linke Ecke

Mobilheim mit Kunststoff verkleiden

Das Haus ist jetzt 40 Jahre alt.
Wir haben es nun seit 5 Jahren. In dieser Zeit hat sich das Haus schon mehrmals verändert. Zur Kaufzeit benötigte das Haus einen neuen Anstrich und nur deshalb habe ich die Schleifer von Festool gekauft. So begann meine “Festool-Zeit”.
Das Schleifen des Hauses ging in die Hose. Viel zu viel Arbeit und so habe ich 2 Seiten mit Meranti neu verkleidet. Zuvor habe ich noch das Dach erneuert. Das war sehr gut. Allerdings habe ich den Ortgang vermasselt. Ohne Ahnung von Holz und Handwerk habe ich Steigerplanken verbaut. Anfangs sah das ganz gut aus, doch nach wenigen Monaten haben sich die Planken derart verbogen, daß auch Wespen Platz für den Nestbau fanden.
Unterm Strich: Es muss alles verändert werden.

Alle Arbeiten führe ich allein durch. Irgendwie bin ich so ein Einzelkämpfer, doch so muss ich niemandem eine Schuld für Pfusch geben…

Ortgang tauschen

Zuerst musste der Ortgang ausgetauscht werden.
Die Steigerplanken habe ich durch 3-Schicht-Platten getauscht. Darüber 8mm Trespa grau. Unkaputtbar. Ecken überlappend.
Gleichzeitig habe ich die Unterseite mit Kunststoff verkleidet und LEDs 220V eingebaut. Der Kunststoff ist von Fortex. Also kein Billigkram, der nach dem ersten Hagel zerbricht. Auch die Einbaustrahler sind wetterfest. Gesteuert wird die Beleuchtung bereits über die Fritz!Box, astronomisch. Alles über Smartphone steuerbar. Das Meiste lässt sich bei uns schon über Smartphone steuern. Bose, Fernseher, Kameras und Innenbeleuchtung. Prima Sache.
Die Fenster haben wir vor 4 Jahren bauen lassen auf Maß. Diese sehen heute noch aus wie neu.

Hinten war es nicht ganz so einfach. Der Überstand hatte das Gefälle des Daches. Eine Verkleidung in diesem Winkel hätte nicht so gut ausgesehen. Das Gefälle habe ich mit den Resten des alten Ortganges ausgeglichen. Längs geschnitten mit Schräge des Daches. So hatte ich auch mehr Platz für die Einbaustrahler und Verkabelung.
Die Dachrinne wird gegen ein “Richtige” ausgetauscht. Verzinkt. Der Plastikmüll taugt wirklich nichts!! Teurer als Zerzinkte. Das Einzige, was man spart ist das Löten. Das macht aber jeder Dachdecker für kleines Geld.

Der obere Ausschnitt ist nur ein Teilausschnitt für die Arbeiten an der Verkleidung. Heute habe ich auch den Rest weggeschnitten und mit dem Bandschleifer geglättet.

Meine damaligen Arbeiten an der Rückseite waren, aus heutiger Sicht, dilletantisch. Allein die Wahl der Kunststoff-Dachrinne…
Die Trespa-Streifen habe ich gleich bei meinem Holzhändler zuschneiden lassen. 305 cm x 29 cm. Nach Abbau der Dachrinne, die gleich in 1000e Teile zerbrach, hatte ich feststellen müssen, dass 4 cm breiter besser gewesen wären. Hab ich halt neue Streifen zuschneiden lassen. Die Übriggebliebenen kann ich für den Abschluß unten verwenden.

Nach Anbau der Verkleidung, Beleuchtung und der Trespa-Platten, habe ich die Halterungen der zukünftigen verzinkten Dachrinne angebracht. Die Halterungen kosten jeweils knapp Euro 1,50, im Gegensatz zu den Kunststoffhaltern zu Euro 4,50 im Angebot.

Zum Anbau der Halterungen ist eine Schlagschnur sehr hilfreich. Diese hatte ich noch liegen. Das Gefälle zum Abgang beträgt 1,5 cm. Das genügt.

Leider ist meine Zeit für diese Arbeiten eingeschränkt. Ich arbeite wieder als IT-Consultant. Man hat mich dazu erpresst 🙂

Donnerstag kommt die Dachrinne dran. Wenn es nicht regnet. Regen ist nicht gut für das Löten der Rinne.

Die Lattung für den Unterbau ist aus 20×45 Fichte gehobelt. Dickere sind nicht nötig. Gehobelte Latten kosten unwesentlich mehr.
Die Erfahrungen aus der letzten Hausverkleidung kommen mir jetzt zugute. Und! ich habe keine Eile.

An Ostern geht es weiter…

 Dachrine ist dran

Die neue Dachrinne ist dran.
Verzinkt und mehr als ausreichend für unser Dach.

