Gartenküche erweitern
Nachdem ich die Unterschränke für den Grill fertiggestellt habe, werde ich auch den linken Teil der Gartenküche erneuern. Der alte Schrank ist zu schmal und es soll auch eine Kochmöglichkeit geben.
Im Moment entwerfe ich noch in Sketchup. Das ist eine gute Konstruktionssoftware, aber nicht die beste. Deshalb habe ich mich für TrunCAD entschieden, das speziell für den Möbelbau entwickelt wurde. Zugegeben, es ist etwas schwer zu verstehen, aber ich möchte die Vorteile der Software nutzen.
Podest / Sockel
Hierfür habe ich Multiplex, 18 mm gewählt. Diese Platte gibt den 3 Schränken genügend Halt und bleibt formstabil. Auch diese Platte habe ich mit einer ABS-Kante versehen und lackiert. Die Köpfe der Schlossschrauben sind versenkt, damit die Schränke darauf gestellt werden können. Die Rollen sind mit 6mm. Selbstsichernde Muttern. Stufen: ABS-Kante, geschliffen, lackiert, ABS-Kante mit Klinge abgezogen.
ABS-Kante
Ja, das Kanten ist schon zeitaufwendig. Mit Schubladen und Boden dauert es fast einen Tag. Einen halben Tag macht es Spaß, aber dann nicht mehr. Und dann noch in der Hitze. ABS-Kanten hat mein Holzhändler noch ausreichend auf Lager. Ansonsten kann man auch direkt bei Döllken bestellen.
Nuten auf der Tischkreissäge
Beim letzten Schrank war ich zu faul das Sägeblatt zu wechseln und habe deshalb Ausrisse an den Teilen gehabt. Diesmal habe ich das Spezialsägeblatt für beschichtete Platten in die Bosch GTS 10 XC eingebaut und hatte als Ergebnis ausrissfreie Nuten. Dabei denke ich noch immer an die Erika 85 Tischkreissäge. Diese hatte ich auch auf Empfehlung eines Tischlermeisters hin gekauft um die Kappsäge zu „sparen“. Völliger Unsinn!! Die Säge ist das Geld nicht wert. Euro 3.500,00 ohne Schiebeschlitten.
Sägeblattwechsel
Der Wechsel der Sägeblätter in der Bosch GTS 10 XC ist sehr einfach. Wenn ich da an die Erika 85 denke… Da muss man unter den Tisch.
Schubladenböden und Rückwände
Ich habe mich bewusst für 5 mm starke Böden/Rückwände entschieden. Der Schrank wird beansprucht werden und ich möchte trotzdem Stabilität erreichen. Außerdem sind dickere Rückwände etwas teurer als dünnere. Das Sägeblatt von AGEFA ist 3,2 mm dick, also dicker als „normale“ Sägeblätter. Dafür läuft es rund und im Vergleich zu den anderen sehr leise.
Wie auf dem Frästisch mit dem 4 mm Nutfräser muss ich 2 Durchgänge machen. Immer erst an einem Probestück testen!
Schubladen
Ich baue die Schubladen mit Einlegeböden. Das spart Zeit und Arbeit. Die Schubladenteile sind aus VP und einseitig mit einer ABS-Kante versehen. Die sichtbaren Seiten natürlich. Die Teile werden mit Lamellos verbunden, 2 an jeder Ecke. Einer hätte vielleicht gereicht, aber ich habe 2 verwendet. Die Holzteile sind geschliffen, aber unbehandelt. So soll es sein. Die Kanten sind nach dem Schleifen noch einmal mit der Ziehklinge abgerundet.
Schränke verleimen
Die zugeschnittenen und bekanteten Teile passen alle zusammen. Die Verbindungen sind Lamellos. Hier hätte ich vielleicht die Mafell DDF 40 verwenden können, aber im Gegensatz zur Lamello Zeta P2 halte ich nicht viel von der DDF 40. Mit 1.022,00 Euro viel zu teuer und qualitativ weit von der Festool DF 500 und der Lamello Zeta 2 entfernt.
