Tischlampe aus Eiche
Die Jahreszeit eignet sich hervorragend für reine Werkstattarbeit. Beim Holzhändler habe ich reichlich Eiche-Vollholz gefunden, das ich quasi „fast geschenkt“ mitnehmen konnte. Daraus entstand meine neue Tischlampe.
Die einfach gehaltene Konstruktion macht sie besonders interessant – außerdem fehlte eine solche Lampe noch in Mehrzahl in unserem Wohnzimmer. Den Lampenschirm und das Zubehör habe ich günstig im Internet bestellt, sodass das Projekt schnell und unkompliziert umgesetzt werden konnte.
Fügen und Hobeln
Die Eichenplanken habe ich zunächst grob auf der Tischsäge zugeschnitten und anschließend auf gleichmäßige Dicke gehobelt. Genau musste es dabei noch nicht sein – wichtig war nur eine saubere Grundlage für das spätere Leimholz.
Der Dickenhobel von Makita leistet hier erstaunliche Arbeit. Solange keine zu großen Spanabnahmen gewählt werden, bleiben die Messer sehr lange scharf. Anfangs hatte ich es wohl etwas zu gut gemeint und versucht, 2 mm in einem Durchgang zu hobeln – das geht auf die Messer.
Leimholz herstellen
Die Planken bleiben durch die zuvor eingefrästen Lamellos zentriert und können beim Verleimen nicht verrutschen. Ohne eine mechanische Verbindung ist das Verleimen der Hölzer einfach nur schwierig.
Den Leim habe ich großzügig auf allen Seiten verteilt. So entstehen keine unnötigen Lücken – das würde später die Optik stören.
Rundungen herstellen
Nach dem Abbinden des Leims habe ich die Überschüsse mit dem Stemmeisen entfernt und anschließend alle Seiten im Dickenhobel auf Maß gebracht.
Die Rundungen habe ich nach dem Anzeichnen zunächst grob mit der Kappsäge zugeschnitten. Die endgültige Form entstand danach am Bandschleifer, noch ohne Bandschleiferstation.
Kabelkanäle bohren
Die Arbeiten am Lampenfuß gehören zu den einfachsten Schritten.
Von oben wird die Leitung vom Lampensockel geführt, von unten braucht es eine Bohrung zur Verschraubung des Gewinderohres für das Kabel. Da die Leitung nach hinten austreten soll, ist dort ebenfalls eine ausreichend große Bohrung notwendig.
Alle Bohrungen konnte ich sauber und senkrecht am Bohrständer ausführen.
Abrunden, schleifen und lackieren
Die Außenkanten habe ich am Frästisch mit einem 5-mm-Abrundfräser sauber gerundet. Anschließend wurde der Holzblock – inklusive Kanten – erst mit 150er, dann mit 220er Schleifpapier glatt geschliffen.
Danach folgte das Lackieren mit Holzlack. Leider braucht dieser sehr lange zum vollständigen Durchtrocknen, bevor die nächste Schicht aufgetragen werden kann. Das ist tatsächlich etwas lästig.
Elektrik montieren
Verwendet wird eine einfache Lampenfassung, die auf ein 10-mm-Gewinderohr für Leuchten geschraubt wird. Durch dieses Rohr läuft das Kabel unsichtbar durch den Lampenfuß nach außen. Der sichtbare Teil der Gewindestange ist mit einem passgenauen Aluminiumrohr verkleidet.
Im Grunde ist damit die Konstruktion schon abgeschlossen. Das Kabel muss lediglich hinten noch gegen Zug gesichert und mit einem Stecker versehen werden.
Der Lampenschirm wird anschließend mit den beiden Ringen an der Fassung fixiert.








