Festool Oberfräsen OF1010, OF1400, OF2200

Festool OF 1010

Das war meine erste Oberfräse.
Eine von den drei Festool Oberfräsen  1010, 1400, 2200
Diese habe ich im Set gekauft. Dabei waren u.a. der Längsanschlag und ein Satz Fräser. War zusammen gesehen sehr günstig.

Zum Zeitpunkt des Kaufes hatte ich keine Ahnung von Oberfräsen und deren Handhabung. Deshalb wollte ich mir mithilfe dieser Oberfräse einen Frästisch selber bauen.
Habe ich auch gemacht.

Diese Fräse ist klein und handlich und trotzdem stark. Mit dem Zubehör konnte ich sofort prima arbeiten.
Etwas störened empfand ich das Aufwürgen des Absaugschlauches auf den Anschluß. Die Tiefeneinstellung ist einfach und zuverlässig. Stufenlose Drehzahlwahl und Feststellung des Antriebes.

Allerdings für einen Frästischeinsatz viel zu schwach. Deshalb habe ich dann die Festool OF 1400 gekauft.

Festool OF 1400

Diese ist schon eine Klasse besser. Nicht nur in der Leistung.
Im Set ist auch ein Längsanschlag, der aber auch auf 1/10 mm einstellbar ist und wesentlich bequemer als der von der OF 1010.

Leider sind die Anschläge nicht kompatibel!

Die Arbeitstiefe ist größer und das Wichtigste: es passen auch 12 mm Futter an die Maschine.
Absaugung ist super!

Diese Fräse habe ich dann in den Frästisch eingebaut mit einem Lift von Festool.
Der selbstgebaute Frästisch, nach einem Plan in einer „Fachzeitschrift“ gebaut, war völliger Unsinn. Selbst als Ablageschrank war das Teil nicht zu gebrauchen. Für den Preis des Holzes hätte ich spielend einen fertigen Metalltisch kaufen können. Aber das ist ein anderes Thema.

Die Fräse in einen Frästisch einzubauen macht Sinn. Aber bei dieser Maschine ist es wie „Perlen vor die Säue werfen“, wenn man die Oberfräse ausschließlich in einem Tisch verwendet.

Diese Oberfräse schafft große Tiefen, ist absolut handlich, hat große Leistung als Handmaschine und kann 12 mm-Fräser aufnehmen. Ich brauchte also beide Fräsen im Handbetrieb. Was tun?

Den selbstgebauten Frästisch habe ich fachgerecht entsorgt und dafür einen CMS von Festool gekauft mit Einsatz für die Oberfräse.

Festool OF 2200

Für den Frästisch habe ich dann gleich die Festool OF 2200 dazu gekauft.

Und nur für den Frästisch!

Das Teil wiegt gefühlte 15 kg. Für ein handliches Arbeiten ungeeignet. Aber man könnte es!!

Beim Arbeiten hört man nicht einmal einen geringen Drehzahlabfall! Selbst bei Harthölzern nicht oder wenn man zuviel Material abträgt.

Die Fräse bleibt im Frästisch und die Oberfräse ist auch für einen Frästisch ausgelegt. Absaugung von oben und unten. Damit arbeite ich sehr gern.

Meinung

Ich lese oft in den jeweiligen Blogs die Fragen der Interessierten nach geeigneten Oberfräsen. Da wird meist über andere Marken diskutiert.
Substanzielle Dinge, wie Tiefe, Leistung in allen Bereichen, Absaugleistung und Zuverlässigkeit stehen meistens im Hintergrund. Da spielt meist der Preis die große Rolle.
Bosch wäre vielleicht gut, oder doch besser Makita wegen der Marke?

Alle Oberfräsen machen das gleiche: sie drehen ein Schneidwerkzeug an oder ins Holz.
Nur wie lange? Wie zuverlässig? Wie präzise? Mit welcher Belastung für den Handwerker in körperlicher und gesundheitlicher Hinsicht?

Ich habe über einen Test einer Oberfräse gelesen, dass der Tiefenanschlag digital einzustellen sei auf 1/10 mm und die Fräse beleuchtet ist.
Mhh, toll. Wer mit einer Oberfräse arbeitet, weiß nach welchen Kriterien die Tiefe einzustellen ist. Meist nehme ich das Maß vom Einbauteil mit der Tiefenlehre ab. Und ausserdem sind alle Oberfräsen von Festool auch auf 1/10 mm einstellbar über den Drehring.

Geübte können auch ohne Maßangabe an der Tiefeneinstellung präzise fräsen. Leider sehe ich von den Testern wenige oder gar keine Werkstücke/Projekte, an denen sie mit einer Fräse gearbeitet haben. Reststücke von Holz vielleicht.

90% der Beiträge bestehen aus Hilfsmittel-Bau, Herstellung von Hobelbänken, Hobel(n), Handsägen usw.

Beiträge über Möbelbau findet man sehr wenige im Netz. Leider.

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