gestreiftes Tischbrett

2 Reststücke Holz standen da. 1 mal Meranti; Rest von den Glasrahmen. 1 mal Ahorn Vollholz; Rest vom Wohnzimmertisch. Die Reste habe ich immer wieder in der Hand gehabt. Was soll ich damit machen?

Ich baue ein Tischbrett. Darauf kann mann Schüsseln und Töpfe/Pfannen stellen, ohne den Tisch zu beschädigen. Dafür haben wir zwar schon eines, aber was solls.

Mache ich halt noch eines…

Die Stücke habe ich auf der Tischsäge in Streifen geschnitten. 37mm Breite. So konnte ich aus dem Meranti-Rest 4 Streifen schneiden und aus dem Ahorn 5 Streifen.

Die Gesamtbreite des Brettes durfte nicht über 304mm kommen, denn sonst würde es nicht mehr durch den Hobel passen. Richtig! 9 x 37mm sind mehr als 304mm. Aber die Streifen muss ich ja noch hobeln um eine glatte und senkrechte Oberfläche zu bekommen.

Den Hobel habe ich nun doch in der Werkstatt gelassen. So ist der Tisch zwar für den Hobel überflüssig, doch als Beistelltisch zum Grillen sehr gut geeignet.

Das Hobeln der Streifen lasse ich jetzt mal weg. Obwohl das Hobeln Riesenspaß macht.
Dann habe ich die Streifen verleimt. Das geht mit den Bessey-Zwingen super. Habe ich über Nacht trocknen lassen und heute morgen weiter gemacht.
Die großen Klebereste habe ich mit der Rotex entfernt. Der Hobel soll so wenig wie möglich belastet werden. Die Streifen haben zwar die exakt gleiche Breite, doch nicht die gleiche Höhe.

Jetzt war es soweit. Das Brett ist gesäubert und wackel ein klein wenig. Mal sehen, was das Hobeln bringt. Das Brett war nun fast genau 304mm breit. Angeblich soll der Hobel das schaffen. Also rein damit!

Vorsichtig an die Hobelhöhe rangetastet und dann weiter im 0,5mm-Schritten. Und? Das ging einfach toll! Der Hobel schafft tatsächlich die ganze Breite des Brettes.

Nach eingen Hobelzügen wurde das Brett immer „gerader“ und die Oberfläche hat sich komplett ausgeglichen. Vollkommen glatt und ohne Lücken in der Verbindung der Streifen.

Das Besäumen der Kanten führe ich mit der Tauchsäge durch. Das Blatt ist scharf und es geht schneller.

Die Säge ging durch wie durch Butter. Keine Brandflecken und sauberer Schnitt. Keine Ausrisse.

Ich schleife vor dem Fräsen vor. Der Rohbau ist bereit für die Feinarbeiten. Fasen und Runden der Kanten.

Die Unterseite des Brettes habe ich mit einer Fase versehen.

Mit dem großen Fasefräser (Schaft 12mm) hätte ich eigentlich die Fase in einem Durchgang fräsen können. Doch die Gefahr von Ausrissen war mir zu groß und so habe ich in 3 Durchgängen gefräst. Den letzten Durchgang mit nur 1mm mehr. So gibt es eine schöne Fase.

Im übrigen lässt sich Ahorn sehr gut bearbeiten!

 

Die Rundungen haben eine Radius von 5mm. Auf dem Frästisch angebracht. Da das Brett wirklich gerade ist, gab es keine Unterschiede am Rand. Das geht in einem Durchgang. Nur bei größeren Radien mache ich das in mehreren Durchgängen.

Anschlissendes Schleifen der Rundungen nur per Hand und ohne Klotz! Ich nehme dabei nur ein Schleifmittel und biege es in der Hand. Die Rundungen sind hinterher glatt wie Glas.

Nach dem letzten Schleifen der Oberflächen ging es an das Ölen.

Hauchdünn auftragen und anschliessend mit einem Baumwolltuch sauber abreiben. So bekommt das Holz noch das lette Feuer und einen guten Schutz gegen Flecken.

Aufgrund der großen Länge des Brettes will ich es nicht ohne „Füße“ auf den Tisch stellen. Das gibt nur Kratzer im Tisch.

Die „Gummifüße“ waren mal für ein anderes Projekt gedacht. Hier kann ich diese besser brauchen.

Wenn man eine Schraube genau setzen will, muss man vorbohren. Ankörnen reicht nicht.

So, die Füße sind dran, die Öberfläche bearbeitet, nochmal abgewischt…fertig!

 

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