Überdachung für das Golfcart – Teil 1

Ueberdach Golfwagen

geschrieben von holzwerker

14. Februar 2020

Ueberdach Golfwagen

Überdachung für das Golfcart

Das Golfcart steht seit langen im Freien und nimmt so Schaden. Der Überzug ist lästig und flattert im Wind. So habe ich mich entschlossen ein Überdach für das Golfcart zu bauen.
Dies wird ein Abbild meine schon gebauten BBQ-Überdachung. Nur kleiner.
Allerdings werde ich nicht mehr den Fehler machen eine „billige“ Farbe für die Lackierung einzusetzen.
Die Farben von NABER sind nach meiner Erfahrung mehr als enttäuschend.

schleifen

Vorbereitung

Die 10x10er Leimbinder wurden beim Holzhändler grob geschnitten. Länge + 10cm. Leimbinder sind für diesen Zweck sehr gut zu gebrauchen. Doch die Leimbinder habe immer kleine Fehler, wie Äste, Harzgallen und Hobelschläge. Zunächst habe ich alle Teile verspachtelt und anschliessend geschliffen. Dann ging es an die Stützen.

Kappsäge KS 120

Stützen

Erst gespachtelt und geschliffen habe ich die 45 Grad-Schnitte auf der Kappsäge KS 120 ausgeführt. Die letzten übriggebliebenen 5 mm musste ich mit der Japansäge trennen. Bei dieser Schnitttiefe darf man keinesfalls das laufende Blatt herausheben sondern muss es bis zum Stillstand kommen lassen und dann heben. Sonst schlägt die Maschine oder schlimmer das Holz zurück! Daher auch die Brandflecken. Macht aber nichts; wird eh lackiert.

rohe Stützen

Diese Stützen werden für die Stabilität eine Hauptaufgabe übernehmen. So kann der Rahmen nicht verwinden und die Stützen halten den Rechten Winkel. Gehalten werden die Stützen mit jeweils 4 Spax-Flachkopfschrauben inder Länge von 120 und 180mm. Die Bohrungen für die Schrauben bringe ich auf dem Bosch Bohrständer ein. Zuerst mit einem Festool Forstnerbohrer /Durchmesser 20mm) den Platz für den Schraubenkopf und dann mit einem 6er Bohrer vorbohren. Die HM-Forstnerbohrer mit Spitze sind schon toll…aber zu teuer.

Forstnerbohrer

Früher hatte ich mir einen Satz Forstnerbohrer im Baumarkt gekauft mit dem Hintergrund, dass ich diese eh nicht so oft brauchen werde. Aber das war und ist falsch. Die Baumarktteile sind schon nach wenigen Bohrungen stumpf oder blau und stumpf. Deshalb habe ich den Bohrersatz von Festool im Angebot gekauft. Ich habe den Kauf nie bereut. Die Bohrer sind absolut sauber im Schnitt und lassen sich auch wieder schärfen. Die Baumarkt-Ka..e muss man wegwerfen.

Fasen

Die nun fehlenden Fasen im vorderen Teil der Stützen habe ich auf dem Frästisch angebracht. Mit der Oberfräse wäre das zu unpraktisch und unsauber.

gefast

Nachdem der Isoliergrund trocken war, habe ich die Stützen cremeweiss lackiert. Mit Wilckens 2in1 Buntlack seidenmatt, RAL 9001 cremeweiß. Blockfest licht- und wetterbeständig.

erster Anstrich

Bei Blockfestigkeit halten keine Klebebänder mehr und beim Stapeln der Teile kleben diese nicht zusammen. Der FABER-Lack wird bei Nsse weich und fühlt sich schleimig an. Die Farbe blättert ab. Billigsch..ss.
Wichtig ist auch noch der Wetterschutz-Isoliergrund von Wilckens. Kein Durchschlagen der Holzinhaltstoffe, tropfgehemmt und feuchtigkeitsregulierend.

grundierte teile

Das Lackieren der Teile nimmt die meiste Zeit in Anspruch. Spachteln, schleifen und 2 x mit Wetterschutz-Isoliergrund rollen. Dafür habe ich heute 10 Stunden gebraucht!
Die Teile sind noch nicht zugeschnitten oder bearbeitet. Warum streiche ich zuerst? Nun, das Holz ligt draussen auf Böcken. Bereits grundiert muss ich es nicht ständig mit einer Plane abdecken. Die Lagerung ist angenehmer.
Das Ablängen und Abblatten der Teile ist nicht mehr der große Aufwand. Eher die Stützen und das Lackieren.

Für die Überblattung habe ich mir zuerst 2 Teststücke geschnitten. Freihändig auf der Kappsäge. Leider ist die Festeinstellung auf der Kappsäge auf 40mm begrenzt. Ich brauche aber 50mm! So habe ich die Breite geschnitten, ein paar Schnitte dazwischen und dann mit dem Beitel gesäubert. Klappt gut, doch ich hätte es lieber auf der Kappsäge gemacht. Bei 2700mm Länge der Teile ist der Ausschnitt auf der Tischsäge auch nicht möglich.

Die Pfostenschuhe halten den Pfosten über die Verengung vom Boden weg. Das ist ja auch gut, doch der optische Abstand siht in dem Maße nicht gut aus. Deshalb habe ich Falze an den Enden der Pfosten gesägt um die Optik zu verbessern. Abstand zum Boden ist auch so mehr als ausreichend.

Heute habe ich alle Teile zugeschnitten und noch einmal lackiert. Die Überblattungen passen und die Enden haben auch eine Fase bekommen. So ist das Untergestell fertig in Einzelteilen.
Morgen hole ich den „Dachstuhl“ beim Holzhändler ab. 40 x 80 BSH. Natürlich werde ich das Holz erst wieder schleifen, grundieren und lackieren. Dauert… aber ist ja für mich.

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