Blog, später dein Forum, deine Holzwerkerseite und inzwischen auch deine Schulungsangebote für Holzwerker. Die Inhalte waren und sind für mich stets ausgewogen, fundiert und interessant gewesen. Vor einigen Jahren habe ich zudem an einem Kurs bei dir vor Ort teilgenommen – und habe sehr positive Erinnerungen daran.
Deine Reaktion auf meinen Beitrag hat mich daher nicht überrascht. Dennoch hat sie mich irritiert und meinen Eindruck verstärkt, dass es zunehmend schwieriger wird, eine eigene Meinung zu äußern, ohne auf deutliche Ablehnung zu stoßen.
Ich versuche lediglich, die aktuelle Situation aus meiner persönlichen Perspektive zu bewerten und sehe meine bisherigen Aussagen nicht als unbegründet an. Auf weitere Ausführungen möchte ich an dieser Stelle bewusst verzichten, da ich bezweifle, dass dies zu einem konstruktiven Austausch beitragen würde.
Ein wesentlicher Unterschied zwischen uns besteht möglicherweise darin, dass ich meinen Blog rein privat betreibe. Im Grunde ist es für mich ein Werkstatt-Tagebuch, ohne kommerzielle Interessen oder den Anspruch auf Reichweite. Ob täglich zwei Personen mitlesen oder – wie derzeit – mehrere Hundert, ist für mich nicht entscheidend.
In diesem Zusammenhang interessiert mich eine sachliche Frage zu deinen Schulungsangeboten: Wie stellst du sicher, dass die Teilnahme unabhängig von politischen Meinungen erfolgt, ohne dass jemand ausgeschlossen wird? Ich frage dies aus reinem Interesse an einem fairen und offenen Zugang.
Selbstverständlich werde ich deiner Bitte nachkommen und künftig keine Verweise auf deine Tätigkeit als Ausbildungsanbieter mehr in meinen Beiträgen einarbeiten. Bestehende Beiträge werde ich entsprechend anpassen.
Sollte ich dich in irgendeiner Weise persönlich angegriffen haben – was keinesfalls meine Absicht war –, bedaure ich das.
Weiterhin wünsche ich dir alles Gute und viel Erfolg für deine Arbeit.
Grüße
Friedrich
Hallo,
ich kann natürlich nicht direkt beeinflussen, wer mit welcher politischen Einstellung unsere Kurse nutzt. Wenn ich aber auf Äußerungen von Kursteilnehmern stoße, die nicht mit unseren Werten im Einklang stehen, sei es durch öffentliche Äußerungen oder durch Äußerungen im Forum der Kurswerkstatt, nutze ich mein Recht einen Vertragsabschluss zu verweigern.
Gruß
Heiko Rech