Kunststoff-Dachrinnen sind weitaus teurer als verzinkte Rinnen. Der einzige Grund für den Kauf einer Plastik-Dachrinne wird wohl das Löten der Seitenteile sein. Unsinnig!
Ich habe die Plastik-Dachrinne erst 5 Jahre und die Rinne ist beim Abbauen gleich zersprungen. Ausserdem ist die Rinne über die Zeit sehr hässlich geworden und hat sich durch die Witterung auch verzogen.

Klimaanlage

Das größte Problem war die Klimaanlage.
2 Optionen hatte ich. Entweder dran lassen und um die Klimaanlage herum verkleiden oder Klimaanlage abbauen und die Planken dahinter schieben.
Ich habe mich für die erste Variante entschieden. Komplizierter, aber schöner.
Außerdem wollte ich die Kabel nicht mehr sehen.
Also habe ich Resthölzer zusammen geschraubt zu einem Ständer für die Klimaanlage. Passte genau. Klimaanlage abgeschraubt und langsam, aber stetig, weiter gebaut. Kabel hinter die Verkleidung und mit “schöneren” Verteilerdosen abgedeckt
.

Um die Verbindung der Verkleidung unauffällig zu halten, habe ich keine Lange Verbindung in der Mitte des Hauses angebracht, sondern mittig des Fensters. Gut, da habe ich mehr Verbrauch, da ich die 6 Meter langen Plangen zuschneiden muss. Doch die Reste kann ich wieder für den oberen senkrechten Teil brauchen.

Das mit den Kabel war vielleicht ein Gefummel… Aber Geduld hilft dabei.

All diese Erfahrungen konnte ich bei der ersten Hausverkleidung sammeln. Da habe ich nicht sooo fein gearbeitet. Doch hier ist es unser Haus und ich habe viel dazu gelernt 🙂

Nach 10 Stunden Arbeit war die Rückseite fertig.

Das Licht und die Klimaanlage funktionieren und der Spalt an der oberen Kante ist klein. Dieser wird durch einen schmalen dünnen Streifen weissen Trespa abgedeckt werden.

Die Verteilerdosen fallen kaum auf. Die Bohrungen sind passend und so kann auch kein Wasser eindringen.

Morgen muss ich wieder an die Schüppe in Hannover. Freitag geht es weiter. Allerdings erst mit dem Badezimmer….

Nachdem ich gestern die alten Anbauten an der Hausfront bereits abgebaut habe, bin ich heute mit der Rückseite des Hausen gestartet.

Nachdem ich gestern die alten Anbauten an der Hausfront bereits abgebaut habe, bin ich heute mit der Rückseite des Hausen gestartet.

An der Antennenseite hatte ich früher mal einen Elektroanschluss für die Gartentorbeleuchtung und den dort angebrachten Steckdosenanschluss angebracht. Zwar nicht schlecht, doch verbessererungswürdig.

Die Kabel habe ich nun unter der Verkleidung und durch passende Bohrungen darin wieder ansehnlich verbaut.

Die Starterleisten sind Gift für mich. Rücken….

Das nicht mehr benötigte Fenster ist nun verdeckt. Innern ist eh Wandpanele drüber…

Die Verbindung der Planken habe ich wieder mittig des hinteren Fensters angebracht. So fällt die Verbindung kaum auf.

Die Beleuchtung wirkt prima! Allerdings werde ich die LEDs gegen 4 Watt Leistung austauschen. Jetzt ist es so hell wie in einem Fussballstadion.

Gestern habe ich auch den Zaum fertig lackiert. Vorher braun, jetzt 2-farbig-grau.

Das Haus wird in der Hauptsache auch graue Fensterrahmen und Eingangstür haben. Der Vorbau der Eingangstür wird auch grau lackiert.

Grau ist wohl jetzt die Modefarbe…

Die Rückseite habe ich heute fertig gestellt.

Im Grunde sehr einfach. Doch für jedes einzelne Teil musste ich mindestens 2 mal auf die Leiter.

Sieht aber jetzt sehr gut aus.

Auch habe ich noch den Vorbau zum Abbau vorbereitet. Fensterglas raus und die Anbauten entfernt.

Die norwendige Lattung an der Frontseite ist so gut wie fertig.

Die Elektroleitungen müssen verlegt werden und auch die Ablufteinrichtung für die Küche.

Wie beim Autolackieren sind die Vorabeiten dazu schwieriger. Die Planken an die Wand zu bringen ist kein Problem.

Mittlerweile sind die Lampen eingebaut, der Vorbau bereits vorgestrichen (grau) und die Küchenabsaugung funktioniert.

vorher

nachher

2 Idee über “Mobilheim mit Kunststoff verkleiden

  1. Dieter sagt:

    Finde ich super !:).
    Alles super geschrieben, auch mit Bildern perfekt gezeigt.
    Vor allem hat mir der Preis dafür interessiert und wurde beantwortet danke dafür 🙂

  2. Thomas sagt:

    faszinierend, was man alles selber in eigener Regie machen kann, ich bin begeistert, werde mir nun auch noch die anderen Dinge ansehen 😀 Danke für die Beiträge

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