mit Nachttisch

Bett selber bauen

Betten gibt es in allen Ausführungen und auch Bauweisen. Doch selten ein genau passendes für die eigenen Bedürfnisse.
Hier habe ich vorgegebene Maße, die ich für ein Standardbett zwar habe, doch diese reichen für einen Aufbau eines gekauften Bettes nicht aus.

Rahmen

Deshalb habe ich mich auch entschieden das Bett selbst zu bauen. Gefühlt mein halbes Leben habe ich in Hotels verbracht und daher schon viele Betten sehen müssen. So habe ich das für das Zimmer passende Layout gefunden. Mein Vorhaben dieses Bett aus Vollholz zu bauen habe ich geändert. In dem kleinen Raum, der nur zum Schlafen benutzt wird, ist Vollholz etwas oversized und auch zu teuer. Beschichtete Spanplatte erreicht den gleichen Zweck, nämlich gut auszusehen und auch stabil zu sein.

fertiges Bett

Das Bett besteht aus 25mm beschichteter Spanplatte 3D. Sonome Oak Natur. Nicht aufdringlich und doch schön anzusehen. Die Platten waren nicht auf Lager und so hat der Holzhändler diese bestellt. Daher der Verzug mit dem Bauen. Passende ABS-Kante 75 Meter. Die Teile hat der Holzhändler auf der Plattensäge zugeschnitten. Das Bett selbst war schnell gebaut. Anfangs wollte ich die von Guido Henn empfohlenen Bettbeschläge von Knapp einbauen. Den Einhängebeschlag DUO 62/15. Doch ich bin nicht der Meinung, dass diese besser sein sollen als der Berliner Bettbeschlag.

ABS-Kante angefahren

Selbstverständlich werden Kanten angefahren. Zu jedem Muster einer beschichteten Spanplatte gibt es eine passende ABS-Kante. Das Anfahren der Kanten lasse ich hier aber mal weg. Reine Fleißarbeit.

ABS-Kante putzen
Bettbeschlag innen

Nein, das Einfräsen der Bettbeschläge ist wirklich nicht schwierig, wenn man etwas Übung mit der Oberfräse hat. Den Einlaß für den Beschlag habe ich mit der OF 1010 und 16er Fräser angebracht, die Nuten für die Betthaken mit der DeWalt und 10mm Fräser. Die Ösenseite kommt an die Querträger, da dort genügend „Fleisch“ vorhanden ist. Das Gegenstück ist auch nur 25mm stark. Die Fräsungen sind gut gelungen und die Beschläge sitzen stramm.
Die Position beim Fräsen ist jetzt nicht sehr gut. Mit einem Längsanschlag geht das recht gut.

Bettbeschlag

Das Argument, dass ja nur eine Fräsung bei den Zargenverbindungen DUO notwendig sind, sehe ich nicht unbedingt als Vorteil. Rein statisch sind die Berliner Bettbeschläge besser. Auch ziehen sich die Berliner Bettbeschläge beim Zusammenstecken gegenseitig ein und es entsteht absolut kein Spiel zwischen den verbundenen Teilen. Im übrigen kosten die Beschläge weniger und sind überall im Handel in gewünschter Stückzahl zu beziehen. Hier verwende ich keine Edelstahlschrauben. Diese sind sehr pröde und können brechen.

einlassen Bettbeschlag

Das Gegenstück des Berliner Bettbeschlages wird auch eingelassen. Die Tiefe des Fräsers stimmt noch überein. Nur der Länganschlag muss eingestellt werden. Die Schrauben hier sind 5×20. Hier wirken nur Scherkräfte auf die Schrauben.
Längere Schrauben würden auch nicht mehr Sicherheit geben.

Bettbeschlag drin
Lochbohrer

Nun musste ich nur noch die Tragleisten für den Lattenrost anbringen (30×30) und das Bett zusammen stecken…fertig! Jetzt bearbeite ich das Kopfbrett der Schlafecke. Ind die Wand müssen Lochbohrungen für die Hohlwanddosen eingbracht werden. 2 Steckdosen und ein Schalter für die „Bettleuchte“ werden eingebaut. Dazu verwende ich wieder den Lochbohrer, den ich für den Einbau der Elektrik in der Wandpaneele benutzt hatte, Der Abstand der Dosen beträgt 71mm von Mitte zu Mitte.

Bohrungen

In der Spanplatte verhält sich der Lochbohrer ganz gut. In MDF ist der Bohrer schlecht. Aber da sind wohl alle anderen Lochbohrer gleich schlecht. Die gewünschte Absenkung des Randes für die Hohlraumdosen war scher zu erreichen, denn der Lochbohrerrand war schon stumpf. Un das schon nach wenigen Bohrungen. Schade. Wer keine Ausrisse an der Rückseite haben will sollte ein Opferholz unterlegen. Ich habe es nicht getan.

