MFT/3

Festool MFT/3 aufarbeiten

Dies war meine erste Lochplatte. Als Anfänger im Holzwerkern hatte ich keine Erfahrung mit einem solchen Arbeitstisch und kannte auch nicht den Umgang mit dem MFT/3.
Beim Sägen war offenbar die Führungsschiene selten im rechten Winkel ausgerichtet oder der vordere Anschlag nicht an der richtigen Position angeschraubt. So hatte ich nach einiger Zeit eine fast 15mm breite Sägefuge im Tisch. Das ist sehr nachteilig bei der Verhütung von Ausrissen.
Das Sägeblatt schwingt frei im Raum unter dem Schnittstück, weil es nicht richtig aufliegt. Es kommt zu erhöhter Schwingung an der Oberfläche des Werkstückes und führt so vielleicht zu vermehrtem Ausriss oder bei beschichteten Teilen zu Abplatzungen der Beschichtung.

einlage vorbereiten

Um diese breite Nut auszubessern habe ich ein Leiste von einem Meranti-Balkonbrett geschnitten. 20mm breit, 13m hoch. Nicht abgelängt. Auch die Oberflächengüte ist erst einmal nicht wichtig.
Ob nun Meranti, Fichte, Eiche oder eine andere Holzart, ist für die Ausbesserung gleich. Wichtig ist nur eine gleichmässige Breite und eine Höhe von Nuttiefe plus 0,5mm. Ansonsten würde die Leiste anschliessend tiefer sein als die Tischoberfläche.

Vorbereitung

Die Breite der Nut ist die Breite der Leiste. Da ich die Leiste 20mm breit geschnitten habe, kann ich auch den 20er Fräser in die Festool Oberfräse OF 1010 einsetzen. Zum damaligen Zeitpunkt hatte ich nur diese Fräse. Diese Oberfräse ist wirklich nur für leichte Arbeiten geeignet und deshaöb kann ich nur die Festool OF 1400 empfehlen.
Für die Fräse gibt es einen Schiebeschlitten für die Führungsschiene. Man kann das auch ohne Schiebeschlitten machen, eben dann nur vorsichtiger.

Nut fräsen

Die Frästiefe habe ich auf die Dicke der Leiste – 0,5mm eingestellt. Mit mässigem Vorschub gehe ich dann an  der Führungschiene entlang über die gesamte Breite des MFT/3-Tisches. Zentriert zur Schnittlinie der Tauchsäge beim Arbeiten. Diese Nut sollte nicht mehr nachgefräst werden müssen. Nachfräsen gibt nur Ungenauigkeiten als Ergebnis. Da die Tischplatte aus MDF besteht, ist das Fräsen ein Kinderspiel.

Einlage

Nun kann die Leiste als Einlage eingefügt und angepasst werden. Die Einlage darf nicht zu locker in die Nut passen. Beim Sägen würde die Leiste aus der Nut gedrückt. Allerdings darf die Einlage auch nicht zu breit sein; also Presspassung. Dann muss tatsächlich nachgefräst serden. „Nachsägen“ der Leiste ist nicht mehr möglich.
Ideal ist die Passung, wenn man die Einlage nur durch leichte Gummihammer-Schläge in die Nut einbringen kann. Wenn jetzt auch noch ein geringer Überstand der Leiste zu sehen ist, war die Arbeit erfolgreich.

MFT/3 fertig

Jetzt wird die Einlage (Leiste) mit dem Tisch plan geschliffen. Damals hatte ich nur die Festool ROTEX 125 mit Rotations- und Exzentergang. Zu dem Zeitpunkt für mich das Beste an Schleifgeräten. Ich kannte noch keine anderen Maschinen. Die 125er würde ich nicht noch einmal kaufen. Wenn, dann die 150er.
Hier nur im Exzentergang schleifen. Im Rotationsgang würde es zwar schneller gehen, doch die Gefahr zu tief zu schleifen ist dabei sehr groß. Eine Welle im Tisch würde das Ergebnis zerstören. Hierbei breit schleifen. Nicht nur über die Einlage sondern auch über die Seiten hinaus.
Der Tisch ist anschliessend wie neu.

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