DIY: Gartenbank aus Bangkirai für den Außenbereich

21. Okt. 2025

Gartenbank aus Bangkirai
Gartenbank-Bangkirai

DIY: Gartenbank aus Bangkirai für den Außenbereich

Eine ähnliche Bank hatte ich schon früher gebaut – damals nur aus Fichte-KVH.

Diesmal wollte ich jedoch eine sehr haltbare Gartenbank, die der Witterung wirklich standhält. Fichte eignet sich dafür leider nur bedingt.

Also fiel meine Wahl auf Bangkirai. Beim Holzhändler kaufte ich die Balkonbretter in der größtmöglichen Breite. Erst später stellte sich heraus, dass dies nicht unbedingt die praktischste Entscheidung war – aber dazu später mehr.

Der Bauplan für diese Bank ist sehr einfach gehalten. Jeder mit etwas handwerklichem Geschick kann sie problemlos nachbauen. Den Plan sende ich auf Nachfrage gern zu.

Mit SketchUp habe ich vorher den Materialbedarf ermittelt. So konnte ich gezielt einkaufen und vermeiden, unnötiges Holz zu bestellen.

Gartenbank-Bangkirai

Zuschnitt der Teile

Die Balkonbretter musste ich nur einmal in der Mitte auftrennen, um die gewünschte Breite der Bankteile zu erhalten.

Das geht auf der Tischsäge recht einfach. Trotzdem mache ich das nicht besonders gern, denn die Absaugung meiner Bosch GTS XC ist eher dürftig – die Werkstatt füllt sich sofort mit Spänen. Klar, die Späne kann man wegsaugen, aber der feine Staub setzt sich überall ab.

Nach dem Auftrennen wurden alle Teile abgerundet und mit der Festool DF 500 gefräst.

Natürlich durfte auch das Schleifen des Bangkirai nicht fehlen, um eine tragfähige, glatte Oberfläche für die spätere Lackierung zu schaffen.

 

Gartenbank-Bangkirai

PUR-Leim Sauerei

Damals glaubte ich noch, dass PUR-Leim für die Haltbarkeit der Gartenbank unverzichtbar sei. Also kaufte ich ihn bei Würth.

Schon bei der ersten Anwendung zeigte sich das typische Verhalten: Der Leim quillt aus jeder kleinsten Fuge heraus und härtet sehr schnell aus. Mal eben abwischen? Funktioniert nicht.

Dabei erfüllt D4-Leim denselben Zweck. Man kann dafür sogar normalen D3-Leim verwenden und mit einem Härterzusatz zu D4-Leim aufwerten.

Das unhandliche PUR-Gedöns habe ich schließlich komplett entfernt und die Verleimung sauber mit D4-Leim neu gemacht – deutlich einfacher und genauso haltbar.

Gartenbank-Bangkirai

DOMINOS fräsen

Die PUR-Leim-Katastrophe habe ich beseitigt.

Alle Teile habe ich mit DOMINO-Fräsungen versehen. Eine Seite ohne und die andere Seite mit Toleranz um Ausrichten zu können.

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Grundieren und Lackieren

Bevor ich die Teile zusammenbaue, grundiere und lackiere ich alles vollständig.

In der Regel bedeutet das ein- bis zweimal Grundierung und drei Schichten Lack. Dabei verzichte ich bewusst auf Baumarkt-Müllfarben. Aus jahrelanger Erfahrung weiß ich: Diese Farben verursachen oft nur Probleme – sie kosten Geld und sorgen für unnötige Arbeit.

Für die Grundierung verwende ich den Isoliergrund von Wilckens, und als Lack setze ich auf den Türen- und Fensterlack von SIKKENS. Damit erziele ich ein dauerhaftes, hochwertiges Ergebnis, das der Witterung im Außenbereich standhält.

Gartenbank-Bangkirai

Verleimen

Der PUR-Leim ist nur zur Abschreckung im Bild.

Die Seitenteile lassen sich recht einfach und schnell verleimen.
Wogegen die Rückenlehne schon etwas schwieriger wird. Die Streben müssen ausgerichtet werden und zum Schluss passgerecht der Abschluss aufgesetzt werden. Das braucht Zeit.

Gartenbank-Bangkirai
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Montieren der Teile

Die Montage der Rückenlehne ich auch einfach.
Hier benutze ich 8mm Alu-Rundstäbe für die Verbindung. So kann ich die gewünschte Schrägstellung der Rückenlehne frei wählen.

Nur noch die Sitzbretter und fertig ist die Gartenbank aus Bangkirai.

Einen sehr großen Nachteil der Gartenbank will ich nicht verschweigen. Die Bank ist sauschwer und lässt sich nur mit 2 Personen verschieben.

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