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Schubladen

Schubladen für den Unterschrank

Der Unterschrank selbst ist ja fertig. Doch die Schubladen fehlten noch.
Diese sind relativ hoch, weil ich noch viele große Teile lagern muß. So zum Beispiel die Dekupiersäge. Deshalb müssen die Schubladen auch großes Gewicht aushalten. In meiner Werkbank habe ich die gleichen Auszüge eingebaut und die funktionieren noch immer prima.

genutet

Die Schubladen werden mit Lamellos verleimt. Der Boden wird eingeschoben in die genuteten Außenteile.
Sicher hätte ich die Nut auf dem Frästisch einbringen können, aber ich habe ja die neue Erika, die alles kann. Also ran, den Längsanschlag eingestellt, die Schutzhaube entfernt, den Spaltkeil nach unten geschoben, die Sägehöhe eingestellt und schon war der erste Schnitt gemacht. Spielend leicht. Mit jeweils 2mm Vorschub in der Breite habe ich die Nut von 12,5mm eingebracht. So wenig Spiel wie möglich.

nuten auf der Erika

Ja, der Boden besteht aus 12mm Multiplex. Der Kasten besteht aus 15mm Multiplex. Der Unterschrank hat aus einer Platte genügend Rest gelassen um die Schubladen bauen zu können. Allerdings ohne Boden. Das reichte dann doch nicht. Die 12mm Platte hatte ich noch im Lager. Zugeschnitten auf Maß.
Nach dem Nuten habe ich die Seitenteile für die Lamellos mit der Zeta P2 gefräst. Wegen der geringeren Stärke des Materials mit einer Zulageplatte 2mm in der Auflage.

Lamellos

2 Lamellos hätten wahrscheinlich auch gut gehalten, doch ich habe 3 genommen. Es sollen nicht noch Schrauben unterstützen. Soweit möglich baue ich alles ohne Metallteile.
Die Lamello Zeta P2 ist schon was Gutes. Ich war über 3 Jahre in der Schweiz bei der Swisscom in Bern und ich kann nur sagen, dort wird wirklich nur Qualität verkauft. Billigkram gibt es dort nicht. So auch die Qualität der Zeta P2. Robust, sehr präzise und haltbar. Ach, nur die originalen Lamellos kaufen! Andere halten nicht gut wegen der Faserrichtung.

Rohteile

Nach dem Fräsen der Lamellos habe ich die Teile noch geschliffen. Nicht nötig? Ja, aber es ist ja für mich. Mittlerweile schleife ich fast nur noch mit der Festool ETS EC 150/3. Meine ROTEX 125 nehme ich nur noch für´s Grobe, wie Lacke entfernen. Vorteil bei der ROTEX ist der Rotationsgang, der sehr rauh ist und viel Material abnimmt. Ein feines Schleifen ist mit der Maschine nicht möglich. Leider habe ich vor gar nicht allzu langer Zeit einen großen Vorrat an Schleifmittel gekauft. Lieber würde ich mit Gewebe-Schleifmitteln arbeiten.

schleifen

Bei Multiplex muss man etwas vorsichtig beim Kaufen sein. Manchmal blendet der niedrige Preis, oder aber auch wird schlechte Qualität teuer angeboten. Für diese Schubladen reicht eine normale Qualität aus. Meine ersten Schränke habe ich aus Multiplex gebaut. Echtholzkanten, manuell angebracht und mit Beitel geglättet. Perlmutgriffe an Schubladen und Türen. Selbst aus meiner heutigen Sicht sehr gut geworden. Hatte ich vor die Tür gestellt. Innerhalb 10 Minuten waren die weg.

eingeschobener Boden

Den Rahmen habe ich normal verleimt. Dabei habe ich auf Rechtwinkligkeit nicht geachtet. Warum? Der Boden wird ja noch eingeschoben. Wenn die Platte maßig geschnitten ist, zieht sie beim Einbau den Rahmen in den Rechten Winkel. Dann nur noch 2 Schrauben eindrehen, gesenkt, und fertig!
Diese Art des Schubladenbaus finde ich als die Einfachste. Für das neue Wohnzimmer werde ich alledings die Schubladen zinken. Nicht per Hand, da habe ich keine Lust zu. Mit einer Frässchablone. Einfach und schön.

