Exzenterschleifer ETS EC 125/3 EQ

Exzenterschleifer ETS EC 125/3 EQ

Exzenterschleifer ETS EC 125/3 EQ

Brauche ich den?
Mh, ich bilde es mir ein…
Am Dienstag habe ich den bestellten Festool Exzenterschleifer ETS EC 125/3 EQ bekommen. Bestellt bei Maschinenhandel Adalbert Wieczorek (AW-TOOLS). Für Euro 441,00 incl. Versand. Lieferzeit 2 Tage. Festool setzte den Preis auf Euro 574,77 ! Über Euro 130,00 billiger.
Die Schleifmittel habe ich allerdings beim Lang Ausbautechnik Meisterbetrieb (Lang-Festoolshop) bestellt. Dort sind die Schleifmittel preiswerter.

ETS AC 150_3

In der nächsten Zeit werde ich wieder Möbel bauen. Aus Eiche Vollholz. Na ja, selbstgemachtes Leimholz. Die sägefallenden Bretter sind unterschiedlich breit und so muss ich eh Leimholz anfertigen.

Die Schränke sollen eine gute Oberfläche haben.
Meine Rotex 125 habe ich jetzt seit 6 Jahren und war / bin immer sehr zufrieden damit. Doch das letzte Schleifbild, das man mit der Rotex herausholen kann, hat mich letzlich nicht mehr überzeugt.
Festool bietet diese Maschine als Finish-Schleifer in der Kompaktklasse an und so habe ich mich gegen alle anderen Anbieter für diese entschieden. Festool ist halt Festool.

vorher

Natürlich wollte ich wissen, wie die Maschine arbeitet. Welcher Unterschied zu der Rotex besteht.

So habe ich ein Stück Eiche mit dem Bleistift markiert und dann geschliffen.
Was soll ich sagen… einfach Spitze!
Die Maschine liegt gut und ruhig in nur einer Hand. Eine Stabilisierung mit der anderen Hand, wie bei der Rotex, ist nicht notwendig. Die Maschine gleitet über das Holz. Wegen des großen Durchmessers von 150mm kommt es zu keinerlei Rucken.

danach

Bei der Rotex hatte ich immer noch Schleifstaub-Reste in der Maserung. Hier bei der ETC EC 150/3 überhaupt nicht. Die Absaugung arbeitet perfekt. Das Entstauben nach dem Schleifen kann fast entfallen.

Schleifmittel

Hier habe ich 150er Rubin aufgezogen. Kaum Verschluss in der Scheibe. Die Absaugung ist wirklich gut. Die Oberfläche ist sauber, fast Staubfrei und fühlt sich jetzt schon an wie Samthaut.

Von der Handlichkeit, Arbeitsgefühl, Ergebnis und der Absaugung bin ich nun echt überzeugt.

Ach! Das Wichtigste, das mir auffiel, habe ich fast vergessen. Die Tellerbremse nach dem Ausschalten greift sofort. Die Scheibe steht tatsächlich fast sofort! Nicht mehr das lange Warten zum Ablegen, bis der Teller steht.

Multi-Jetstream_2

Etwas enttäuscht bin ich darüber, dass Festool die „Finish“-Schleifmaschine ohne den Multi-Jetstream 2 – Teller liefert. Das Teil sollte schon als Serienzubehör geliefert werden. Na ja, werde ich den noch zukaufen. Euro 37,50.

Schublade

Die Maschine habe ich bewusst ohne Systainer bestellt. Diese stören mich in der Werkstatt nur. Habe eh keinen Platz übrig. Für den Weg zu einer Baustelle werden diese natürlich gebraucht und sind sinnvoll.
Ich kenne Leute, die haben ihre Werkstatt voll mit Systainern von Festool, aber keine Festool-Maschinen. Keine Ahnung, was das soll. Da habe ich lieber die Maschinen.

Der Exzenterschleifer hat auch schon seinen Platz in einer meiner Schubladen gefunden. Direkt zugänglich.

Für Fragen zur Maschine stehe ich gern zur Verfügung.

2 Idee über “Exzenterschleifer ETS EC 125/3 EQ

    • Holzwerker sagt:

      Hallo Wolfram
      das Schleifen ist im Holzhandwerk eine Sache für sich.
      Ob Hartholz (und da gibt es auch noch Unterschiede), Weichholz, Leimholz nach dem Leimem, oder/und soll geölt oder lackiert werden. Vielleicht auch naturbelassen.
      Um Leinholz nach dem Leimen zu „säubern“ und auch damit Übergänge plan zu schleifen, benötigt man mehr Abtrag als beim Finish von Eiche oder Meranti. Da macht die ETS EC 150/3 nicht viel Sinn. Auch der Durchmesser des Schleifers spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle. Leimholz mit einer Rotex 90 zu egalisieren ist wesentlich schwieriger als mit einer Rotex 150. Auch die Überlegung im Exzentermodus und nicht im Rotationsmodus zu schleifen ist in soweit wichtig, inwieweit man die Anzahl nachträglichen Schleifgänge vermindern kann.
      Da ich viele Möbel gebaut habe und auch weitere bauen werde, wobei ich vom fertigen Leimholz soweit wie möglich absehe, weiss ich heute, mir mit dem Kauf der Rotex 125 keinen großen Gefallen getan zu haben. Besser ist die 150er um ebene Flächen fast zu garantieren. Vielleicht werde ich mir die noch zulegen.
      Leisten schleife ich nicht mit Exzentern. Das mache ich mit dem Linearschleifer.
      Viele schleifen das fertig zugeschnittene Holz mehrfach in verschiedenen Körnungen. Das mache ich so nicht, denn damit macht man sich die Kanten kaputt. Ich schleife das noch nicht auf das rechte Maß zugeschnitten Holz soweit vor, dass ich letztendlich so wenige Schleifvorgänge machen muss wie nötig.
      Die ROTEX hat einen Schleifhub von 5mm, die ETS AC 150/3 3mm. Es gibt die gleiche Ausführung auch als 5mm. Dann kann man auch die Rotex nehmen.
      Egal welche Maschine. Es kommt immer auf das Schleifmittel an. Was nutzt mir die beste Maschine, wenn ich schlechtes Schleifmittel nehme? Nicht umsonst gibt es so viele verschiedene Arten von Schleifmitteln. Mit der ETC AC 150 verwende ich Rubin von Festool. Je nach Holzart.
      Du siehst, so leicht ist Deine Frage nicht zu beantworten. Es hängt von Einsatzzweck ab, von Erfahrungen mit Schleifern und Schleifmitteln und von den Erwartungen am Ergebnis.
      Grüße
      Friedrich

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