Nützliches in der Werkstatt

Nützliches in meiner Werkstatt

Anfänger, Fortgeschrittene und auch Profis schauen gern mal zu Nachbarn um zu sehen was es so Neues gibt oder welche Dinge für die eigene Arbeit nützlich sein können. Das macht nicht nur Sinn sondern auch Spaß. Doch braucht man all die schönen Dinge und Werkzeuge? Nicht unbedingt. Eine Grundausstattung sollte man aber schon haben.

Arbeitstisch

Arbeitstisch

Das war mein erster Arbeitstisch. Aus Plastik, klein, niedrig, aber billig. Die Zwingen habe ich heute noch. Ja, so fing alles an. Also, der Arbeitstisch ist in der Grundaustattung die Nummer 1. Groß oder klein spielt nicht die große Rolle. Angenehm hoch soll er sein, stabiler Stand mit einer Arbeitsplatte, auf der man auch mal was fixieren kann. Deshalb hatte ich mir damals den Festool MFT/3 zugelegt. Keine Frage, ein guter Arbeitstisch. Aber viel zu teuer. Diesen kann man aber als Vorlage für einen selbstgebauten Tisch nehmen.

workshop

Beleuchtung

Tageslicht-Leuchtstofflampen sind ideal. Diese sind preiswert und geben ein wirklich gutes Licht. Man muss sich anfangs gewöhnen, doch ich möchte diese Art Licht nicht mehr missen.
Die Beleuchtungsquellen sollen verteilt sein. Eine Leuchte im Rücken erschwert das Messen. Also vorher Gedanken über die Verteilung der Beleuchtung machen.

lineale

Boden

Nicht umsonst gibt es viele Artikel für den Boden um auch längere Zeit stehen zu können. Ein Betonboden oder Fliesen sind nicht der Hit in der Werkstatt. Holz ist eine gute Lösung. OSB ist billig. Aber es muss eine Schicht drüber. Ich habe PVC-Laminat gewählt und habe damit sehr gute Erfahrungen machen können. Matte zu legen ist nicht so gut. Erstens kann man darüber stolpern und zweitens ist das schwer sauber zu halten

Temperatur

Raumtemperatur

Wer mag schon in eine eiskalte Werkstatt arbeiten. Oder bei großer Hitze. Niemand. Dabei geht es nicht mal um das eingene Wohl allein sondern auch für die in der Werkatt liegenden Materialien und Werkzeuge. Wer mit Buche arbeitet, weiss was ich meine.
Eine Heizung sollte schon vorhanden sein. Gut, Klimaanlage will nicht jeder, doch Rollos an den Fenstern gegen die Hitze der Sonne sind einfch zu installieren.

Damit haben wir im Groben die Werkstatt als solches. Jetzt fehlen noch die Werkzeuge.
Wer welche Werkzeuge für sich als Beste beansprucht, kann und will ich nicht beurteilen. Doch eines kann ich mit Sicherheit sagen: “preiswertes” Werkzeug kostet letztendlich mehr als der Kauf von Qualitätswerkzeug. Dabei noch die bittere Erfahrung einen Fehler gemacht zu haben. Habe mal 2010 eine Handkreissäge bei Lidl gekauft…habe ich gleich verschenkt. Oder eine Flachdübelfräse von FERM… Es muss aber nicht gleich Festool sein. Auch die haben nicht immer das Beste.

Handsäge

“Fuchsschwanz”, wer kennt den nicht. Es gab ja früher nichts Besseres. Heute kann ich für Feinarbeiten nur die “Japansäge” empfehlen. Da gibt es schon verschiedene Ausführungen, Ich habe eine Universalsäge und die reicht mir auch.

Bleistift zm Anzeichnen

Es war ätzend jedes mal den Anspitzer für den Bleistift suchen zu müssen. Also musste eine andere Lösung her. Zimmermanns-Bleistifte für den Möbelbau? Nee! Druckbleistift mit dünner Mine? Nein, auch nicht das Richtige. Sehr gut sind TK-Stifte. Also Druckbleistifte mit normaler Mine. Gut, auch diese müssen gespitzt werden. Doch das kann man sehr gut mit einem alten Schleifmittel machen. Die Minen werden so spitz, dass man feinste Linien zeichnen kann.

