Garage für den Rasenroboter - Restauration
Die Garage für meinen Rasenroboter steht nun schon seit einigen Jahren im Garten und schützt den Mäher zuverlässig. Der Lack ist immer noch in gutem Zustand. Allerdings stößt der Roboter während seiner Arbeit regelmäßig gegen die Garage – aufgrund des Standorts lässt sich das leider nicht vermeiden.
Heute habe ich die Garage in meine neue Werkstatt gebracht und vollständig zerlegt. Das ging erfreulich einfach, denn beim Bau hatte ich für die Eckverbindungen Lamellos Clamex P-14 verwendet, die sich wieder lösen lassen. In solchen Momenten zahlt sich diese Entscheidung wirklich aus. Übrigens kann man diese Art von Lamellos inzwischen sehr günstig bei TEMU bekommen (für weniger als die Hälfte des Preises)
3-Schichtplatte
Natürlich gibt es viele sinnvolle Einsatzbereiche für 3-Schichtplatten. Für eine solche Garage wäre langfristig jedoch ein anderes Material vermutlich die bessere Wahl gewesen. Auch 3-Schichtplatten arbeiten und verlieren mit der Zeit ihre Form – so leider auch in diesem Fall. Die Verzüge sind zwar nicht stark genug, um einzelne Teile austauschen zu müssen, aber deutlich sichtbar.
Ein paar Jahre wird die restaurierte Garage sicher noch durchhalten. Danach wird sie vermutlich entsorgt werden müssen. Für diesen Fall habe ich zum Glück noch die Baupläne und kann relativ schnell eine neue Garage bauen.
Schleifen und grundieren
Damals hatte ich die Garage mit Buntlack von Wilckens lackiert. Der Lack ist durchaus ordentlich, erreicht aber nicht die Qualität, die nötig ist, um im Außenbereich dauerhaft farbstabil zu bleiben. Das schaffen tatsächlich nur hochwertige Fenster- und Türenlacke.
Auch Wilckens bietet in diesem Bereich gute Produkte an. Noch besser ist meiner Erfahrung nach jedoch der Fenster- und Türenlack von SIKKENS. Dieser verliert selbst bei direkter Sonneneinstrahlung kaum an Farbintensität.
Trotz der vorhandenen Lackierung habe ich die Oberfläche angeschliffen und anschließend erneut grundiert.
3D-Drucker als Helfer
Seit Kurzem habe ich außerdem einen 3D-Drucker.
Beim Zerlegen erinnerte ich mich an die Lagerleisten, die ich damals aus Meranti gefertigt hatte. Dafür ging ziemlich viel Zeit drauf. Also kam die naheliegende Frage: Warum nicht einfach neu drucken?
Gesagt, getan. In SketchUp habe ich eine neue Lagerleiste konstruiert, als STL exportiert und anschließend online in eine 3MF-Datei konvertiert. Der gesamte Vorgang hat vielleicht 15 Minuten gedauert. Nach weiteren 46 Minuten war der Drucker bereits fertig – beide Lagerleisten lagen druckfrisch vor mir. Schon beeindruckend, wie schnell das heute geht.
Verbesserungen für den Nachfolger
Die Standfüße sind über ihr Gewinde höhenverstellbar. Dafür habe ich in einer tiefen Bohrung eine Einschlagmutter eingesetzt. Das ist allerdings nicht ganz unproblematisch, denn beim Einschlagen besteht die Gefahr, dass das Holz aufsplittert.
Die bessere – und deutlich haltbarere – Lösung ist ein direkt ins Holz geschnittenes Gewinde. Ich war selbst überrascht, dass ein solches Gewinde den auftretenden Kräften problemlos standhält. Gerade bei Hartholz bietet diese Variante erhebliche Vorteile.
Zugegeben, man benötigt dafür einen Gewindeschneidesatz. Aber welcher Holzwerker hat so ein Set nicht ohnehin im Schrank?
Solar-Beleuchtung für die Garage
Muss man nicht unbedingt haben – aber schön ist es trotzdem.
Erstaunlicherweise funktioniert diese „chinesische“ Ware auch nach einigen Jahren noch einwandfrei. Lediglich das Solarpanel sieht inzwischen nicht mehr besonders ansehnlich aus, bringt aber weiterhin gute Leistung.
Ein neuer Satz dieser Lampen ist bei Amazon zwar nicht mehr zu finden, dafür jedoch bei AliExpress für rund 33 Euro erhältlich. Der Einbau lohnt sich wirklich.
Im Solarpanel ist ein Dämmerungsschalter integriert, die Anlage arbeitet also völlig autark. Bei ausreichend Sonnenschein wird die Garage problemlos die ganze Nacht über beleuchtet.
Frontleuchte
Die Halterung für die Frontbeleuchtung hatte ich damals mühsam aus Meranti gebaut. Sah gut aus, aber im Außenbereich ist Lack einfach kein Dauerzustand. Selbst hochwertige Lasuren kapitulieren nach ein paar Jahren – Sonne und Wetter gewinnen am Ende doch.
Also habe ich das Gehäuse kurzerhand in SketchUp nachmodelliert und auf dem 3D-Drucker neu gefertigt. Ich bin jedes Mal wieder überrascht, was sich mit so einem inzwischen erschwinglichen Drucker alles machen lässt. Für solche Ersatz- und Spezialteile ist das Ding inzwischen Gold wert.
Lackierung
Nun sind alle Bauteile auch endlackiert.
Mindestens zwei Anstriche sind Pflicht, jeweils mit kurzem Zwischenschliff per Hand. Der verwendete Lack eignet sich perfekt für den Außenbereich.
Beim Lackieren sind mir außerdem einige Punkte aufgefallen, die ich bei einem Neubau heute anders umsetzen würde. Man lernt tatsächlich bei jedem Projekt dazu.
Für das Lackieren verwende ich fast ausschließlich Lackrollen von OSMO. Diese sind zwar etwas teurer als andere Produkte, ermöglichen jedoch ein sehr sauberes Auftragen nahezu jeder Farbe. Nach dem Lackieren reinige ich alle Werkzeuge gründlich, sodass sie für viele weitere Einsätze wiederverwendet werden können.
Zusammenbau
Dank der Lamello-P14-Verbinder an den Ecken war der Zusammenbau des Rahmens sehr einfach.
Die Lager für die hintere Steuerung der Frontklappe waren schnell verschraubt, ebenso die komplette mechanische Front mit Scheibe. Die Füße habe ich mit Silikonfett wieder eingeschraubt.
Die Kabel der Beleuchtung ließen sich etwas schwieriger verstauen. Optisch ist das nicht perfekt, da ich sie mit Panzerband fixiert habe – von außen ist davon allerdings nichts zu sehen.
Die Beleuchtung wird vollständig über das Solarpanel betrieben und auch geschaltet.
Robotergarage 1. Generation
Tag für Tage viele Male fährt der Rasenroboter zum Aufladen zurück in seine Garage.
Die Mechanik hat sich über die lange Zeit gut bewiesen.








