anzeichnen

Hängematte Hund selber bauen

Die kalte Zeit ist hoffentlich vorbei. Draussen arbeite ich bei Kälte nicht. So habe ich die Idee aus dem Netz aufgenommen und eine Hängematte für unseren Hund gebaut.
Basis ist eine 40mm starke Buche-Multiplexplatte, die ich beim Holzhändler als Rest gekauft hatte. Breite und Länge reichten für den Bogen und auch die Beine dafür aus.
Die Halbkreise habe ich mithilfe des Festool-Rollmaßes anzeichnen können. Sehr einfach.

Forstner

Die Fräshilfe für die Kreisschnitte war schnell gebaut. Einfach mittig am Ende eines Brettes, nicht zu dick, mit einer Bohrung Durchmesser 30mm bohren. Darin wird der passende Kopierring aufgenommen. Am anderen Ende reicht eine dünne Schraube als Drehpunkt dafür. Fertig!
Seitdem ich die Festool-Forstnerbohrer habe, macht das Bohren wieder Spaß. Der ganze Müll aus dem Baumarkt oder Netz taugt nicht viel und kann man getrost vergessen. Auf Dauer muss man in die Tasche greifen.

vorfräsen

Das Fräsen selbst war denkbar einfach. 10er Spiralfräser in die Oberfräse OF 1400 auf 15mm Frästiefe gestellt und rein ins Holz. Die Nut ist nichts anderes als das Anbringen einer glatten Kante um später mit einem Kopierfräser den Rest der Kante glatt abziehen zu können. Nach dem Fräsen der Nuten habe ich mit der Stichsäge die Teile freigelegt. Zwar habe ich eine Festool-Akku-Stichsäge, bin aber sehr unzufrieden damit. Fürs Grobe ist die ja ok, doch feinere Schnitte sind damit nicht unbedingt möglich.

CMS OF 2200

Die Fräser aus den USA sind einfach Spitze! Precisionbits.com Soviel Qualität für so wenig Geld! Dieser Fäser hat den Kopierring unten. Na ja, in der Oberfräse oben. Hierbei aber ideal für den Bogen. Drehzahl nicht zu hoch und nicht gleich in einem Zug alles glattfräsen. Brandflecken finde ich ätzend und es ist doch eigentlich recht einfach diese zu vermeiden. Multiplex ist dafür sehr anfällig. Wie auch immer, der Bogen war schnell gefräst.

Rohteile

Es fehlten nur noch die Stützen für den Bogen. Diese konnte ich in Breite und Länge recht gut aus dem Rest des inneren Kreisauschschnittes schneiden. Die Ecken habe ich nit der Kappsäge KS 120 auf 45 Grad geschnitten.
Der etwas schwierigere Teil war das Einsatzfräsen bei den Ständern.
Heilo Rech hat dazu ein sehr gutes Schulungsvideo erstellt und auf vimeo eingestellt. Die Arbeit hat zwar etwas länger gedauert, doch das Ergebnis ist überzeugend.

ausklinken
Verbindung
stemmen
Probe

Das Ausklinken im Bogen für einen festen Kraftschluss zu den Ständern habe ich mir leicht gemacht. Mit dem Oszillator von Fein. Schnell und sauber.
Die Verbindung übernehmen 2 Schrauben 4,5 x 70. Stark und lang genug um die Verbindung fest zu halten. Zumal noch PUR-Leim dabei unterstützt. Die Schraubenköpfe sind versenkt und werden verspachtelt.
Nach dem Abrunden aller Kanten habe ich die Teile zusammen probeweise gesteckt. Paast!

gebohrt
Ständer
vorlackiert
Winkel

Langwierig ist immer nur das Lackieren der Teile. Vor dem Zusammenbau!
Nachdem Einbringen der Bohrungen für die Bespannung habe ich die Teile lackiert mit 3 in 1 Lack. Wasserbasis. Trocknet schnell, deckt gut, ist dehnfähig und blättert nicht ab.
Die Verschraubung habe ich mit PUR-Leim unterstützt. PUR-Leim schäumt auf. Da musste ich dann nacharbeiten. Die Farbe deckt aber vieles ab. Unbedingt die Winkel überprüfen. Sonst wackelt das Gestell und die Kräfte wirken nachteilig.

Hängematte Hund

Die Bespannung ist aus 6mm geflochtener Kunststofffaser. Die langen Zwischenstücke sind nur Platzhalter für die noch anzufertigende Decke. Diese nähe ich nicht selbst. Damit die Hängematte nicht schaukelt, wird diese noch an den Ösenschrauben über die Leine fixiert. Unser Hund soll ja nicht gleich auf die Schnauze fallen… Die Rundstangen sind aus 20mm Buche, jeweils 60cm lang. 8mm durchbohrt. Sollte halten.

Sobald die Decke fertig genäht und aufgezogen ist, stelle ich dies als Beitragsbild ein.

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