Schreiner- bzw. Anreißwinkel

Da gehen die Meinungen auch wieder auseinander. Einige arbeiten mit dem “englischen” Winkel für teures Geld. Kombinationswinkel. Diese habe ich mir auch zugelegt, weil ich hoffte dadurch einen Vorteil zu haben. Nein, den habe ich nicht!
Der Preis eines Schreinerwinkels sagt nicht über dessen Qualität aus. DerWinkel mus eben Rechtwinklig sein! Ich habe 3 verschiedene Größen: klein, mittel, groß.

Lineale

Wichtig im Möbelbau! Ich benutze kein Plasik- oder Holzlineal. Federbandstahl ! Es sollte schon 60 cm anzeigen können. Keine aufgedruchten Maßangaben sondern gravierte Maßangeben am Lineal nehmen!

Streichmaße

Dieses Teil benutze ich sehr oft. Es ist einfach zu handhaben und immer exakt. Auch hier wieder auf gravierte Maßangeben achten.

Dann benutze ich auch das Veritas.Streichmaß. Es schneidet die oberen Holzfasern auf und verringert so beim Sägen Ausrisse. Gut, aber nicht billig.

Messschieber

Unersetzlich! Mal eben die Holzdicke messen oder die Tiefe einer Fräsung. Es muss kein Teurer sein. Hier geht es nicht um hundertstel Millimeter. Und wenn jemand seine Werkstatt nicht auf Temperatur hält, hat ein “teurer” Messschieber eh keinen Sinn.

Beitel bzw. Stemmeisen

Die Ersten hatte ich im Baumarkt gekauft. Chrom-Vanadium-Legierung mit Kunststoffheft. Da ich nicht damit hantieren konnte, hingen sie halt da. Nach und nach benötigte ich diese mehr und diese waren schnell stumpf. Also habe ich mir “gute” Stemmeisen zugelegt. Von Kirschen. Die waren noch schlechter. Ich wusste nicht, dass diese Stemmeisen zwar gebrauchsfertig, aber nicht scharf sind. Jetzt habe ich MHG-Stemmeisen und bin sehr zufrieden damit.

Handhobel

Dazu kann ich so gut wie nichts sagen, da ich entweder Plattenmaterial verwende, das Holz durch den Dickenhobel schiebe oder das Holz bei einem Schreiner vorbearbeiten lasse. Einen Einhandhobel habe ich, ja. Für kleine Sachen am Holz. Bedarf hatte ich eigentlich nie.
Heiko Rech hat Kurse dazu.

Leim

Vielleicht gibt es hunderte verschieden Arten von Holzleim. Doch ich brauche nur einen Bestimmten: er soll eine angenehme Offenzeit haben und kleben! Anfangs habe ich Ponal wasserfest genommen, doch das wurde bei meinem Verbrauch zu teuer. Jetzt benutze ich den “Propellerleim” und bin sehr zufrieden damit. Allerdings fülle ich den Inhalt um in die alte Ponal-Flasche wegen des angenehmen Auftragens mit der Spitze.

Schraubzwingen

In der Gasse der Baumarktkasse lagen sie. Kleine Zwingen für Euro 1,95. Schnell mal mit eingepackt. Böser Fehler! Das Geld hätte ich gleich wegwerfen können. Die Billigteile halten nichts, verbiegen sich und der Drehteller wandert beim Zudrehen.
Für mich gibt es nichts besseres als die von Bessey. Die mit dem Kunststoffgriff sind meist schnell weg.

Elektrowerkzeuge

Welche Elektrowerkzeuge jemand in seiner Werkstatt benutzen will, muss dieser für sich selbst heraus finden.

Ich habe mir viele Maschinen von Festool gekauft. Heute würde ich mir bspw. die OF 1400 und die OF 1010 nicht mehr kaufen sondern auf andere Hersteller ausweichen. Die Festool OF sind zwar gut, aber ander Marken sind besser in der Handhabung. (Pistolengriff, Absaugung, Licht)

Mittlerweile habe ich die vierte!! Tischsäge. Erfahrungen kosten auch viel Geld. Heute habe ich eine Erika 85 ec. Dafür habe ich meine geliebte Festool Kappsäge KS 120 und die Bosch Tischsäge Professional abgegeben. Ich wollte Platz sparen. Jetzt habe ich genau so wenig Platz.

Gute Hinweise auf Elektrowerkzeuge kann man im Blog von Heiko Rech heraus holen. Er gibt unbeeinflusste Informationen und macht keine Werbung, ausser er weist ausdrücklich darauf hin. Ausserdem hat er mit den Maschinen auch gearbeitet. Viele andere Blogs machen nur Werbung für Billig-Gedöns und können selbst damit nicht umgehen.

Bei Fragen bitte fragen!

 

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