High-End Grillen: Warum es ein Napoleon Gasgrill sein musste

13. März 2026

Napoleon Gasgrill
Napoleon Gasgrill

High-End Grillen: Warum es ein Napoleon Gasgrill sein musste

Über Jahre hinweg haben wir diverse Grillgeräte getestet – von Burny über Weber bis hin zu Holzkohlegrills mit vertikalem Behälter. Doch das Ergebnis war oft ernüchternd: Entweder waren sie zu klein, entwickelten nicht genug Hitze, waren instabil oder schlichtweg zu niedrig. In einer vernünftigen Preisklasse schien es kaum ein Gerät zu geben, das unseren Ansprüchen wirklich gerecht wurde.

Schließlich stießen wir auf die Marke Napoleon. Bei genauerer Betrachtung war klar: Das ist genau das, was wir suchen. Wir wollten keine Kompromisse mehr, sondern Steaks mit perfektem Branding, Pizza bei echter Hochtemperatur und saftige Rollbraten vom Drehspieß über dem Heckbrenner.

Napoleon Gasgrill

Sizzle Zone im Einsatz: 800 Grad für echtes BBQ-Feeling

Ein echtes BBQ bedeutet Vielfalt: Steaks, Koteletts, Bauchfleisch und Würstchen sollen gleichzeitig fertig werden. Das Problem ist oft der Platz und die völlig unterschiedlichen Temperaturanforderungen. Mit dem Napoleon Prestige 500 haben wir die Lösung gefunden.

Während der Rollbraten am Heckbrenner gart, liefert die Sizzle Zone mit bis zu 800 °C die perfekte Kruste für die Steaks. Ein großer Pluspunkt bei dieser extremen Hitze: Die Reinigung ist denkbar einfach, da sich alle relevanten Teile entnehmen lassen. Dass zudem alle Grillroste aus massivem Edelstahl gefertigt sind, garantiert nicht nur Langlebigkeit, sondern auch eine erstklassige Hitzespeicherung.

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4 Brenner mit Heckbrenner

Die vier Hauptbrenner leisten ganze Arbeit und bringen den Garraum extrem schnell auf Betriebstemperatur. Auch der Infrarot-Heckbrenner überzeugt: Er verteilt die Hitze sehr gleichmäßig und auf breiter Front. Besonders beeindruckt hat mich die Rotisserie – das Gestänge ist massiv, kein Vergleich zu billigem Spielzeug, und der Motor zieht kraftvoll durch. Ein ‚Überschlagen‘ des Grillguts gehört damit der Vergangenheit an.

Ein wichtiger technischer Hinweis: Bei dieser Leistungsaufnahme ist eine 11-kg-Gasflasche Pflicht. Eine 5-kg-Flasche bietet nicht genug Oberfläche für die nötige Verdampfungsleistung; das Gas verflüssigt sich im Schlauchsystem nicht schnell genug nach, und das Flammenbild verschlechtert sich deutlich.

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idealer Pizzaofen

Das ist die "Königsdisziplin" am Gasgrill! Viele Grills werben zwar mit hohen Temperaturen, aber am Ende fehlt ihnen die nötige Oberhitze oder der Garraum kühlt beim Öffnen zu schnell ab. Der Napoleon Prestige 500 ist durch seine massive Bauweise und die Aluguss-Wanne jedoch ein hervorragender Ersatz für einen echten Steinofen.

350-400 Grad Celsius bringen die besten Ergebnisse bei Pizza.

INatürlich ist hier auch der Teig entscheidend: Ich setze auf Mehl vom Typ '0' bzw. '00', eine spezielle Tomatensauce und frische Kräuter. Gebacken wird auf dem originalen, passgenauen Napoleon-Pizzastein. Durch die hohe Hitze im geschlossenen Grill ist die Pizza innerhalb weniger Minuten perfekt knusprig – genau so, wie man es aus dem Urlaub kennt.“

Napoleon-Gasgrill

erste Pizza aus dem Napoleon-Gasgrill

Vielleicht war meine erste Pizza optisch noch nicht ganz perfekt in der Form, aber geschmacklich war sie eine Offenbarung – die erste wirklich gute Pizza aus einem Gasgrill! Ich war tatsächlich ein wenig stolz. Endlich haben wir einen Grill, der fast alle unsere Bedürfnisse erfüllt.

Ein großer Vorteil der hohen Hitze: Ich kann die Pizza jetzt wieder ‚richtig‘ schichten – erst die Tomatensoße, dann der Käse und darauf der Belag. Im Backofen war das bei maximal 260 °C (trotz NEFF-Qualität) immer ein Kompromiss, bei dem das Ergebnis nie ganz überzeugte. Die 400 °C im Napoleon machen hier den entscheidenden Unterschied.

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Zusammensetzung und Gewürze

In Sachen Gewürze war Ankerkraut lange Zeit meine erste Adresse – die Qualität von Oregano, Basilikum und Co. war hervorragend. Sogar mein Caputo-Mehl habe ich dort bezogen. Doch seit der Übernahme durch Nestlé hat sich das Blatt gewendet: Die Qualität hat für mein Empfinden nachgelassen, während die Preise unattraktiv gestiegen sind.

Ein kleiner Realitätscheck: Das identische Caputo-Mehl kaufe ich heute bei Edeka für die Hälfte des Preises. Bei den Gewürzen lohnt es sich hingegen, auf spezialisierte Fachhändler im Netz auszuweichen. Es gibt dort fantastische Anbieter, die mit echter Leidenschaft arbeiten – die Qualität der Kräuter ist dort um Welten besser als bei der Massenware.

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Fleischqualität

Lange Zeit war argentinisches Rindfleisch für mich das Maß der Dinge – zart, schmackhaft und bequem als Großstück in der Metro oder im Handelshof zu kaufen. Doch ein Gespräch mit einem hiesigen Sternekoch hat meine Sichtweise grundlegend geändert. Er machte mich auf die problematischen Zuchtpraktiken in Südamerika aufmerksam, bei denen oft Chemikalien für eine schnellere Aufzucht eingesetzt werden, die weit unter unseren Standards liegen.

Seit ich auf seine Empfehlung hin wieder auf deutsches Qualitätsfleisch setze, bin ich vollends überzeugt. Nicht nur die strengen deutschen Kontrollen geben mir ein besseres Gefühl – auch der Geschmack ist intensiver und ehrlicher. Es ist beruhigend zu wissen, was auf dem Grill landet, ohne über unsichtbare Rückstände aus Übersee spekulieren zu müssen.

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unser BBQ-Platz im Garten

Da wir den Napoleon mittlerweile fast täglich nutzen und von den Ergebnissen restlos begeistert sind, hat er natürlich auch einen festen, perfekt vorbereiteten Platz in unserer Außenanlage erhalten. Den Bau und die Einrichtung dieses Bereichs habe ich bereits in einem separaten Beitrag ausführlich dokumentiert.

Der Prestige 500 erfüllt all unsere Anforderungen auf den Punkt. Natürlich schielt man manchmal auf die noch größeren Modelle der Serie, aber man muss die Kirche auch im Dorf lassen – das Preis-Leistungs-Verhältnis muss stimmen. Eines steht für mich nach dieser Erfahrung jedoch felsenfest: Ein Weber-Grill kommt mir nie wieder ins Haus!

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