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Schubkasten

Bett selber bauen – Schubkästen

Die Schubkästen sind fertig und benutzbar. Gebaut aus Tischlerplatte und Multiplex. Gegen meine Überzeugung. Denn für Möbelstücke wie diese sind beschichtete Spanplatten ideal und sehr preisgünstig. Deshalb dieser Test. Multiplex, Tischlerplatte und Dreischicht-Material sind sehr gute Werkstoffe in vielen anderen Bereichen, in denen Maßhaltigkeit eine wichtige Rolle spielen.

Schubkasten

Material Schubkästen

Die Schubkästen habe ich aus 15mm Birke-Multiplex hergestellt. Klassische Bauweise mit eingeschobenem Boden aus 6mm Multiplex. Allerdings habe ich die hässliche Kante des Multiplex mit einer weißen ABS-Kante versehen. So werden keine Späne frei und es sieht wesentlich besser aus.
Die Front ist aus 27er beschichteter Spanplatte im Muster des restlichen Zimmers. Ich habe Einlassgriffe eingebaut.

Frässchablone
Fräsung
Einlassgriff
Senkung
Boden

Rahmen und Auszüge

Der Rahmen ist über Lamellos verleimt. Der Boden ist in Nuten eingeschoben. Die Nuten habe ich auf der Tischsäge über verdeckte Schnitte eingebracht. Das ist wesentlich einfacher und schneller als auf dem Frästisch. Der Boden bringt den Rahmen in den Rechten Winkel. Bei einer solchen Größe ist der lose Rahmen nur schwabbelig. Die Schubladen laufen auf Blum Movento Vollauszügen. Die preisgünstigere Alternative von Teleskopschienen24 benutze ich nicht mehr. Die „Guten“ werden immer billiger.

beschichtete Spanplatte besser als Tischlerplatte

Den Rahmen für die Schubkästen habe ich gemäß der Stückliste aus der Tischlerplatte 19 mm gebaut. Welch ein Unsinn!  Tischlerplatte ist 70% teurer als beschichtete Spanplatte. Die Tischlerplatte braucht auch eine Kante. Viele kleben diese mühsam auf. Habe ich früher auch gemacht. Außerdem muss die Tischlerplatte noch geschliffen und ggf. behandelt werden. Der Anspruch an ein gutes Sägeblatt ist bei beiden gleich. Nur in einer anderen Form. „Hilfslatten“ finde ich nicht prickelnd nur um Material zu sparen. Das sind nur Pfennige…

ohne Schubladen

Belüftung Schubkasten

In diesem Fall bietet der Bau mit „Hilfslatten“ eine ausreichende Belüftung der Schubkästen. Ansonsten hätte ich die Rückwand bearbeiten müssen. Die Rahmen werden in der Mitte zusammen geschraubt und gegen Verrutschen der Kästen nach innen eine Leiste in den Bettrahmen geschraubt. Die Schubkästen sind voll zugänglich. Die rechte läuft unter dem Nachttisch, die linke nach Verschieben des Hockers. So oft muss man ja auch nicht an die Kästen ran. Das komplette Bett ist nun modular aufgebaut und lässt sich somit sehr schnell zerlegen, wenn nötig.

Schubkasten
geschlossen

Alle bisherigen Baupläne in den Fachzeitschriften sollte man sich auch in der Perspektive der Werkstoff-Alternative beschichtete Spanplatte ansehen. Dabei geht es nicht allein ums Geld. Mehr aus der Sicht der Einfachheit des Bauvorganges.
Mittlerweile bestimme ich schon bei der Konstruktion die erforderliche Holzart in Funktion, Dehnungsverhalten und Optik und letztendlich auch im Preis. Die schlechteste Quelle für den Holzkauf ist der Baumarkt! Schlechte Qualität und horrende Preise.
Fazit für den Bau mit angegebenen Material:

  • teuresHolz
  • viel Zusatzarbeit (Schleifen, Behandlung)
  • unschöne Oberfläche

Für das Holz habe ich Euro 180,00 bezahlen müssen. Die bessere Alternative, die beschichtete Spanplatte, hätte nur Euro 90,00 gekostet!! Bei gleicher Festigkeit. Wer viel baut und sich auch mal an größere Stücke heran wagen will, sollte den Kauf eines Kantenanleimers wirklich in Erwägung ziehen.

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