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Festool Domino DF 500 vs. Lamello Zeta P2

Diese beiden Dübelfräsen zu vergleichen, ist gleich wie Äpfel und Birnen vergleichen. Holzverbindungen kann man auf 1000e Arten herstellen. Die Einen sägen Schlitze gegeneinander, die Anderen bohren und schneiden… Wenn ich aber schnelle, saubere und genaue Holzverbidungen haben will, komme ich an diesen Dübelfräsen nicht vorbei.

Anfangs habe ich mit dem Verbindungssystem von Festool Fingerzingen und Schwalbenschwanzzinken hergestellt. Es wird aber nach kurzer Zeit langweilig und total unpraktisch. Beschichtete Spanplatten kann man damit nicht verbinden.Vor Jahren kaufte ich dann zum Testen eine Flachdübelfräse von Güde (oder war die von Skill?). Das Teil war Schrott. Habe ich sofort meinem Nachbarn geschenkt.

Schubladen fräsen

Also habe ich die teure Flachdübelfräse DOMINO DF 500 von Festool gekauft. Nicht die Große, sondern die Kleine. Dübelstärken 5mm, 6mm, 10mm. Anfangs habe ich viel “kaputt” gefräst. Zu breit, zu tief oder ungleiche Tiefen. Beim 30er Dübel 25 tief auf beiden Seiten gefräst. Passt also nicht. Muss man schon aufpassen! Vorteil bei dieser Fräse: wackelfreie Teile, exakte Fräsung, wasserfeste Dübel, verschiedene Stärken und Längen der Dübel. Gut, die Fräse ist teuer, doch die Verbrauchsmaterialien sind im Vergleich zur Lamello noch teurer. Bis jetzt mußte ich noch keine neuen Fräser für die Maschine kaufen und ich mache viel damit.
Den Wohnzimmertisch habe ich mit dieser Maschine verdübelt. Das Leimholz, 30mm dick, ist nicht immer flach und gerade, es schüsselt. Durch die Verleimung mit Dübeln ist es wieder gerade und die Leimfugen sind absolut dicht

Das schaffe ich mit der Lamello-Dübelfräse so schnell nicht. Die Flachdübel sind eben dafür “zu flach”. Auch lassen sich Gehrungen in beschichteten Spanplatten nicht so sauber herstellen. Nicht so schnell in der Verabeitung der Dübellöcher wie bei der Lamello Zeta P2. Dafür habe ich mir die Lamello Zeta P2 zugelegt. Absolut einfaches Arbeiten mit dem Teil. Allerdings kosten die P-Verbinder doch viel Geld. Deshalb habe ich diese Maschine nicht als Ersatz, sondern vielmehr als Ergänzung zur Festool Domino DF 500 gekauft.
Die Idee des P2-Systems von Lamello ist genial. Lösbare, wie auch nicht lösbare Verbindungen sind einfach, schnell, sauber und absolut exakt herzustellen. Die Maschine kann auch für einfache Lamellos genutzt werden. Dazu muß aber die Frässcheibe gewechslt werden. Kostet extra. Nachteil der Maschine: Teuer. EUR 1.200,00 in der Basisversion. Plus P2-Zubehör und 4mm-Fräser. Da kommt man schon auf EUR 1.500,00.
Aber jeden Cent wert in der Verarbeitung und Qualität der Maschine

lamello-Zeta-P2

Fazit:
Es entscheidet der Einsatzzweck, welche Fräse besser geeignet ist. Habe ich eine Verbindung, die mehr auf Zug beansprucht wird, ist die DOMINO DF 500 die Bessere. Habe ich eine Flächenverbindung, werde ich die Lamello Zeta P2 vorziehen. Weil schneller und billiger. Genau wie bei Gehrungen im Möbelbau. Mit der Lamello habe ich auch bei 16mm dickem Material alle Optionen. Bei extrem belastbaren Verbindungen werde ich immer die Domino DF 500 wählen. Mit den 10mm-Dübeln bekomme ich alles fest zusammen.
Die Optionen, die ich bei der Lamello Zeta P2 habe, sind genial. Bei Gehrungen mit dem Klopfsystem, das P2-System mit lösbaren und nicht lösbaren Verbindungen. Auch die Präzision ist super. Vielleicht sogar manchmal besser als bei der Domino DF 500. Ist eben schweizer Qualität.
Beide Fräsen ergänzen sich. Allerdings würde ich mich aus heutiger Sicht nicht zu einem NICHT P2 – System entscheiden. Auch wenn die Fräse doch etwas teurer ist.

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