den Frühling locken

den Frühling locken

Nun ja, eigentlich hatte ich mir vorgenommen, dieses Blog einschlafen zu lassen.
Es ist doch eine Menge Aufwand das Ganze zu pflegen und zu füllen. Diese Zeit könnte ich besser für mein eigentliches Hobby nutzen.
Doch ich will ja selbst auch noch nach einiger Zeit sehen, was ich in der Vergangenheit gebaut habe. Mal sehen was die Zukunft bringt…

Jetzt aber habe ich das schlechte Wetter genutzt um den Frühling zu locken. Ein neuer Pflanzkasten muss her für den Parkplatz vorn.
Da ich das Haus im Frühjahr beu verkleiden will, habe ich die Farben Steingrau und Verkehrsgrau gewählt. Obwohl diese noch nicht zum Zaun passen.

Tauchsäge

Die Bauart des Pflanzkastens ist die Gleiche wie die von meinem Bangkirai-Kasten. Nur etwas kleiner und aus Fichte.

Hierfür habe ich 10er Balken Fichte Vollholz gekauft und 110x27mm Fichtebretter. Spottbillig!

Die Balken waren zu dick und so habe ich diese auf 9×9 gehobelt. Die Bretter hatte auch schon geschüsselt und somit habe ich diese auch gehobelt. Auf 22mm. Noch habe ich nichts auf die richtige Länge abgelängt.
Die Spitzen liessen sich leicht auf der Kappsäge schneiden. Die Kerben allerdings nicht. Erstens ist das Sägeblatt zu dick und zweitens lässt sich die Kappsäge nicht auf die entsprechende Tiefe einstellen.
So habe ich die Kerben mit der Tauchsäge geschitten. Mit dem Dünnschnitt-Sägeblatt vom Maschinenhandel Meyer.

Hälse schneiden

Auf dem MFT/3 kann man das Holz nicht schneiden. Die Führungsschiene lässt sich nicht so hoch einstellen. Also die Balken gezwungen und die kurze Schiene drauf. Die Tauchsäge auf 30 Grad Neigung eingestellt und gesägt. Fertig!
Die Führungsschiene rutscht nicht weg, wenn man die Unterseite im gepflegten Zustand hält. Auch war es für mich in diesem Fall gar nicht möglich, die Führungsschiene zu befestigen. Platzmangel!
Mit dem Dünnschnitt-Sägeblatt hatte ich fast eine Kerbe ohne stumpfen Grund. Beim Besäumen und anderen langen und tiefen Schnitten eignet sich das Dünnschnitt-Sägeblatt nicht so gut. Der Spaltkeit ist dicker als das Sägeblatt.

Halterung bohren

Für den „Handlauf“ setze ich wieder Alurohre ein. 25mm Durchmesser, Wandstärke 1,5mm.
Dazu benötige ich Bohrungen im Kopfstück. Diese habe ich mit dem Bohrständer und Forstnerbohrer eingebracht. Meine Forstnerbohrer taugen nicht viel. Sind aus dem Baumarkt. Nach und nach werde ich mir neue und gute Forstnerbohrer zulegen. Gute Bohrer kosten doch schon einiges an Geld, doch es lohnt sich. Baumarkt-Qualität laufen schon beim ersten Bohren in Hartholz blau an und sich kaputt!

Die Bohrungen sind 15mm tief. So halten die Alurohre ohne weitere Befestigung allein.

 

Domino fräsen

Wären die Bretter breiter, hätte ich die Lamello genommen. 2 Lamellos passen aber nicht nebeneinander. Deshalb habe ich die Domino 550 benutzt.

Eigentlich müssten jeweils 2 x 10er Dominos an den Seiten rein. Trotzdem ich noch genügend davon hatte, habe ich mich für die 6er Dominos entschieden. Warum? Die 10er sind einfach zu teuer dafür. Da hätte ich fast eine ganze Packung Dominos benötigt. Und dann auch noch Sipo-Dominos. Macht ja nicht viel Sinn Sipo für Fichte zu nutzen.
Gut, mit der Wahl der 6er-Dominos benötige ich jeweils 3 an jeder Seite.
Das Fräsen geht recht schnell. Der mittlere Dübel ist Presspassung gefräst.

Domino Ständer

Die Ständer waren auch schnell gefräst.

Nach dem Fräsen habe ich die Teile noch alle geschliffen und anschliessend mit OSMO Landhausfarbe gestrichen. Diese Art Farbe ist ein exzelenter Holzschutz und ist leicht zu verarbeiten. Dieser Anstrich hält über Jahre und blättert nicht ab.

Ständer gefräst
Ständer

Die Teile sind num komplett vergestrichen und nach dem Durchtrocknen zum Zusammenbau bereit.

Das mache ich allerdings erst später…

BTW: das Ersatzteil für die Kappsäge ist nach 4 Wochen von Festool geliefert worden.
Habe ich eingebaut und die Kappsäge neu ausgerichtet. Und siehe da: die Säge sägt wieder richtig!

vorgestrichen

 

Rahmendübel

Die Wahl der drei Dübel anstatt 2 x 10er war nicht so gut. Doch ich habe das Beste daraus gemacht.
Zwar werden die Querriegel exakt ausgerichtet und wegen der 3 Dübel hält der Kasten auch sehr starke Belastungen aus, doch das Zusammenbauen ist wesentlich schwieriger. Der mittlere Dübel ist passgenau und deshalb bei 4 Querriegeln schwer zu leimen. Darum habe ich die Toleranzdübel gekürzt. Dadurch habe ich nur 4 Dübel auszurichten und nicht 12. Der Zusammenbau sollte deshalb leichter gehen.

Stimmt aber nicht!

Der Zusammenbau erwies sich als schwierig. Fummelarbeit! Besser wären die größeren Dübel gewesen.

Rahmen unter Zwingen

Diese Erfahrung war gut, doch sehr störend.
Die Querriegel passen wie angegossen wegen der neuen Einstellung der Kappsäge. Die Säge arbeitet jetzt optimal und ich habe rechtwinklige Schnitte.

Trotzdem war das Leimen sehr schwierig. Ich musste schon richtig Kloppen mit dem Gummihammer um die 12 Dübel zu verbinden. Der Rest habe ich mit den Zwingen geschafft. Immer ein Stück mehr zusammen gedrückt, bis es passte. Zumal ja auch noch das Rohr rein musste.

Die Querriegel lagen plan auf und so musste ich nur den überschüssigen Leim entfernen.

verleimter Kasten

Die Rohre haben kein Spiel und sitzen fest.

Den Boden habe ich auf einfachste Art und Weise eingebaut. Einfach 2 Längsstützen und 3 Bretter drüber. Ohne Anstrich. Weil die Bretter nur lose  aufliegen. Diese kann ich jederzeit austauschen.

An die Füße der Stützen habe ich Gummipuffer angbracht, damit kein Wasser gezogen werden kann.

Fertig!

einfacher Boden
mit Pflanze
, markiert

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