Werkstatttür

Fensterrahmen für die Werkstatttür

Die Werkstatt hat 2 kleine Fenster. Nur kann ich bei der Arbeit nicht hinaus sehen. Deshalb baue ich ein zusätzliches Fenster in die Werkstatttür ein. Die Tür ist 40mm stark. Komplett Multiplex.
Den Fensterrahmen habe ich ursprünglich aus Meranti gebaut. Parallel dazu habe ich bereits die Doppelverglasung bestellt. 350mm x 450mm.
Das Kantholz habe ich bei meinem Holzhändler gekauft. Preiwert.

Meranti-Kantholz

Die Qualität der Kanthözer ist nicht die Beste. Die Maße sind ok, doch hobeln muß man immer und somit muß man den Verschnitt immer abrechnen. Die Kanthölzer habe ich auf der Bosch Tischsäge aufgetrennt, da der Rahmen ja 2-teilig ist. Die Säge hat eine Schnitttiefe von 85mm und so war es kein Problem damit. Anders als bei meinen vorherigen Tischsägen. Die Bosch GTS 10 XC ist schon gut.
Leimholz zu fertigen wäre eine Möglichkeit gewesen, doch die Kanthölzer sind billiger.

schleifen

Gleich nach dem Auftrennen und hobeln auf die richten Außenmaße habe ich die Teile bereits geschliffen. So verschleife ich mir später nicht die Kanten. Meranti lässt sich sehr gut verarbeiten und hat selten Ausrisse. Na ja, scharfes Werkzeug sollte man schon haben.
Auch ist es für mich wichtig die nicht sichtbaren Bereiche genau so zu bearbeiten wie die Sichtbaren. Leider gibt es Kollegen, die es damit nicht so genau nehmen und tatsächlich „belehrend“ über ihre wenigen Arbeiten schreiben.

fräsen

Das Falzen habe ich auf dem „neuen“ Frästisch eingebracht. Nach der Modernisierung macht das Arbeiten am Tisch richtig Spaß. Hierbei habe ich den großen Falzkopf benutzt. Dieser ist nicht nur besser wegen der hohen Umfangsgeschwindigkeit sondern hat auch noch Wechselplatten. Und… je größer der Durchmesser eines Fräsers umso glatter wird das Erbebnis. Früher habe ich das mit 20er Fräsern gemacht und musste immer wieder nachjustieren bei größeren Tiefen. Unsauber! Kleine können die 50 m/s kaum erreichen.

Domino

Vor dem Sägen der Gehrungen habe ich bereits die Kanten gerundet. So habe ich „klare“ Rundungen. Nach dem Sägen kippt der Fräser an den Enden ab. Die Gehrungsschnitte habe ich auf der Kapex KS 120 gemacht. Sauber und genau. Gibt halt keine Bessere.
In die Gehrungen habe ich dann mit der Dübelfräse DF 500 die Löcher für die Dominos gefräst. So haben die Ecken besseren Halt. Ja, ich habe die Löcher breiter gefräst… bin da immer etwas ängstlich wegen der Gehrungen. Mache ich aber nicht wieder so.

Ecke

Die Gehrungen am Fensterrahmen sind gut gelungen. Probestecken ist Pflicht! Auch wenn man glaubt alles exakt und genau gefertigt zu haben kann es sein, dass beim Zusammbau das eine oder andere Teil einen 10tel mm übersteht.

gedübelt
Gehrung

Diese schlechte Optik kann man mit Schattenfugen verhindern. So habe ich die Gehrungen mit einer kleinen Fase versehen. Sieht gut aus und passt immer!
Die Teile habe ich VOR dem Zusammenbau lackiert. Hinterher wird das Ergebnis nicht so gut, weil sich in den Ecken Farbsäcke bilden und auch immer der Pinselstrich zu sehen sein wird. Ausserdem ist es einfacher in der Handhabung.

neue Teile

Nachdem ich am letzten Freitag die Scheibe beim Glaser abgeholt hatte musste ich feststellen, dass der schwarze Kleberand über den neuen Rahmen heraus ragte. Das gefiel mir gar nicht! Also habe ich einen neuen Fensterrahmen gebaut. Aus dem Holz des alten Zaunes. Zwar nur Fichte, aber bei richtiger Behandlung recht haltbar.
Die Arbeiten gingen fix von der Hand. Gleiche Vorgehensweise wie vorher, nur habe ich jetzt die Innenkanten zum Fenster abgeschrägt. 15 Grad auf der Tischsäge.

Gehrung Schattenfuge

Auch hier passt alles. Die Stege habe ich hierbei breiter gelassen und die Kanten mit 2mm abgerundet. Der neue Rahmen sieht etwas mächtiger aus. Irgendwie besser als der erste Rahmen.

Fensterrahmen
Fensterrahmen

Ja, der Fensterrahmen ist prima. Jetzt noch fertig schleifen und lackieren!
Kommendes Wochenende werde ich den Ausschnitt in die Tür einbringen und den Rahmen einbauen.
Dazu wird es noch ein Bild vom fertigen Zustand geben.

Führungsschiene
Fenster
Werkstatttür

2 Idee über “Fensterrahmen für die Werkstatttür

    • holzwerker sagt:

      Hallo Johann
      Vielen Dank!
      Und ja, ich werde mir eine andere Säge zulegen (müssen).
      Meine Werkstatt ist mittlerweile sehr sehr klein geworden und deshalb habe ich mir gedacht eine kombinierte Tischsäge wäre hilfreich.
      Jetzt arbeite ich noch mit Kapp- und Tischsäge. Beides sehr gute Geräte, doch nehmen sie viel Platz ein… gleichzeitig.
      Von der Kappsäge trenne ich mich ungern da diese, meiner Meinung nach, die Beste überhaupt ist. Auch die Bosch Tischsäge ist besser als CMS TS 55 und auch Makita.
      Na ja, ich muss mich halt umgewöhnen.
      Gruß
      Friedrich

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