Das Verleimen war einfach. Solange man genügend Zwingen zur Verfügung hat.
Rohbau
Die Schränke sind jetzt im Rohbau fertig. Der Schrank für das Gaskochfeld von Bosch ist perfekt zugeschnitten. Das Gaskochfeld selbst habe ich schon angepasst und es funktioniert. Das Gaskochfeld ist jetzt nicht das Beste, aber hoffentlich ausreichend für unsere Bedürfnisse. Die Gasflasche, 11 kg, wird genügend Platz unter dem Gaskochfeld haben. Inklusive der notwendigen Entlüftung.
Stromanschluss
Das Gaskochfeld braucht einen Stromanschluss. Außerdem möchte ich eine Doppelsteckdose in Höhe der Arbeitsplatte anbringen. So erinnerte ich mich an den Außenanschluss meiner alten Gartenbar, den ich noch aufgehoben hatte. Den habe ich eingebaut und innen mit einer Doppelsteckdose verbunden. Natürlich mit einem Kabelkanal gesichert.
Schubladenbau
Die Rollenauszüge sind da und ich habe sie gleich eingebaut.
Das Prinzip der Rollenauszüge ist alt, aber diese sind die besten unter den Auszügen. Einfach und effizient. Der Einbau ist kinderleicht und ohne Schablone oder Werkzeug möglich. Für diese Rollenauszüge habe ich sage und schreibe 2,40 Euro pro Paar bezahlt! Baugleiche Rollenauszüge von Hettich kosten im günstigsten Fall Euro 11,00.
Fertig verschraubt
Der Boden läuft sauber, die Schränke sind fertig und ich konnte sie zusammenschrauben. Steht bombenfest.
Die Griffe konnte ich sehr günstig bei ebay ersteigern. Edelstahlgriffe mit einem Lochdurchmesser von 160 mm.
Die Arbeitsplatte ist knapp 40 mm dick, dünner macht bei Einbaugeräten wie dem Gaskochfeld keinen Sinn.
Die Arbeitsplatte
Die Arbeitsplatte ist eine normale Küchenarbeitsplatte mit einer Stärke von 38 mm und 2 cm länger als der gesamte Schrank. Sie sollte rechts und links mindestens 1 cm überstehen. Die Schnittkanten bekante ich mit grauem ABS. Danach schneide ich den Ausschnitt für die Gaskochmulde aus.
Die Arbeitsplatte habe ich im Baumarkt gekauft, da sie sofort verfügbar war. Beim Holzhändler hätte ich 10 Tage warten müssen. Aber die Platten aus dem Baumarkt sind die billigste Qualität! Und mit 38,00 Euro pro Meter nicht gerade billig. Ich werde nie wieder im Baumarkt kaufen.
Ausschnitt für Gaskochfeld
Mit der Führungsschiene und der Tauchsäge ist das ein Kinderspiel. Wichtig ist für mich, die Führungsschiene zu klemmen. Wenn sie sich verzieht, würde ich mich sehr ärgern. Aber das war nicht der Fall. Die letzten Eckausschnitte habe ich mit dem FEIN Multifunktionswerkzeug geöffnet.
Fertigstellung
Das Gaskochfeld war schnell montiert. Die Schaumstoffdichtung mit den Klammern an der Unterseite des Feldes hält das Gaskochfeld sicher im Ausschnitt. Die Elektrik funktioniert und der Platz für die Gasflasche ist mehr als ausreichend. Auch das Öffnen und Schließen ist sehr komfortabel. Die Schubladen sind bereits gefüllt und laufen einwandfrei. Der Schrank lässt sich auf den Rollen gut bewegen und wird auch von den beiden gebremsten Rollen gut gehalten.
Jetzt kommt noch eine Rückwand an den Unterstand, um den Zaun vor der Hitze zu schützen. Sieht auch besser aus. Morgen hole ich die Dreischichtplatten beim Holzhändler ab…
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