fbpx

Wohnwand selber bauen

Wohnwand selber bauen

Aus 2014. Dieses Projekt hatte ich noch nicht hier aufgenommen. Nach dem Einzug in das Wochenendhaus hatten wir noch Möbel alter Art darin. Das sollte sich durch einen Neubau der Möbel ändern. So richtig fit im Holzwerken war ich da noch nicht, zugetraut hatte ich es mir dann aber doch. Also plante ich die Möbel mit Sketchup und entschied mich für eine 2-farbige Version in beschichteter Spanplatte.

Aufbau Schrank

Die Möbelwand besteht aus 6 Teilen. Ein Schreibtisch, 3 Schränke mit Tür und Einlegeböden, ein Mittelschrank für die Aufnahmen der Elektrogeräte mit Klappe und 2 Schubladen und eine Vitrine. Das Material ist beschichtete Spanplatte strukturiert und weiße beschichtete Spanplatte geriffelt. Die Scheiben der Vitrine bestehen aus Kunststoff 4mm. Den Schreibtisch selbst beschreibe ich in einem anderen Post. Das Holz hat der Holzhändler auf Maß zugeschnitten. Nur abholen musste ich es selbst.

VAC SYS

allgemeine Arbeiten

Zunächst habe ich alle Teile mit einer ABS-Kante versehen. Dies ging sehr bequem mit dem VAC SYS. Trotzdem dauert das lange. Zwischendurch dann noch ein Farbwechsel des Klebers.

Kabeldurchlass
Kabeldurchlass

2 Seitenschränke

In einem Stück wollte ich den „Fernsehtisch“ nicht bauen. So habe ich einen Mittelteil und 2 Seitenschränke geplant. Die Schränke müssen ja auch transportiert werden können. Die Seitenschränke sind einfach aufgebaut: eine Tür mit Topfbändern und Griff, 2 Einlegeböden mit Höhenverstellung über das 32er-System. Der Korpus in braun, die Tür und Einlegeböden in weiß.

Kombination

Kernstück ist das Mittelteil zur Aufnahme der Videogeräte und Bose. Hier habe ich einen Deckel geplant um einfacher an die Geräte zu gelangen. In der Rückwand befinden sich Durchlässe für die Kabel zum Fernseher, LAN und zur Soundbar. Für die Leitungen nach oben besitzt der Deckel an der hinteren Seite eine Aussparung um den Schrank auch an die Wand bringen zu können. Nach vorn hat der Deckel eine Blende für die Optik. Im unteren Teil befinden sich 2 Schubladen, gedämpfter Selbsteinzug.

Mittelschrank

Die Rückwände der Schränke sind auch aus 19mm Material. So konnte ich auch die Kunststoff-Durchlässe einbauen. Alle Verbindungen habe ich mit Festool Dominos hergestellt. Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch keine Flachdübelfräse (von Lamello). Mit der DF 500 lassen sich sehr präzise Dominos setzen, doch wesentlich aufwändiger als Lamellos. Trotzdem möchte ich die DF 500 nicht missen, denn die Lamello Zeta P2 – Fräse ist nicht für alles geeignet.

Schublade passt

Auch die Schubladen habe ich aus 19mm beschichteter Spanplatte gebaut. Die Fläche war eh in den bestellten Platten drin. Die Schubladen haben auch Domino-Verbindungen. Als Boden habe ich 5mm beschichtete MDF-Platten eingebaut. Diese sind über eine eingefräste Nut komplett im Rahmen. Die Auszüge habe ich bei Teleskopschienen24.de gekauft. Für Möbel nehme ich diese aber nicht mehr. Der Selbsteinzug dieser Auszüge funktioniert nicht immer zuverlässig. Für alle normalen Anwendungen sind diese Auszüge schon zu empfehlen.

fertiges Mittelteil

Als Sockel habe ich vorn und hinten ein 20mm Vierkantrohr aus Aluminium verbaut. Sieht erst mal gut aus, doch empfiehlt sich hier ein vernünftiger 5cm-Rahmen. Mache ich so auch nicht wieder.
Die Blende an der Vorderseite des Deckels soll nicht nur eine bessere Optik geben sondern auch das Verbiegen des Deckels nach unten verhindern. Nicht dass der Fernseher sehr schwer wäre, doch ständige Last auf den Deckel würde die Platte biegen.
Der Deckel ist über 2 Scharniere mit dem Rahmen verbunden.

Vitrine

Vitrine

Die Vitrine war nicht ganz so einfach zu bauen, Zum einen muss ein Kabelbaum hindurch geführt werden können und zum anderen die „Schwierigkeit“ der tragenden Plexiglasfenster. Holz – Plexiglas – Holz. Dieses Problem habe ich doch lösen können. Das Plexiglas kaufe ich bei Kunststoffhandel REXIN in Bottrop. Preisgünstig und zuverlässig. Mit Plexiglas habe ich inzwischen einige Erfahrungen machen können.

Vitrine

Der Rahmen selbst war einfach. Auch mit den Glas-Seitenwänden. Unten kann man den Durchlass für den Kabelbaum sehen. Hier laufen verschiedene Leitungen durch. 220V, LAN, Bose-Subwoofer, SAT-Antenne x 3. Hätte ich gleich einen richtigen Sockel gebaut, wäre es einfach gewesen den hinteren Teil des Sockels 10 cm frei zu lassen dafür. Das Plexiglas habe ich an den Kanten und den Bohrungen flammpoliert.
Sicher kann man diese Leistung auch beim Lieferanten bestellen. Nur kostet 1 Meter Euro 12,00 ! So habe ich es selbst probiert und es ist ohne Probleme gelungen. Die Abziehklinge von Festool eignet sich hervorragen dafür.

flammpolieren
flammpolieren
Brenner
flammpolieren
Tür innen

Die Scheiben habe ich mit der TS 55 auf Maß zugeschnitten und anschliessend die Löcher für die Schrauben gebohrt und gesenkt. Erst dann ging es an das Flammpolieren. Hierfür benötigt man nur eine Ziehklinge und einen Brenner für Pudding. Dieser Brenner bspw. kostete weniger als Euro 10,00. Die Kanten werden mit der Ziehklinge abgezogen und die Kanten damit gebrochen bzw. es wird eine Fasen angefahren. Diese „rauhen“ Flächen werden mit dem Brenner erhitzt, sodass sich der Kunststoff wieder glättet. Fertig!

Beleuchtung

Beleuchtet wird der Innenraum der Vitrine über einen LED-Strip. Auf Länge geschnitten und gut verlötet habe ich den LED-Strip in eine schräg in den Schrank liegende Nut eingeklebt. Funktioniert bis heute sehr gut. Eingeschaltet wird die Beleuchtung, wie alle anderen im Raum auch, über das Smartphone, gekoppelt über die FritzBox. Internetzugang ist dafür nicht nötig, da die FritzBox über WLAN schaltet.

Wohnwand selber bauen

Das Regal über dem Fernseher rundet das Bild ganz gut ab.
Jetzt, nach doch schon 4 Jahren, werde ich die Schrankwand austauschen. Wir möchten wieder Echtholz. Meine Vorstellung ist eine Mischung aus Meranti und Ahorn. Also hell und dunkel. Allerdings muss ich zunächt das Einzelzimmer fertigstellen. Im Frühjahr wird es wohl ernst damit….