Schablonen

Schneidebrett aus Eiche

Langsam geht es auf Weihnachten zu und so überlege ich was vielleicht ein Geschenk sein könnte, das Freude bereitet und auch noch brauchbar einzusetzen ist. So viel gibt es da eigentlich nicht. Doch essen will und muss jeder. So habe ich mich zunächst für Schneidebretter aus Eiche entschieden. Nur, wenn ich mehr als eines bauen will, macht es keinen Sinn die markanten Stellen jedes mal manuell anzubringen. Wie zum Beispiel die Rundung und den Griff.

Das Schneidebrett biete ich auch in meinem kleinen SHOP an.

Fräsen

So habe ich 2 Schablonen gebaut um mir nicht nur die Arbeit zu erleichtern sondern auch abzusichern immer gleiche Schneidbretter herstellen zu können. Die Herstellung von Frässchablonen ist nicht so einfach, denn jeder kleine Fehler schlägt sich auf das Ergebnis später nieder. Je dicker die Schablone um so besser. Oder? Nein, denn man muss die Frästiefe der Oberfräse beachten. Bei kleiner Frästiefe muss auch die Schablone dünner sein. Na ja, wenn man durchfräsen muss oder stärkere Platten bündig fräsen will.

gefräste Rundung

Hier habe ich 18er Multiplex genommen. Im Nachhinein zu stark. Besser wären 15mm gewesen. Hat noch gut gegangen. Mit der 1400er Fräse geht das, mit der 1010er nicht mehr. Die Fräsung ist sehr gut geworden. Das spornt an.
Zuletzt habe ich gleiche Schneidbretter aus Buche gebaut. Schön geworden. Doch habe ich Eiche benutzt. Eiche zu bearbeiten ist nicht so einfach. Der größte Feind sind die Brandspuren. Diese zu vermeiden ist die Herausforderung. Sehr scharfe Werkzeuge sind hierbei von Vorteil.

Griffschablone

Gern hätte ich den Ausschnitt des Griffes zunächst mit einem 8er Fräser gemacht, doch der war zu kurz für den Durchbruch. Ziel wäre es gewesen, den großen Teil zu entfernen um dann mit einem 10er Fräser den einen Millimeter brandfleckenfrei weg zu nehmen. Mal sehen, ob ich einen Längeren bekomme. Mit dem 10er-Spiralfräser hat es auch gut funktioniert. Hierbei spielen Drehzahl (voll) Eintauchtiefe (3 Schritte) und der Vorschub eine große Rolle. Wer einmal versucht hat manuell Brandflecken auf Eiche zu entfernen, weiss was ich meine.

rohe Platte

Die Kanten habe ich auf dem Frästisch gerundet. Es ist einfacher als mit einer Oberfräse und auch genauer. Auch den Griff von innen. Bei einer solch großen Öffnung kann man spielend über den Fräser eintauchen. Heute achte ich mehr auf den Zustand der Fräser. Ich entharze sie nach jedem intensiven Gebrauch und, wenn nötig, bereite ich sie auch mit den Diamant-Karten wieder auf. Das hilft wirklich.
Im übrigen wähle ich auch immer die Drehzahl, die auf dem Fräserschaft angegeben ist. Langsamer reduziert die Schnittgüte.

IGM-Fräser

Zu meinen Favoriten gehören nun die Wechselplattenfräser. Ja, es hat mich auch abgeschreckt so viel für einen so kleinen Fräser zu bezahlen. Aber es rechnet sich doch. Bei einer Macke in der Schneide kann man den Fräser meist in den Müll werfen. Hier nicht. Ich drehe einfach die Platte und habe einen”neuen” Fräser. Die Platten sind unterm Strich billiger als Nachschleifen. Zumal der Durchmesser leidet. In den us-amerikanischen Shops habe ich noch leider keine Wechselplattenfräser gefunden.

Rillen fräsen

Aufwändiger sind die Saftrillen. Dazu benutze ich die Magnetkombination über Anschläge und Führungsschiene. Einfach, aber effizient. Wieder das Problem der Brandflecken. Zur Vermeidung tauche ich hier “fliegend” ein und vermeide das längere Verweilen an den Enden. Hat funktioniert. Früher habe ich versucht die Saftrille an den Ecken zu verbinden. Kann man vergessen. Die Flecken bekommt man nicht weg! Die Rillen habe ich mit der 1010er eingebracht. Ätzend! Jetzt habe ich mir die Oberfräse Dewalt D26204K bestellt. Einmal habe ich damit gearbeitet und war sehr positiv überrascht.

Griff

Nach Fertigstellung habe ich das Schneidebrett mit dem Exzenterschleifer ETS EC 150/3 EQ feinst-geschliffen. Natürlich auch die Kanten, damit das Fingergefühl gleich bleibt. Der Schleifer ist einfach Spitze.
Leider habe ich nur keilgezinktes Holz bekommen. Die nächsten Schneidebretter werden aus durchgehenden Lamellen bestehen. Auch eine eigene Mischung von Kirsche und Ahorn kann ich mit vorstellen. Ähnlich wie das frühere Servierbrett.
Die Bretter machen sich gut bei einem Grillabend. Nicht immer alles auf Tellern servieren sondern auf schönen Brettern.

Schneidebrett roh

Ungeölt gefallen mir diese Bretter besser. Geölt werden sie ja von selbst im Laufe der Zeit.
Diese Schneidebretter biete ich auch im Shop für kleines Geld an.

Schneidebrett

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