Schubladen

Morgen früh baue ich die Schubladen in den Unterschrank und werde die Blenden aus dem alten Unterschrank der Bosch GTS 10 XC Professional schneiden. Beschichtete Spanplatte, weiß. Griffe habe ich auch noch genügend. Beschichtete Spanplatte lässt sich in der Werkstatt leicht sauber halten und es schluckt kein Licht. Ich kann wirklich nicht verstehen, wenn jemand seine Werkstattmöbel aus OSB baut. Ist nicht nur billig, sieht auch billig aus, Die Arbeit ist dieselbe…

Morgen folgen die anderen Fotos….

mit Schubladen

Die Schubladen passen exakt. Ist nicht immer so. Der Selbsteinzug muss erst „lernen“. Je öfter man die Schublade benutzt umso besser funktioniert er. Weshalb frage ich nicht nach. Für Möbel nehme ich diese nicht mehr.

Altmaterial
gute Schnitte

Für die Fronten habe ich den alten Schrank zerlegt um die brauchbaren Teile zu nutzen. Zugeschnitten habe ich auf dem MFT/3, da die Erika noch das Originalblatt hat und ich diesem nicht traue. In der TS 55 habe ich noch das AGRFA-Blatt. Kurz vorgeritzt mit der TS 55 und den Schnitt gezogen. Das Ergebnis überzeugt.
Jetzt die ABS-Kante dran. Am bequemsten arbeitet man mit dem VAC SYS, denn es ist äusserst stabil und einfach zu handhaben. Die Kanten habe ich bereits abgelängt mit ca. 8 cm Überlänge.

Kanten zugeschnitten

Der Kantenanleimer KA 65 muss vorgeheizt werden und das dauert ca. 7 Minuten. Diese Zeit habe ich genutzt um die Vorbereitungen zu treffen.

KA 65 Anleimer
Kante fräsen

Für die Kantenbearbeitung habe ich die MFK 700, in der ein 2mm Abrundfräser sitzt. Diese Fräse nehmen ich ausschließlich nur für die Kantenbearbeitung. Nach dem Fräsen kommt die Festool Abziehklinge um die Kleberreste abzuziehen. Auch die Ecken werden mit dieser Ziehkling in Form gebracht. Bei Wohnmöbeln ziehe ich die Kante nochmal ab und poliere die Kanten. Hier reicht ein einfaches Abziehen mit der Abziehklinge. Jetzt kommen die Bohrungen für die Griffe in die Fronten. Dafür benötige ich keine Schablone.

Griffe

Gut angezeichnet haben noch alle Griffe gepasst. Warum zuerst die Griffe? Nun, durch die Bohrungen schraube ich die Front ausgerichtet direkt sn die Schublade. Anschliessend verschraube ich die Front von innen an die Schublade. Wenn alles passt, löse ich alle Schrauben wieder, befestige die Griffe und schraube die Front mithilfe der schon vorhandenen Löcher als Zentrierung von innen wieder fest. Fertig!

Abstandhalter

Um die richtigen Spaltmaße zu bekommen habe ich früher Bohrer benutzt. 2 oder 3mm Durchmesser. Die hat man ja immer. Doch dies ist nicht einfach, denn oft läuft der liegende Bohrer weg und ich habe auch schon den ein oder anderen Bohrer nicht mehr wieder gefunden. Jetzt habe ich Plättchen nach Dicke gefärbt. Sind eigntlich für Fensterbauer. Im ebay ein ganzer Karton mit 200 Stück für Euro 8.00! Viel zu viel, doch kleinere Mengen habe ich nicht gefunden.

KA 65

In die Schubladen passt viel rein. Meinen Kantenlaeimer KA 65 habe ich nun in den Schrank gepackt um die alte Schublade anders zu nutzen. Die Auszüge halten das Gewicht. Allein die Schublade ist schon sehr schwer. Die innen liegenden Fronten verhindern das Eindringen von Staub und Späne.
So, nun ist der Schrank fertig und wieder ein „Projekt“ abgeschlossen.

Selbsteinzug

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