Arbeitsbock selber bauen

Muster

Für zukünftige Projekte benötige ich den ein- oder anderen Arbeitsbock. Die Werkstatt ist zu klein für große Dinge und so muss ich den größten Arbeitsanteil draussen durchführen.
Vor einiger Zeit hatte ich 2 vernünftige Böcke beim Holzhändler gekauft. Von Brennenstuhl: Holz-Arbeitsbock oder Tapezierbock HAB 150.
Für einen Bock hatte ich Euro 55,30 bezahlt. Viel Geld, dachte ich. Doch mit diesen Billigböcken aus dem Baumarkt konnte ich mich nicht anfreunden. Aus billiger Fichte mit einfachen Scharnieren für knapp Euro 6,00.

Billigbock

Sicher habe ich auch diese Billigböcke gekauft. Na ja, ist ja nur für den Einzelfall. So denkt wohl jeder beim Kauf. Die Bauweise ist nicht stabil. Nur durch 2 Scharniere mit kurzen Schrauben zusammen gehalten, wird auf Dauer der Bock in sich zusammen fallen. Wie bei mir geschehen. Die Scharniere hatten sich gelöst.
Starre Böcke wollte ich nicht. Diese nehmen nur viel Platz weg. Und Fichte auch nicht, da die Böcke auch Regen aushalten sollen. Für diese einfache Variante von Böcken gibt es viele Baubeispiele im Netz.

Vorweg: Böcke dieser Art selber zu bauen lohnt sich überhaupt nicht!

Doch war ich fest in der Überzeugung es billiger zu haben, wenn ich die Böcke selbst baue.
So habe ich Lärchenholz gekauft. 140×20 Glattkantbrett. 9 Meter gesamt. Dazu die Bogenscharniere, Schrauben. Weiter benötigte ich 48 SIPO-Dübel und PUR-Leim. Hochgerechnet Euro 70,00 !!

Na ja, kann ja nicht so schwer sein…

5 Stunden habe ich gebraucht!

Rahmen

Die 5,10 Meter-Planken hat mir der Holzhändler in bequeme 1,1 Meter-Stücke geschnitten.
Diese habe ich auf der Tischsäge exakt mittig halbiert.
Maße und Form habe ich vom Muster übernommen. Die Stützen haben eine Aussenneigung von jeweils 3 Grad. Das konnte ich gut mit der Stabila-Waage messen. So konnte ich die Querstreben auf der Kappsäge schräg ablängen.

Einzelteile
verklebt
Fein-Multimaster

Eine Zapfenverbindung im klassischen Sinn wollte und konnte ich nicht machen. Wozu habe ich denn die Festool DF 500 Q? Also habe ich die Streben zweiseitig jeweils mit 2 10er SIPO-Dübeln versehen und mit PUR-Leim verklebt. Die Dübel sollten auch überstehen. Der PUR-Leim ist ätzend! Quillt überall raus. Dafür aber wasserfest. Mit dem FEIN-Multimaster habe ich nach dem Aushärten die überstehenden Dübel geglättet und anschliessend geschliffen mit der ROTEX.

geschliffen

Die Verbindungsstellen an der Innenseite habe ich nur grob gesäubert. Es ist ja ein Arbeitsbock und kein Möbel.

Verschraubung

Die Bügelscharniere habe ich mit 5er Schloßschrauben verschraubt. 3 auf jeder Seite. Vorgebohrt. Das ist sehr einfach.

Arbeitsbock

Natürlich ist der Aufbau dieses Arbeitsbockes sehr einfach. Trotzdem hat es viele Arbeitsschritte, die Zeit kosten.

zudenanderen

Letztendlich war ich einfach nur froh, dass die Arbeitsböcke fertig waren.
Das werde ich sicher nicht mehr wiederholen. Geld habe ich keines gespart!! Material und Arbeit haben alles gefressen. Eher habe ich Geld draufgelegt.
Ich dieser Zeit hätte ich schon andere Dinge bauen können.

Also, Euro 55,30 für den Bock von Brennenstuhl sind gut angelegt.

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