Hohlraumdosen drin

Die Hohlraumdosen sitzen perfekt und ich kann schon mit dem Konfektionieren der Elektrik anfangen. Eine Leuchte habe ich bestellt und diese ist heute eingetroffen. Nichts Großes, doch hell genug. Die Steckdosen und Schalter sind von Busch Jäger. Sehr gut zu verbauende Teile. Nur hatte ich die falschen Wippen für die Schalter bestellt. Diese sind zu klein.

geplante Aufteilung

Lange habe ich im Netz nach einer geeigneten Leuchte gesucht. Doch irgendwie sehen die meisten Leuchten nicht gut aus, sind billig gefertigt oder einfach zu groß. Hier musste ich einen Kompromiss eingehen. Die Schrauben zum Fixieren der Leuchte an den Seiten kann man sehen. Sicher, das ist eigentlich eine Kleinigkeit, aber das stört mich. Egal, jetzt wird diese Leuchte angebaut! Den ovalen Schirm lasse ich noch eingepackt.

Installation drin

Die Vorinstallation ist abgeschlossen. Die Kabel für die Lampe sind auf der Rückseite über eine gefräste Nut eingelassen. So stört das Kabel nicht den Anbau der Platte an die Wand. Eingebaut sitzen die Steckdosen superfest. Da könnte man auch mal eine Zuführung einfach am Kabel ausziehen, ohne dass die Steckdosen aus der Wand kommen.

Deckenleisten

Die Deckenabschlußleisten sind angebracht. Einfache Kieferleiste 10x30mm, Lackiert habe ich die Leisten mit OSMO-Landhausfarbe braun. Mit Leisten sieht das Zimmer gleich ganz anders aus.

Abschluss
Kopfbrett Installation

Die Vorinstallation der Elektrik am Bett hat sich gelohnt. Der Einbau und Anbau des Kopfbrettes ging problemlos und die Leuchte funktioniert auch. Die Einfachheit der Busch Jäger Steckdosen ist genial. Einstecken und fertig.

funktioniert
Beleuchtung

Diese Installation ist abgeschlossen. Alles funktioniert zufriedenstellend. Das Fußbrett habe ich auch schon installiert. Das ist eh nur ein durchgehendes Brett ohne Elektrik.
Jetzt geht es an den Nachttisch. Dieser wird an das Kopfbrett von innen verschraubt. Ja, es sollten zuerst die Berliner Bettbeschläge sein, aber dazu habe ich wirklich keine Lust mehr. Die Platten habe ich in der kleinen Werkstatt bearbeitet und beim Kanten musste ich jede Platte 9 x drehen. Aber da muss ich halt durch…

zuschneiden

Die Teile des Nachttisches habe ich auf dem MFT/3 und der TS 55 zugeschnitten. Hierbei konnte ich gut rückwärts vorritzen und der Schnitt ist dadurch super. Gut, ist ein AGEFA-Sägeblatt drin. Ich arbeite nur noch wenig auf dem MFT/3 mit der Tauchsäge. Das habe ich auch lange genug machen müssen. An die fehlende Kappsäge muss ich mich noch immer gewöhnen. Alle Schnitte mache ich jetzt alle auf der ERIKA 85 ec. Präzises Teil mit dem AGEFA-Blatt und dem MFA.

ABS-Kante

Die Schubladenteile, wie Seitenteile, Deckel und Boden, Rückwand und Schubledenfront habe ich mit einer ABS-Kante versehen. Auf dem VAC SYS 1 ging das sehr zügig. Heute hat es irgendwie keinen richtigen Spaß gemacht. Aber das Zimmer will ich fertig bekommen.
Die Seitenwand des Bettes liegt noch beim Holzhändler, weil ich es nicht mit dem Auto transportieren konnte. Muss ich nochmal mit dem Anhäger hin. Auch die Platte muss eine Kante bekommen. Das macht in der kleinen Werkstatt überhaupt keinen Spaß!

Zuschnitt

So, die Teile für den Nachttisch sind zugeschnitten und haben ABS-Kante. Die Blum-Movento-Vollauszüge passen genau in der Länge. Als Verbinder benutze ich diesmal die Dominos und keine Lamellen. Die Verbindungen werden zum Teil auch auf Zug beansprucht und da vertraue ich den Dominos mehr.
Das Bett sieht noch etwas kahl aus wegen der fehlenden Schubladen darunter. Aber es kommt Stück für Stück meinen Vorstellungen näher. Die Schiebetüren werde ich doch mit Spigelglas vom Glaser belegen lassen.

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Beleuchtung

der Nachttisch ist fertig!

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